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»Nothing about us without us«

Exploring the Notion of Participation in Advocacy Discourse and Practice from the Situatedness of the Global South
  • Nadine Bowers Du Toit
Veröffentlicht/Copyright: 13. Dezember 2025
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Abstract

The phrase »nothing about us without us« arose within the disability movement in South Africa during the 1990s, but in recent years it has become a rallying cry beyond this movement for all who experience marginalization regarding issues that directly affect them. Inherent to this cry is the call for participation in the radical sense – that the voices of those most affected be centered in any discourses, policies or actions that relate to their situation, rather than the voices of those speaking on »behalf of« these marginalized groups and individuals. Such radical notions of participation argue that there is a kind of »ventriloquism« when those specifically in the Global North speak on behalf of those in the Global South and that this is interrelated with notions of neocolonialism and white supremacy enmeshed within diakonia and development praxis. In this article the author will seek to explore these entanglements and propose ways in which this can be engaged in the context of faith-based development praxis.

Zusammenfassung

Das Motto »Nichts über uns ohne uns« kam in den 1990er Jahren in der südafrikanischen Behindertenbewegung auf. In den letzten Jahren ist er jedoch darüber hinaus zu einem Aufruf all jener geworden, die sich in Fragen, die sie direkt betreffen, marginalisiert sehen. Dem Ruf liegt die Forderung nach radikaler Partizipation zugrunde: Die Stimmen der am stärksten Betroffenen sollen in allen Diskussionen, politischen Entscheidungen und Maßnahmen, die sich auf ihre Situation beziehen, im Mittelpunkt stehen – und nicht die Stimmen derer, die »im Namen« dieser marginalisierten Gruppen und Personen sprechen. Mit solch radikalen Vorstellungen von Partizipation verbindet sich die Auffassung, dass es sich um eine Art »Bauchrednerei« handelt, wenn Menschen im Globalen Norden im Namen von Menschen im Globalen Süden sprechen, um eine Redeweise, die nicht frei ist von neokolonialistischen Mustern und Ideen weißer Vorherrschaft, wie man sie in Diakonie und Entwicklungszusammenarbeit eingewoben findet. Der vorliegende Artikel betrachtet diese Verstrickungen näher und versucht, Wege aufzeigen, wie damit im Kontext der glaubensbasierten Entwicklungszusammenarbeit umgegangen werden kann.

Online erschienen: 2025-12-13
Erschienen im Druck: 2025-11-25

© 2025 Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, Berlin/Boston

Heruntergeladen am 29.1.2026 von https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/bthz-2025-0007/html
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