Abstract
Unser Aufsatz hat zahlreiche Kriterien entwickelt, mit denen die Bibliometrie und Szientometrie des auf akademische Bücher spezialisierten Verlagswesens betrieben werden kann. Wir testen den Einfluss von Messgrößen, wie sie auf Grund von Altmetrics, Entlehnungsstatistiken, Libcitation nach OCLC Worldcat und anderen Unionskatalogen in Industrie- und Entwicklungsländern, subjektivem Ranking durch academic communities und Zitierungen im Book Citation Index gewonnen werden können. 57 global operierende Buchverlage, über die sämtliche Daten vorhanden sind, stehen dabei im Mittelpunkt. All diese Daten haben eine Relevanz für die Publikationsstrategie-Beratung der Wissenschaft durch die Bibliotheksdienste im 21. Jahrhundert. Die Innovation dieses Aufsatzes besteht vor allem in der Verwendung von neuen Daten über die Publikationspräferenz zweier renommierter akademischer communities in Europa, nämlich Dänemark (landesweit) und von der Reichsuniversität Groningen in den Niederlanden in der multivariaten Analyse. Unsere Auswertungen zeigen, dass sowohl Ansätze, die auf die Zitierungen im Book Citation Index oder auf Größen der Libcitation (globale Verbreitung im OCLC Worldcat) ausschließlichen Wert legen, die komplexe Realität des heutigen internationalen Publikationswesens nicht erfassen. Anders als Prototheorien des globalen Publikationswesens bisher annahmen, haben die Daten des Book Citation Index oder Libcitation (globale Verbreitung im OCLC Worldcat) keine besondere Bedeutung für die Publikationsentscheidungen der dänischen und niederländischen Wissenschaftler. Bei den dänischen Wissenschaftlern scheint der Faktor „size and high quality“ der ausschlaggebende zu sein. Für Groningen kommt als determinierender Faktor noch die international anerkannte Verlagsqualität hinzu. Vergleiche unserer Ergebnisse mit den landesweiten subjektiven Verlagseinschätzungen der einzigen Wissenschaftscommunity, wo solche Daten erhoben wurden (Spanien) bestätigen unsere multivariaten Ergebnisse.
Abstract
Our paper presents a number of criteria developed to carry out bibliometrical and scientometrical research in the publishing sector specialising in academic books. The influence of various parameters was tested, recovered on the basis of altmetrics, borrowing statistics, Libcitation according to OCLC Worldcat and other union catalogues in industrialised and developing countries, subjective rankings within academic communities and citations by the Book Citation Index. The focus is on 57 globally operating book publishers, of which all existing data was available. These data are an important resource for publication strategy advice to scientists offered through library services in the 21st century. The new aspect is the use of fresh data on publication preferences of two European academic communities, i. e. from Denmark (nationwide) and the University of Groningen in the Netherlands in a multivariate analysis. The results show that approaches based on the relevance of being cited in the Book Citation Index or on the parameters of Libcitation (globally circulated through OCLC Worldcat) are incapable to adequately capture the complex realities of today’s international publishing industry. The paramount importance of the Book Citation Index data or Libcitation data assumed by most prototheories of the global publication industry could not be verified for the publication choices of Danish and Dutch scientists. Danish scientists seem to favour the factor “size and high quality”, while at Groningen the determining factor “internationally recognised quality of publisher” also plays a critical role. Comparing these findings with a nationwide subjective evaluation of quality publishers by the only scientific community, for which such data were collected (Spain), seems to confirm our multivariate results.
1 Einleitung
Was können wir gesichert über Publikationsstrategien im Bereich von Buchpublikationen sagen? Üblicherweise geht die in unserem Aufsatz ausführlich zu Wort kommende Literatur von folgenden Größen aus, um Werke von Autoren, Verlagen oder akademischen Einrichtungen bibliometrisch[1] und szientometrisch[2] zu testen:
Altmetrics,
Entlehnungsstatistiken von wissenschaftlichen Werken an führenden Bibliotheken der Welt,
Präsenz von Werken in den globalen Bibliotheken nach OCLC Worldcat und anderen Unionskatalogen in Industrie- und Entwicklungsländern,
das subjektive Ranking durch akademische Communities sowie
Zitierungen nach dem Book Citation Index.
Im vorliegenden Aufsatz stellen wir uns die Frage, wie die Publikationspräferenz zweier, durch neue Forschungsdatenbanken nunmehr gut erfasster wissenschaftlicher Gemeinschaften – Dänemark (landesweit) und die Reichsuniversiät Groningen in den Niederlanden – durch die quantitativen, oben genannten Messgrößen determiniert werden. Publizieren die Dänen und Niederländer im Vergleich zur globalen Publikationstätigkeit so gerne bei bestimmten Verlagen, weil die Werke dieser Verlage heute global so oft zitiert werden, oder vertrauen sie ihre Werke überdurchschnittlich hoch solchen Verlagen an, für die der OCLC Worldcat eine hohe durchschnittliche Präsenz bei mehr als 500 globalen Bibliotheken nachweist? Oder reagieren die Dänen und Holländer bei ihren Publikationsentscheidungen besonders sensibel auf das Echo auf diese Verlage in den globalen Medien? Oder in den neuen Medien, wie Wikipedia?
Hier werden zunächst die Diskussionen zum Thema und die Daten und statistischen Methoden dargestellt. Anschließend werden mit multivariaten Methoden für die 57 global agierenden Verlagsunternehmen die angeführten Fragen beantwortet.
Dereinst ein streng gehütetes, subjektiven Erfahrungen entsprechendes, aber kaum auf nachvollziehbaren Fakten beruhendes „Geheimnis“ der etablierten Professorenschaft in einer hierarchisch strukturierten akademischen Welt, sind heute erfolgreiche akademische Publikationsstrategien in Zeitschriften und Büchern in einer globalisierten wissenschaftlichen Welt[3] eine Überlebensfrage für die Zukunft des akademischen Standortes geworden und sind mit modernen Methoden der Bibliometrie und Szientometrie grundsätzlich zu beantworten.[4] Diese Fragen haben auch eine erhebliche Bedeutung für die im Wissenschaftsbetrieb nachrückenden Generationen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die gerade ihre Doktorate oder Habilitationen abschließen oder gerade abgeschlossen haben. „Publish or perish“ ist in Zeiten des wachsenden globalen akademischen Prekariats zu einer Existenzfrage geworden.[5]
2 Uns geht es um „harte“ Fragen der Zukunft von wissenschaftlichen Standorten
Die hier angestellten Überlegungen haben ein großes Strategiepotential für die planerischen Überlegungen heutiger Universitäten und akademischer Forschungseinrichtungen. Im Bereich der Publikationen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Fachzeitschriften hat sich bereits eine ganze Industrie von Aktivitäten der heutigen Bibliotheksdienste entwickelt, deren sichtbarster Ausdruck das frei verfügbare globale Zeitschriftenranking[6] aus der Datenbank Scopus ist,[7] aber im Bereich der Buchpublikationen stehen derartige Aktivitäten im deutschen Sprachraum erst am Anfang. Ob derartige Entwicklungen begrüßenswert sind oder nicht, steht hier gar nicht zur Frage; viel wichtiger ist: Sie finden bereits längst statt – und dies nicht nur in Technik und den Naturwissenschaften, sondern zunehmend auch in den Gesellschaftswissenschaften und den Geisteswissenschaften.
In größeren akademischen Bibliotheken und Rektoraten im deutschen Sprachraum gibt es heute bereits Abteilungen für Bibliometrie und Szientometrie.[8] Australien und Spanien sind zwei Länder, in denen heute zunehmend auch die Impact- und Verbreitungsforschung von Büchern, und nicht nur von Zeitschriftenartikeln, vorangetrieben wird.[9]
Wir wissen heute über das „Ranking“ von wissenschaftlichen Verlagen mehr als je zuvor in der Geschichte der Wissenschaften[10] und wir wissen heute auch, wo einzelne führende „academic communities“ als Ganzes international publizieren (vgl. die hier dargelegten Daten aus Dänemark und den Niederlanden).
Für solche Analyse-Aufgaben wohl unerlässlich ist – ich werde es nicht müde zu betonen – die Vollversion des OCLC Worldcat – OCLC First Search, denn nur mit dem OCLC Worldcat erfahre ich die tatsächliche geographische Verbreitung von Büchern auf diesem Globus von Alaska bis nach Concepción in Chile, von Tromsø in Norwegen bis nach Kapstadt in Südafrika, und von Limerick in Irland bis nach Jakarta in Indonesien (vgl. Abbildung 1).[11] Ob der ganze Globus ein Werk aufgenommen hat und ob es global verfügbar ist, ist eine faszinierende Frage.
In Österreich als eines der wenigen Länder der Welt mit einem hochentwickelten Bibliothekswesen sind nur wenige Bibliotheken Mitglied dieses Konsortiums, auch im Gegensatz zu Deutschland und der Schweiz und praktisch allen westeuropäischen Nachbarländern – und viele große universitäre Bibliotheken fehlen bislang. Abbildung 1 zeigt, wie Name und Standort der globalen Bibliotheken des OCLC Worldcat abgefragt werden können.

Das globale Bibliothekswesen nach OCLC Worldcat.
Als Parallelentwicklung des Verlagsrankings, die jedoch nicht an die methodische Strenge der hier erwähnten Ansätze, wie sie heute exemplarisch an der Universität Granada in Spanien entwickelt worden sind, heranreicht, gibt es unter den academic communities in einzelnen Disziplinen[12] und in einzelnen Länder – so in den Niederlanden,[13] in Norwegen,[14] und Spanien[15] – subjektiv erstellte, zumeist sehr lange Listen, basierend auf Evaluationen und Fragebögen unter Wissenschaftlern, bei welchen Verlagen man am besten publizieren soll und bei welchen nicht.[16] Die spanische Liste ist die umfangreichste und methodisch wohl am besten gearbeitete. Immerhin ist die erwähnte Gesamtumfrage unter der universitär „beamteten“ spanischen Wissenschaftscommunity so bemerkenswert, weil sie nicht weniger als 258 Verlagsunternehmen einem Ranking unterwirft und die Gesamtheit der akademischen Welt Spaniens an der kulturellen Drehscheibe seiner Geographie zwischen der atlantischen, romanischen und maghrebinischen Welt darstellt. Die 20 erstgereihten Verlage für die spanische Forschungswelt sind:
Cambridge University Press
Oxford University Press
Routledge (Francis & Taylor Group)
Springer
Elsevier
Peter Lang
Thomson Reuters
Blackwell
De Gruyter
McGraw Hill
Fondo de Cultura Económica
Sage
Harvard University Press
John Benjamins
Wolters Kluwer
Brill
Pearson
MIT Press
Presses Universitaires De France (Puf)
Brepols
Generell gingen die Granada-Forschungsarbeiten, basierend auf dem Book Citation Index davon aus, dass die folgenden Verlage die konsolidierte internationale Spitzengruppe bilden:[17]
Springer
Palgrave Macmillan
Routledge
Cambridge University Press
Elsevier
Nova Science Publishers
Edward Elgar
Information Age Publishing
Princeton University Press
University of California Press
MIT Press
De Gruyter
Taylor & Francis
University of Pennsylvania Press
CRC Press
Wiley-Blackwell
McGill-Queens University Press
Woodhead Publishing
University of North Carolina Press
Brill
Stimmt das Publikationsverhalten von Wissenschaftlern an führenden Universitäten mit solchen Rankings überein? Warum publizieren Gruppen von Wissenschaftlern tatsächlich bei einem bestimmten Verlag, und nicht bei einem anderen? Diese Frage untersuchen wir hier.
3 Zur Forschungsstrategie
Unsere Forschungsstrategie baut auf Folgendem auf: Einerseits gibt es schon auf objektiven Kriterien erhobene Daten über das Ranking von Verlagen.[18] Neue, frei zugängliche internationale Daten aus Forschungsregistern, aber auch aus Bibliotheksverbundkatalogen wie dem OCLC Worldcat[19] lassen uns mit statistisch abgesicherten Methoden die Frage weiter beantworten, was in den Köpfen der Wissenschaftler vorgegangen sein mag, als sie einen Publikationsvertrag mit einem bestimmten wissenschaftlichen Verlagsunternehmen unterschrieben. In der Literatur gibt es drei grundlegende, einfache Hypothesen zu diesem Bereich. Ist es erstens das erwartbare Echo der Publikationen des Verlages im internationalen Schrifttum, also die bisherige Zitierungsintensität, welche den Ausschlag dafür gibt, wo man publizieren soll, oder ist es zweitens der Verbreitungsgrad der Schriften in den Bibliotheken rund um den Globus oder drittens das Echo des Verlages in den klassischen Medien oder den heutigen neuen Medien und sozialen Netzwerken wie Wikipedia?[20]
Hier darf auch erwähnt werden, dass als mögliches weiteres Kriterium für das Ranking von akademischen Werken letztens auch die Entlehnungsstatistiken von Bibliotheken ins Spiel gebracht wurden.[21] Denkbar wäre auch, die Bibliotheken besonders profilierter Universitäten der Welt, wie etwa jener von Cambridge (UK) dahingehend abzufragen, welcher jeweilige Prozentanteil der gesamten Verlagsproduktion seinen Weg in die Regale gefunden hat, und dann diese Prozentsätze – Verlag für Verlag – zu vergleichen. Gleichen sich diese Prozentsätze in Cambridge, Harvard, Oxford, Stanford, Yale etc. an, wäre der Schluss naheliegend, dass die dortigen Bibliotheksdienste von einer ähnlichen Beurteilung der Verlags-Gesamtqualität ausgehen.
Wir können natürlich nicht den Inhalt der Gespräche über künftige Publikationen, die die academic community während der Kaffeepausen internationaler Konferenzen führt, messen, aber wir können uns schon die Frage stellen, welche statistischen Beziehungen zwischen den in der Forschung letztens erhobenen objektivierten Merkmalen von Verlagsunternehmungen[22] und dem Publikationsverhalten führender academic communities wie den hier untersuchten Wissenschaftsgemeinschaften in Dänemark und den Niederlanden besteht. Hier benutzen wir zwei vorzügliche neue, frei verfügbare Datenbanken – die Dänische landesweite Forschungsdatenbank[23] sowie die Datenbank der Reichsuniversität Groningen in den Niederlanden[24] – und vergleichen die Daten dieser beiden Informationssysteme mit bisherigen quantitativ abgesicherten Aussagen über das Prestige, Zitationsmuster und die globale Präsenz von wissenschaftlichen Verlagen. Die beiden genannten Datenbanken sind einzigartig in ihrer Allgemein- und Gesamtheit. Und um unsere statistischen Vergleiche abzurunden, unternehmen wir eine kleine Reise in die akademische Welt von Spanien, wo erstmals auf dem Globus eine methodisch gut abgesicherte Umfrage unter der gesamten wissenschaftlichen community durchgeführt wurde, bei welchem Verlag sie am liebsten publizieren würde. Wir fragen uns, ob statistisch gesehen unsere Ergebnisse durch die spanische Gesamtumfrage unterstützt werden oder nicht. Dies mag manchen vielleicht ein wenig nach „forensischer Bibliometrie“ aussehen, aber wir arbeiten dabei mit den einzigen, global vorhandenen Daten.
4 Die verglichenen academic communities gehören zu den besten in Europa
Die in der Auswertung zu Wort kommenden Forschungseinrichtungen gehören jeweils zu führenden europäischen „best practice“-Modellen akademischer Entwicklung. Die erfassten dänischen Einrichtungen sind dem englischsprachigen Alphabet nach:
Aalborg University
Aarhus University
Capital Region
Copenhagen Business School
Danish Institute for International Studies
IT University of Copenhagen
Ministry of Culture
Research Institutions in Architecture, Design and Conservation
Roskilde University
Royal Danish Defence College
Technical University of Denmark
The Danish Center for Social Science Research
University Colleges Denmark
University of Copenhagen
University of Southern Denmark
Für die genannten Forschungseinrichtungen lässt sich von der Webseite Scimago[25] unschwer ihr globales akademisches Ranking nach der Publikationsdatenbank Scopus[26] abrufen. Die University of Copenhagen ist unter den hier genannten Institutionen laut Scimago die global am höchsten gereihte Forschungseinrichtung (derzeit Rang 75 der Weltrangliste); bei der Forschung belegt sie sogar weltweiten Rang 49.
Die seit 1614 bestehende Rijksuniversiteit Groningen ist laut Scimago Rang 133 der Weltrangliste, bei der Forschung belegt sie Rang 89 und ist damit ebenso unter den globalen Top 100.
Im Vergleich mit den deutschsprachigen Voll-Universitäten[27] liegen unsere untersuchten academic communities damit auf guten, man möchte fast sagen, beneidenswert guten Plätzen, wie folgende Scimago-Sir-Auswertung der bestgereihten Institutionen in Deutschland, Österreich, und der Schweiz zeigt:
Deutschland – Universität München – Rang 144, Forschung Rang 120
Österreich –Universität Wien – Rang 377, Forschung Rang 217
Schweiz – Universität Zürich – Rang 165, Forschung Rang 101
5 Vom Nutzen der hier angestellten Überlegungen
Was können Angehörige der europäischen academic community, und gerade auch jene, die noch nicht in einem abgesicherten Dienstverhältnis stehen, nun vom praktischen Beispiel der Dänen und Holländer lernen? Die unmittelbaren Vorteile der hier verwendeten Datenbanken liegen auf der Hand. Immerhin zeigt z. B. die dänische Forschungsdatenbank einem hypothetischen Doktoranden oder einer hypothetischen Doktorandin einer beliebigen Universität zum Thema „Europäisches Parlament“ die 15 wirklich auf dem Markt befindlichen englischsprachigen Bücher, die in Dänemark zu diesem Thema verfasst wurden, und damit auch konkret, welche Verlage solche Forschung eines europäischen Forschers oder einer europäischen Forscherin überhaupt publizieren.[28] Prospektive, nicht englische muttersprachige Autorinnen und Autoren sparen sich damit die Mühe des Versendens von „publication proposals“ an Verlage, die möglicherweise nach langen Wartezeiten mitteilen, dass sie zum konkreten Thema „Europäisches Parlament“ ohnehin gar keine Titel aufnehmen wollen, oder, was auch zu befürchten sein könnte, dass sie überseeischen Proposals, die nicht von Harvard, Yale, Princeton, Chicago oder Stanford kommen, kaum eine Chance geben, oder bei ihren Publikationen vor allem das Personal ihrer eigenen academic community fördern wollen, derzeitige finanzielle Engpässe haben etc. Die hier vorgestellten Analyseinstrumente allein liefern der academic community schon sehr wichtige und wirklich praktische Hinweise für Publikationsstrategien, und sie liefern den Fachbibliotheken erste und handfeste Instrumente, mit denen sie ihren Fakultäten rasch beratend zur Seite stehen können, wenn es um akademische Strategieentwicklung geht. Da sind sie, die Bücher, die die Europäer schrieben, und die bei guten englischsprachigen Verlagen tatsächlich ins Programm aufgenommen wurden!
Zeit, gerade am Beginn einer immer unsicherer werdenden akademischen Laufbahn, ist kostbar, und die Auswahl eines guten wissenschaftlichen Verlages für eine Buchpublikation kann strategische Wichtigkeit erlangen – auch im Hinblick auf spätere akademische Karriereentwicklungen, wie Habilitationen, künftige Berufungsverfahren etc.
Aus methodischer[29] und forschungspolitischer Sicht[30] mag man angesichts der allseits präsenten „Rankomania“ zwar an das Dichterwort aus William Shakespeares Hamlet „Ist dies schon Wahnsinn, so hat es doch Methode“[31] erinnert sein, doch hilft eine solche Kritik an den allseits vorhandenen Rankingsystemen nicht einem Doktoranden oder einer Doktorandin ohne abgesicherten langfristigen Dienstvertrag, eine die künftige akademische Karriereentwicklung förderliche strategische Entscheidung über einen Buchpublikationsvertrag für die eben abgeschlossene und mit so vielen Mühen verbundene akademische Arbeit zu treffen.
6 Hintergrund
Wissenschaftliche Bibliotheken stehen heute somit immer mehr vor der Herausforderung, für ihre Forschungseinrichtungen systematische Auswertungen der Trends auf dem internationalen Wissenschaftsmarkt zu liefern.[32] In der Literatur wird hier immer wieder insbesondere das Beispiel Australien genannt,[33] wo heute die bibliothekswissenschaftliche Auswertung des Impacts von Büchern an Hand von Daten über deren globale Verbreitung am weitesten fortgeschritten ist.[34] Keine Frage: Daten aus dem OCLC Worldcat spielen dabei eine entscheidende Rolle.[35]
In der Tabelle 1 rekurrieren wir auf rezent publizierte Daten, basierend auf OCLC First Search[36] und unterwerfen diese Daten einem Ranking, das der „Libcitation“-Literatur entspricht – welcher Verlag schaffte es in den letzten 5 Jahren, einen möglichst hohen Prozentsatz seiner Produktion an jeweils mehr als 500 wissenschaftliche Bibliotheken der Welt zu platzieren? Das wollen doch unsere Wissenschaftler? Oder genügt es ihnen, von Hamburg bis Bozen, von Luxemburg bis Frankfurt an der Oder gelesen zu werden – und damit „basta“? Gibt es ein Publikum nicht nur in London und New York, sondern vielleicht auch in den wirtschaftlich aufstrebenden Staaten der Pazifikregion, im Nahen Osten, in den neuen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union? In den BRICS-Staaten?[37] Welches globale Verlagsunternehmen hat heute die höchste globale Libcitation? Gereiht wurden jene Verlagsunternehmen, deren Auswahl bereits an anderer Stelle ausführlich beschrieben wurde und über die bereits sehr viele internationale Daten vorhanden sind.[38]
Die Welt der transnationalen Verlage, beurteilt nach dem Kriterium der „Libcitation“.
Verlag | Prozent der Titel an mehr als 500 globalen Bibliotheken vorhanden | Prozent der Titel an 50 bis 500 globalen Bibliotheken vorhanden | Prozent der Titel an weniger als 50 globalen Bibliotheken vorhanden |
University of Illinois Press | 8,613 | 16,101 | 75,286 |
Trans Tech Publications | 7,573 | 4,517 | 87,910 |
University of North Carolina Press | 5,978 | 19,845 | 74,177 |
Nova Science Publishers | 5,898 | 6,914 | 87,188 |
University of Washington Press | 5,590 | 16,041 | 78,369 |
Johns Hopkins University Press | 5,396 | 15,954 | 78,650 |
John Benjamins | 5,395 | 6,384 | 88,221 |
ASM Press | 4,865 | 9,369 | 85,766 |
Anthem Press | 4,850 | 9,250 | 85,900 |
University of California Press | 4,832 | 14,831 | 80,338 |
IOS Press | 4,803 | 4,679 | 90,518 |
Island Press | 4,159 | 8,087 | 87,754 |
Rodopi | 4,102 | 7,968 | 87,930 |
University of New Mexico Press | 3,876 | 25,969 | 70,155 |
Princeton University Press | 3,720 | 10,147 | 86,132 |
Edinburgh University Press | 3,250 | 12,290 | 84,460 |
MIT Press | 3,209 | 11,593 | 85,198 |
World Scientific and Engineering | 2,862 | 3,350 | 93,788 |
Wilfrid Laurier University Press | 2,520 | 19,262 | 78,218 |
Brill | 2,282 | 6,158 | 91,560 |
Yale University Press | 2,233 | 16,555 | 81,212 |
Royal Society of Chemistry | 1,803 | 2,980 | 95,217 |
IWA Publishing | 1,537 | 7,797 | 90,666 |
University of Pennsylvania Press | 0,836 | 17,469 | 81,695 |
De Gruyter | 0,817 | 3,565 | 95,618 |
Channel View Publications | 0,739 | 9,483 | 89,778 |
Woodhead Publishing | 0,714 | 14,105 | 85,181 |
University of Chicago Press | 0,682 | 20,663 | 78,655 |
Wiley-Blackwell | 0,390 | 7,241 | 92,369 |
Kluwer Academic Publishers | 0,344 | 2,940 | 96,716 |
Oxford University Press | 0,279 | 10,687 | 89,035 |
Duke University Press | 0,099 | 20,473 | 79,429 |
Elsevier | 0,096 | 4,310 | 95,594 |
Routledge | 0,077 | 6,120 | 93,803 |
Springer | 0,074 | 7,754 | 92,172 |
Equinox | 0,073 | 10,168 | 89,759 |
Palgrave Macmillan | 0,072 | 14,052 | 85,876 |
Cambridge University Press | 0,034 | 9,173 | 90,793 |
IEEE | 0,012 | 14,651 | 85,336 |
CRC Press | 0,008 | 9,912 | 90,080 |
Edward Elgar | 0,005 | 6,204 | 93,791 |
Transaction Publishing | 0,000 | 12,701 | 87,299 |
Earthscan Publications Ltd. | 0,000 | 9,278 | 90,722 |
CABI | 0,000 | 5,600 | 94,400 |
World Bank | 0,000 | 5,224 | 94,776 |
(UCB) University of British Columbia Press | 0,000 | 3,788 | 96,212 |
Praxis Publishing Ltd. | 0,000 | 3,694 | 96,306 |
Karger | 0,000 | 3,678 | 96,322 |
Resources for the Future | 0,000 | 2,500 | 97,500 |
WIT Press | 0,000 | 0,921 | 99,079 |
Ateneo de Manila University | 0,000 | 0,826 | 99,174 |
Universidad Nacional Autonoma de Mexico | 0,000 | 0,669 | 99,331 |
L’Harmattan | 0,000 | 0,275 | 99,725 |
Wageningen Academic | 0,000 | 0,160 | 99,840 |
Catena Verlag | 0,000 | 0,000 | 100,000 |
Nottingham University Press | 0,000 | 0,000 | 100,000 |
Studium Press | 0,000 | 0,000 | 100,000 |
Ein Erfolgsgeheimnis der hier bestgereihten Verlage scheint zu sein, dass sie intensiv mit der auch in Entwicklungsländern weit verbreiteten Datenbank EBSCO HOST zusammenarbeiten.[39]
Abbildungen 2 und 3 liefern uns einen Screenshot der verwendeten Suchprofile in unseren dänischen und niederländischen Forschungsdatenbanken. Wir verwendeten jeweils folgende Einschränkungen:
Einschränkungen auf englischsprachige Titel
Einschränkungen auf Bücher
Publikationszeitraum 2001–2020/2021

Das verwendete Suchprofil in der dänischen Forschungsdatenbank.
Hier nun der gleiche Vorgang für die Groningen-Datenbank:

Das verwendete Suchprofil in der Groningen-Datenbank.
7 Erste Ergebnisse von Vergleichen über das Publikationsverhalten in Dänemark und den Niederlanden
Die dänische Datenbank zeigt uns die 11.586 englischsprachigen Buchpublikationen der erfassten dänischen Universitäten und Forschungszentren im Zeitraum 2001–2021.
Die Tabellen 2 und 3 informieren nun über die Publikations-Präferenzen der dänischen und niederländischen academic communities, geordnet nach den wissenschaftlichen Verlagen, über die wir auch sonstige multivariate Daten zur Verfügung haben. Der Anteil dieser Verlage an der dänischen Gesamtproduktion von englischsprachigen Büchern im Referenzzeitraum beträgt 30,2 %, und in Groningen 36,4 %.
Weltweit gesehen haben die hier analysierten akademischen Verlage im Vergleichszeitraum nach OCLC Worldcat 1.7 Millionen englischsprachige Buchtitel publiziert (1.735.829), was bei einer äquivalenten Weltproduktion im gleichen Referenzzeitraum von ca. 26 Millionen englischsprachigen Büchern (25.701.404) einem Anteil von 6,75 % an der gesamten Weltproduktion entspricht. In den akademischen Disziplinen liegt der Anteil dieser Verlage noch viel höher.[40]
Die englischsprachigen Buchpublikationen der dänischen Scientific Community, 2001–2021[41].
Verlag, 2001–2021 | Anzahl der englischsprachigen Buchtitel im OCLC | Anzahl der englischsprachigen Buchtitel von Autorinnen und Autoren in Dänemark |
Springer | 340.814 | 766 |
Routledge | 197.847 | 709 |
Palgrave Macmillan | 71.613 | 358 |
Oxford University Press | 151.378 | 246 |
Cambridge University Press | 105.165 | 203 |
Edward Elgar | 13.043 | 161 |
Brill | 39.137 | 158 |
Kluwer Academic Publishers | 34.023 | 122 |
Elsevier | 141.248 | 97 |
De Gruyter | 53.771 | 95 |
IEEE | 167.640 | 87 |
CRC Press | 56.852 | 62 |
Wiley-Blackwell | 26.126 | 61 |
MIT Press | 9.361 | 50 |
John Benjamins | 21.514 | 44 |
Princeton University Press | 20.245 | 30 |
IOS Press | 5.793 | 26 |
CABI | 3.624 | 20 |
IWA Publishing | 2.903 | 20 |
Equinox | 2.310 | 18 |
Edinburgh University Press | 7.501 | 14 |
Rodopi | 5.050 | 13 |
Duke University Press | 8.371 | 12 |
University of Chicago Press | 11.631 | 11 |
Anthem Press | 2.153 | 10 |
Earthscan Publications Ltd. | 3.383 | 10 |
Johns Hopkins University Press | 5.932 | 10 |
Nova Science Publishers | 21.894 | 10 |
Transaction Publishers | 3.925 | 10 |
Woodhead Publishing | 3.076 | 10 |
Wageningen Academic | 5.054 | 9 |
Royal Society of Chemistry | 4.568 | 7 |
University of California Press | 9.611 | 7 |
Karger | 8.043 | 5 |
World Bank | 45.470 | 5 |
University of Pennsylvania Press | 6.416 | 4 |
WIT Press | 1.514 | 3 |
L’Harmattan | 28.258 | 2 |
University of Washington Press | 2.457 | 2 |
Yale University Press | 13.560 | 2 |
ASM Press | 798 | 1 |
Channel View Publications | 5.278 | 1 |
University of Illinois Press | 5.988 | 1 |
University of New Mexico Press | 1.605 | 1 |
University of North Carolina Press | 6.104 | 1 |
Wilfrid Laurier University Press | 1.414 | 1 |
So hat also Dänemarks Forschungswelt die hier untersuchten Verlage unseres Globus gereiht. Die Groningen-Datenbank gibt neben ihren vielen anderen Aspekten ebenso einen Einblick in die 1.214 englischsprachigen Buchpublikationen der Universität im Zeitraum 2001–2020. Auch dort stimmte die academic community mit dem Laptop oder Tablet in der Hand über die Verlage der Welt ab:
Die englischsprachigen Buchpublikationen der Groningen Scientific Community, 2001–2020.
Verlag, 2001–2021 | Anzahl der englischsprachigen Buchtitel von Autorinnen und Autoren der Universität Groningen |
Springer | 79 |
Brill | 70 |
Routledge | 67 |
Cambridge University Press | 38 |
Oxford University Press | 34 |
Edward Elgar | 31 |
Palgrave Macmillan | 21 |
John Benjamins | 18 |
Kluwer Academic Publishers | 15 |
De Gruyter | 10 |
Elsevier | 8 |
MIT Press | 8 |
Rodopi | 8 |
Edinburgh University Press | 6 |
Yale University Press | 4 |
CRC Press | 3 |
Equinox | 3 |
IOS Press | 3 |
Nova Science Publishers | 3 |
IEEE | 2 |
Johns Hopkins University Press | 2 |
World Bank | 2 |
Earthscan Publications Ltd. | 1 |
Princeton University Press | 1 |
Resources for the Future | 1 |
University of California Press | 1 |
University of Chicago Press | 1 |
University of North Carolina Press | 1 |
Wiley-Blackwell | 1 |
Nun zeigen wir bereits einen der vielen konkreten Nutzen der beiden vorgestellten Datenbanken für die Beantwortung der möglichen Fragen der academic community an die Bibliotheksdienste des 21. Jahrhunderts – wo können EuropäerInnen realistisch gesehen ein wissenschaftliches Buchmanuskript gut publizieren? Wir testeten die Datenbanken z. B. nach dem sozialwissenschaftlichen Begriff „globalization“, aber jeder andere Begriff aller wissenschaftlichen Disziplinen könnte ihn ersetzen. Die dänische Datenbank liefert nicht weniger als 883 englischsprachige Buchtitel im Zeitraum 2001–2021 und entsprechend vielfältige Hinweise auf hervorragende wissenschaftliche Verlage, die zum Thema globalization gut und verlässlich publizieren. Die niederländische Datenbank würde uns z. B. raten, ein Publikationsprojekt zu globalization bei den Verlagen
Edward Elgar Publishing
Intersentia (Antwerpen)
John Benjamins Publishers
Kluwer Law International
Rodopi
Routledge
zu versuchen.
8 Methoden für die multivariate Analyse
Die hier dargestellten Ergebnisse wären für den Bibliotheksdienst und die Rektorate des 21. Jahrhunderts schon wichtig genug. Die Analyse, insbesondere basierend auf Daten des OCLC Worldcat, kann aber noch viel mehr. In unserer multivariaten Analyse der Daten aus der dänischen und niederländischen Forschungsdatenbank haben wir uns eine Strategie zurechtgelegt, die nun die in den Tabellen 2 und 3 dargelegten Daten wie folgt weiterverwendet. Auf der jeweiligen x-Achse unserer Abbildungen 4 und 5 findet sich die Anzahl der global publizierten englischsprachigen Titel eines Verlags im Zeitraum der letzten beiden Dekaden, eruiert nach der Open Access-Version des OCLC Worldcat, wie sie heute vom kanadischen und neuseeländischen Bibliotheksverbund abrufbar ist.[42] Auf der y-Achse sehen wir jeweils die Publikationen der dänischen und niederländischen academic community bei diesen Verlagen. Wozu? Solch eine Analyse der Residuen einer bivariaten Regression zwischen zwei Variablen ist eine in der Statistik beliebte Technik, um ein gewisses beobachtbares Verhalten oder einen Trend einfach und sehr hinreichend darzustellen.[43] Die „Residuen“, also die Abweichungen von der gezeichneten Geraden nach oben oder unten sind ein starker Indikator dafür, wie in Dänemark oder den Niederlanden im Vergleich mit den internationalen Entwicklungen Publikationsentscheidungen konkret getroffen wurden.

Verlagspräferenzen in Dänemark: Weichen dänische englischsprachige Buchpublikationen im Zeitraum 2001–2021 vom globalen Trend ab?

Verlagspräferenzen in den Niederlanden: Weichen englischsprachige Buchpublikationen in Groningen im Zeitraum 2001–2020 vom globalen Trend ab?
In der Tabelle 4 sind nun die Ergebnisse dieses Vergleichs angeführt. Die dänische academic community hat über die globalen Entwicklungen hinaus eine besonders starke Präferenz für die Verlagsunternehmen Routledge, Palgrave Macmillan, Edward Elgar, Brill und Kluwer Academic Publishers. Sie schreibt über den globalen Trend hinaus besonders selten für IEEE, Elsevier, World Bank, Island Press und Oxford University Press. In Groningen ist es – verglichen mit dem weltweiten Trend – besonders populär, bei Brill, Edward Elgar, Routledge, Cambridge University Press und John Benjamins zu publizieren. Die academic community in Groningen schreibt im internationalen Vergleich über den globalen Trend hinaus besonders selten für IEEE, Elsevier, CRC Press, World Bank und Island Press.
Was sind nun aber die objektiven Gründe für dieses vom internationalen Trend abweichende Publikationsverhalten? Die obigen Ergebnisse wurden nun in einer multivariaten Analyse mit zwei bisherigen Datensätzen verglichen, die für die Zwecke der vorliegenden Analyse in einen einzigen Variablensatz integriert wurden. Erstens die in der Zeitschrift „Bibliotheksdienst“ 2017 vorgestellten Ergebnisse des Autors.[44] Und zweitens die Daten aus unserer rezenten Studie im „Journal of Globalization Studies“.[45] In den beiden genannten Publikationen sind auch die jeweiligen Quellen und die Originaldaten nachzulesen. Der Übersicht halber haben wir in Tabelle 5 unsere Variablenliste zusammengefasst:
Die verwendete statistische Methode für die multivariate Analyse war die der sogenannten Promax-Faktorenanalyse.[46] Dieses analytische Verfahren der multivariaten Statistik erlaubt einerseits, eine große Menge von Variablen auf die zu Grunde liegenden Dimensionen zu reduzieren, und zweitens – im Unterschied zu den meisten anderen Verfahren der Faktorenanalyse – auch die Korrelationen zwischen diesen Dimensionen zu berechnen. Wir führen aber auch aus, dass andere mögliche statistische Verfahren mit Sicherheit zu ähnlichen Ergebnissen geführt hätten.
Das dänische und niederländische Publikationsverhalten im Vergleich mit dem globalen Publikationsverhalten nach OCLC Worldcat (englischsprachige Bücher im Zeitraum an 2001).
Verlag | Globale Titel | Bücher von dänischen Autorinnen und Autoren | Bücher von Autorinnen und Autoren in Groningen | Lineare Vorhersage, Dänemark | Lineare Vorhersage, Groningen | Abweichung vom Trend = Präferenzmuster – Dänemark | Abweichung vom Trend = Präferenzmuster – Groningen |
(UCB) University of British Columbia Press | 3.396 | 0 | 0 | 4,3002 | 1,9622 | -4,3002 | -1,9622 |
Anthem Press | 2.153 | 10 | 0 | 1,6809 | 1,6961 | 8,3191 | -1,6961 |
ASM Press | 798 | 1 | 0 | -1,1744 | 1,4060 | 2,1744 | -1,4060 |
Ateneo de Manila University | 652 | 0 | 0 | -1,4820 | 1,3748 | 1,4820 | -1,3748 |
Brill | 39.137 | 158 | 70 | 79,6147 | 9,6134 | 78,3853 | 60,3866 |
CABI | 3.624 | 20 | 0 | 4,7807 | 2,0110 | 15,2193 | -2,0110 |
Cambridge University Press | 105.165 | 203 | 38 | 218,7508 | 23,7482 | -15,7508 | 14,2518 |
Catena Verlag | 628 | 0 | 0 | -1,5326 | 1,3696 | 1,5326 | -1,3696 |
Channel View Publications | 5.278 | 1 | 0 | 8,2660 | 2,3651 | -7,2660 | -2,3651 |
CRC Press | 56.852 | 62 | 3 | 116,9442 | 13,4057 | -54,9442 | -10,4057 |
De Gruyter | 53.771 | 95 | 10 | 110,4519 | 12,7461 | -15,4519 | -2,7461 |
Duke University Press | 8.371 | 12 | 0 | 14,7837 | 3,0272 | -2,7837 | -3,0272 |
Earthscan Publications Ltd. | 3.383 | 10 | 1 | 4,2728 | 1,9594 | 5,7272 | -0,9594 |
Edinburgh University Press | 7.501 | 14 | 6 | 12,9504 | 2,8409 | 1,0496 | 3,1591 |
Edward Elgar | 13.043 | 161 | 31 | 24,6286 | 4,0273 | 136,3714 | 26,9727 |
Elsevier | 141.248 | 97 | 8 | 294,7859 | 31,4726 | -197,7859 | -23,4726 |
Equinox | 2.310 | 18 | 3 | 2,0118 | 1,7297 | 15,9882 | 1,2703 |
IEEE | 167.640 | 87 | 2 | 350,3999 | 37,1224 | -263,3999 | -35,1224 |
IOS Press | 5.793 | 26 | 3 | 9,3512 | 2,4753 | 16,6488 | 0,5247 |
Island Press | 35.521 | 0 | 0 | 71,9949 | 8,8393 | -71,9949 | -8,8393 |
IWA Publishing | 2.903 | 20 | 0 | 3,2613 | 1,8566 | 16,7387 | -1,8566 |
John Benjamins | 21.514 | 44 | 18 | 42,4790 | 5,8408 | 1,5210 | 12,1592 |
Johns Hopkins University Press | 5.932 | 10 | 2 | 9,6441 | 2,5051 | 0,3559 | -0,5051 |
Karger | 8.043 | 5 | 0 | 14,0925 | 2,9570 | -9,0925 | -2,9570 |
Kluwer Academic Publishers | 34.023 | 122 | 15 | 68,8383 | 8,5186 | 53,1617 | 6,4814 |
L’Harmattan | 28.258 | 2 | 0 | 56,6901 | 7,2845 | -54,6901 | -7,2845 |
MIT Press | 9.361 | 50 | 8 | 16,8698 | 3,2391 | 33,1302 | 4,7609 |
Nottingham University Press | 689 | 0 | 0 | -1,4041 | 1,3827 | 1,4041 | -1,3827 |
Nova Science Publishers | 21.894 | 10 | 3 | 43,2797 | 5,9221 | -33,2797 | -2,9221 |
Oxford University Press | 151.378 | 246 | 34 | 316,1321 | 33,6412 | -70,1321 | 0,3588 |
Palgrave Macmillan | 71.613 | 358 | 21 | 148,0490 | 16,5656 | 209,9510 | 4,4344 |
Praxis Publishing Ltd. | 3.239 | 0 | 0 | 3,9694 | 1,9286 | -3,9694 | -1,9286 |
Princeton University Press | 20.245 | 30 | 1 | 39,8049 | 5,5691 | -9,8049 | -4,5691 |
Resources for the Future | 947 | 0 | 1 | -0,8604 | 1,4379 | 0,8604 | -0,4379 |
Rodopi | 5.050 | 13 | 8 | 7,7856 | 2,3162 | 5,2144 | 5,6838 |
Routledge | 197.847 | 709 | 67 | 414,0529 | 43,5890 | 294,9471 | 23,4110 |
Royal Society of Chemistry | 4.568 | 7 | 0 | 6,7699 | 2,2131 | 0,2301 | -2,2131 |
Springer | 340.814 | 766 | 79 | 715,3171 | 74,1944 | 50,6829 | 4,8056 |
Studium Press | 339 | 0 | 0 | -2,1416 | 1,3077 | 2,1416 | -1,3077 |
Trans Tech Publications | 5.647 | 0 | 0 | 9,0436 | 2,4441 | -9,0436 | -2,4441 |
Transaction Publishers | 3.925 | 10 | 0 | 5,4149 | 2,0754 | 4,5851 | -2,0754 |
Universidad Nacional Autonoma de Mexico | 1.105 | 0 | 0 | -0,5275 | 1,4717 | 0,5275 | -1,4717 |
University of California Press | 9.611 | 7 | 1 | 17,3966 | 3,2926 | -10,3966 | -2,2926 |
University of Chicago Press | 11.631 | 11 | 1 | 21,6532 | 3,7251 | -10,6532 | -2,7251 |
University of Illinois Press | 5.988 | 1 | 0 | 9,7621 | 2,5171 | -8,7621 | -2,5171 |
University of New Mexico Press | 1.605 | 1 | 0 | 0,5262 | 1,5788 | 0,4738 | -1,5788 |
University of North Carolina Press | 6.104 | 1 | 1 | 10,0066 | 2,5419 | -9,0066 | -1,5419 |
University of Pennsylvania Press | 6.416 | 4 | 0 | 10,6640 | 2,6087 | -6,6640 | -2,6087 |
University of Washington Press | 2.457 | 2 | 0 | 2,3215 | 1,7612 | -0,3215 | -1,7612 |
Wageningen Academic | 5.054 | 9 | 0 | 7,7940 | 2,3171 | 1,2060 | -2,3171 |
Wiley-Blackwell | 26.126 | 61 | 1 | 52,1975 | 6,8281 | 8,8025 | -5,8281 |
Wilfrid Laurier University Press | 1.414 | 1 | 0 | 0,1237 | 1,5379 | 0,8763 | -1,5379 |
WIT Press | 1.514 | 3 | 0 | 0,3344 | 1,5593 | 2,6656 | -1,5593 |
Woodhead Publishing | 3.076 | 10 | 0 | 3,6259 | 1,8937 | 6,3741 | -1,8937 |
World Bank | 45.470 | 5 | 2 | 92,9597 | 10,9691 | -87,9597 | -8,9691 |
World Scientific and Engineering | 205 | 0 | 0 | -2,4240 | 1,2791 | 2,4240 | -1,2791 |
Yale University Press | 13.560 | 2 | 4 | 25,7181 | 4,1380 | -23,7181 | -0,1380 |
Die Variablen der Untersuchung.
Bezeichnung des Indikators auf Englisch | Erläuterung |
Percentage of titles with a circulation of less than 50 | Prozent der letztens produzierten Titel mit einer Verbreitungsrate von unter 50 Bibliotheken |
Percentage of titles with a circulation of more than 500 | Prozent der letztens produzierten Titel mit einer Verbreitungsrate von über 500 Bibliotheken |
Average citations – books and book chapters | Durchschnittliche Zitierungen pro Buch im Book Citation Index |
Average citations – books in the Clarivate Analytics (formerly Thomson-Reuters) book citation index | Anzahl der Zitierungen von Büchern im Book Citation Index |
Book (last 5 years) with the 50th highest global library circulation rate | Buch des Verlags mit der 50zig besten globalen Bibliotheks-Zirkulationsrate laut OCLC |
Book (last 5 years) with the highest global library circulation rate | Buch des Verlags mit der höchsten globalen Bibliotheks-Zirkulationsrate laut OCLC |
Continuity of performance – top 50 books (last 5 years) | Kontinuität der Spitzenleistung – vom besten zum 50zig bestplatzierten Buch |
Harvard HOLLIS ratio of books checked out per total holdings (books only) | Rate der Entlehnungen der Bücher des Verlags in Harvard (Indikator war nur mit der alten Version des HOLLIS-Katalogs möglich zu berechnen) |
Items in ECLAS catalogue Brussels | Präsenz der Werke des Verlags in der EU-Kommissionsbibliothek ECLAS |
Items in the IndCat (India) Union catalog | Anzahl der Werke im indischen Unionskatalog als Indikator der Reichweite in die Bibliotheken der Entwicklungsländer |
Items in World Bank / IMF JOLIS library catalogue Washington (books only) | Präsenz der Werke des Verlags in der Bibliothek der Weltbank und des IMF JOLIS |
Japanese NACSIS 200th library outreach (books only) | 200. beste Bibliotheksreichweite eines Buches des Verlags im japanischen Bibliothekswesen |
Japanese NACSIS top library outreach (books only) | Größte Bibliotheksreichweite eines Buches des Verlags im japanischen Bibliothekswesen |
Number of books | Anzahl der letztens publizierten Bücher lt. OCLC Worldcat 2019 |
Number of references about the company in books – Questia | Nennungen des Verlags in den vom Informationssystem Questia erfassten Büchern |
Number of references about the company in magazines – Questia | Nennungen des Verlags in den vom Informationssystem Questia erfassten Magazinen wie Time, Newsweek etc. |
Number of references about the company in newspapers – Questia | Nennungen des Verlags in den vom Informationssystem Questia erfassten Zeitungen |
Number of references about the company in scholarly journals – Questia | Nennungen des Verlags in den vom Informationssystem Questia erfassten Zeitschriften |
Residual DK | Überdurchschnittliche Präferenz der dänischen Forschungscommunity für diesen Verlag |
Residual NL | Überdurchschnittliche Präferenz der niederländischen Forschungscommunity für diesen Verlag |
Sense Quality Indicator for multivariate analysis | Niederländisches Konsortium SENSE – Indikator der Verlagsqualität |
Swedish LIBRIS 50th library outreach | 50. beste Bibliotheksreichweite eines Buches des Verlags im schwedischen Bibliothekswesen |
Swedish LIBRIS top library outreach | Größte Bibliotheksreichweite eines Buches des Verlags im schwedischen Bibliothekswesen |
Wikipedia monthly downloads, English, last year | Monatliche Abrufe des englischsprachigen Artikels über den Verlag auf Wikipedia als globaler Popularitätsindikator |
9 Ergebnisse
Tabelle 6 zeigt uns zunächst an, wie die in der Tabelle 7 dargestellten Faktoren (für die Spezialisten der Hinweis: Das sind die auf Grund der Koeffizienten [Faktorenladungen] in der sogenannten Strukturmatrix benannten Messgrößen, die die zu Grunde liegende Korrelationsmatrix optimal wiedergeben), die Gesamtheit (Gesamtvarianz) der Daten der Untersuchung erklären. Unsere Faktorenanalyse expliziert nicht weniger als fast 84 % der Gesamtvarianz. Bekanntlich ist die Varianz ein Streuungsmaß, das die Verteilung von Werten um den Mittelwert kennzeichnet. Sie ist bekanntlich das Quadrat der Standardabweichung. (Berechnet wird die Varianz, indem die Summe der quadrierten Abweichungen aller Messwerte vom arithmetischen Mittel durch die Anzahl der Messwerte dividiert wird).[47]
Die Faktoren werden in deutscher Sprache wie folgt benannt:
international anerkannte Verlagsqualität
hohe globale Bibliotheksreichweite
globaler Meinungsführer
Größe des Verlags und hohe Qualität
DK / NL-Faktor
durchschnittliche Zitate
hohes Ansehen in der globalen Top-Wissenschaftsgemeinschaft
Eigenwerte und erklärte Gesamtvarianz.
Komponente | Anfängliche Eigenwerte | ||
Gesamt | Prozent der Varianz erklärt | Kumulierte Prozent der Varianz erklärt | |
Internationally recognized publisher quality | 8,327 | 34,696 | 34,696 |
High global library outreach | 3,404 | 14,181 | 48,877 |
Global opinion leader | 2,118 | 8,827 | 57,704 |
Size and high quality | 2,012 | 8,382 | 66,086 |
DK / NL factor | 1,658 | 6,908 | 72,994 |
Average citations | 1,524 | 6,352 | 79,346 |
High standing in the global top scholarly community | 1,117 | 4,653 | 83,999 |
Die Leserinnen und Leser dieses Artikels sind nun eingeladen, die Größe der Zusammenhänge der einzelnen Faktoren mit den zu Grunde liegenden Variablen laut Tabelle 7 zu betrachten. Wichtig sind dabei vor allem die in der Tabelle markierten Zusammenhänge von größer oder gleich +-0.500. Die Benennung der Faktoren folgt der „Logik“ dieser Zusammenhänge (Faktorenladungen) und ist, darin ist sich die Methodenliteratur einig, immer im gewissen Maße subjektiv. Weiter unten (Diskussion der Ergebnisse) gehen wir noch einmal auf diese Fragen ein.
Die Strukturmatrix der multivariaten Faktorenanalyse und die Faktorenladungen.
Internationally recognized publisher quality | High global library outreach | Global opinion leader | Size and high quality | DK / NL factor | Average citations | High standing in the global top scholarly community | |
Wikipedia monthly downloads, English, last year | 0,779 | 0,142 | 0,178 | 0,328 | -0,288 | 0,273 | 0,216 |
Book (last 5 years) with the highest global library circulation rate | 0,515 | 0,801 | 0,034 | 0,145 | 0,008 | 0,128 | 0,071 |
Book (last 5 years) with the 50th highest global library circulation rate | 0,453 | 0,901 | 0,141 | 0,323 | 0,060 | 0,210 | 0,344 |
Continuity of performance – top 50 books (last 5 years) | 0,342 | 0,725 | 0,370 | 0,394 | 0,098 | 0,173 | 0,515 |
Average citations – books and book chapters | 0,236 | -0,025 | 0,201 | 0,158 | -0,004 | 0,913 | 0,291 |
Sense Quality Indicator for multivariate analysis | 0,720 | 0,407 | 0,081 | 0,110 | 0,004 | 0,037 | 0,160 |
Harvard HOLLIS ratio of books checked out per total holdings (books only) | 0,086 | 0,003 | -0,050 | 0,006 | -0,048 | 0,185 | 0,878 |
Average citations – books in the Clarivate Analytics (formerly Thomson-Reuters) book citation index | 0,402 | 0,148 | 0,295 | 0,184 | 0,015 | 0,909 | 0,161 |
Japanese NACSIS top library outreach (books only) | 0,836 | 0,304 | 0,321 | 0,409 | -0,032 | 0,390 | 0,577 |
Japanese NACSIS 200th library outreach (books only) | 0,936 | 0,321 | 0,369 | 0,546 | 0,185 | 0,409 | 0,189 |
Swedish LIBRIS top library outreach | 0,803 | 0,354 | 0,376 | 0,440 | 0,208 | 0,264 | 0,327 |
Swedish LIBRIS 50th library outreach | 0,714 | 0,635 | 0,365 | 0,522 | 0,101 | 0,140 | 0,118 |
Number of references about the company in books – Questia | 0,883 | 0,379 | 0,322 | 0,168 | 0,209 | 0,318 | -0,026 |
Number of references about the company in scholarly journals –Questia | 0,753 | 0,195 | 0,831 | 0,372 | 0,210 | 0,274 | 0,074 |
Number of references about the company in magazines – Questia | 0,296 | 0,037 | 0,971 | 0,335 | -0,051 | 0,243 | 0,092 |
Number of references about the company in newspapers – Questia | 0,249 | 0,023 | 0,775 | 0,793 | 0,274 | 0,110 | 0,130 |
Items in ECLAS catalogue Brussels | 0,278 | 0,063 | 0,231 | 0,889 | 0,157 | 0,136 | 0,065 |
Items in World Bank / IMF JOLIS library catalogue Washington (books only) | 0,265 | -0,015 | 0,970 | 0,289 | 0,042 | 0,253 | 0,075 |
Items in the IndCat (India) Union catalog | 0,835 | 0,055 | 0,447 | 0,568 | 0,173 | 0,286 | 0,106 |
Percentage of titles with a circulation of more than 500 | -0,088 | 0,759 | -0,160 | -0,250 | 0,028 | -0,106 | -0,204 |
Percentage of titles with a circulation of less than 50 | -0,187 | -0,663 | 0,105 | 0,255 | 0,048 | 0,243 | 0,168 |
Number of books | 0,592 | 0,094 | 0,373 | 0,916 | 0,025 | 0,135 | 0,266 |
Residual DK | -0,003 | -0,013 | -0,024 | 0,103 | 0,915 | -0,005 | -0,038 |
Residual NL | 0,102 | 0,069 | 0,059 | 0,098 | 0,892 | -0,006 | -0,016 |
Tabelle 8 listet ein sehr wichtiges inhaltliches Ergebnis unserer Analyse auf. Die Präferenz der dänischen und niederländischen academic community für einen oder mehrere akademische Verlage ist laut Tabelle 7 tatsächlich ein einziger, beide communities betreffender Faktor. Die nach ihrer Größe geordneten Faktorenladungen zeigen, was für die Präferenz europäischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wie den hier analysierten in Dänemark und in den Niederlanden (Groningen) wirklich wichtig war – das Echo eines Verlages in den großen internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Büchern, die zu erwartende Verbreitung der Bücher auf den akademischen Märkten von Industrienationen und Entwicklungsländern, eine zu erwartende internationale Präsenz auch bei den Entscheidungsträgern der Europäischen Union, während das Echo eines Verlages in den sozialen Netzwerken und alternativen elektronischen Medien wie Wikipedia die Präferenz der hier untersuchten academic communities sogar negativ beeinflusste. Dieses einigermaßen überraschende Ergebnis lässt bibliometrische Verfahren für das Ranking von Verlagsunternehmen, die auf sogenannten „Altmetrics“ beruhen, einigermaßen mit einem Fragezeichen behaftet sehen.[48]
Der Dänemark / Niederlande-Faktor.
Was die Dänen und Niederländer wirklich interessierte | |
References in newspapers | 0,274 |
References in scholarly journals | 0,210 |
References in books | 0,209 |
Swedish top library outreach | 0,208 |
Japanese 200th library outreach | 0,185 |
Items in India catalog | 0,173 |
Items in ECLAS Brussels | 0,157 |
Swedish 50th library outreach | 0,101 |
Wikipedia monthly downloads, English, last year | -0,288 |
Die Faktorenkorrelationen.
Komponente | Internationally recognized publisher quality | High global library outreach | Global opinion leader | Size and high quality | DK / NL factor | Average citations | High standing in the global top scholarly community |
Internationally recognized publisher quality | 1,000 | 0,342 | 0,362 | 0,414 | 0,075 | 0,310 | 0,207 |
High global library outreach | 0,342 | 1,000 | 0,077 | 0,103 | 0,060 | 0,035 | 0,127 |
Global opinion leader | 0,362 | 0,077 | 1,000 | 0,429 | 0,124 | 0,243 | 0,128 |
Size and high quality | 0,414 | 0,103 | 0,429 | 1,000 | 0,146 | 0,196 | 0,288 |
DK / NL factor | 0,075 | 0,060 | 0,124 | 0,146 | 1,000 | 0,017 | -0,052 |
Average citations | 0,310 | 0,035 | 0,243 | 0,196 | 0,017 | 1,000 | 0,253 |
High standing in the global top scholarly community | 0,207 | 0,127 | 0,128 | 0,288 | -0,052 | 0,253 | 1,000 |
Die Korrelationen der Faktoren – vgl. Tabelle 9 – zeigen wiederum sehr deutlich, dass sich die beiden analysierten europäischen Spitzenresearch-Communities in ihren Publikationspräferenzen für einen bestimmten Verlag vor allem durch zwei Dimensionen leiten ließen: Der Verlag muss ein globaler Meinungsführer sein, und die Größe und die Qualität des Verlages sind entscheidend. Dabei spielen, wie Faktorenladungen in der Tabelle 7 darlegen, gar nicht die Durchsetzungsfähigkeit auf allen globalen Märkten eine Rolle, sondern der Verbreitungsgrad der Bücher in hochentwickelten Industrieländern wie Schweden oder Japan und in den (ehemaligen) Commonwealth-Staaten (Indien) sowie die zu erwartende Präsenz bei den Entscheidungsträgern der Europäischen Union.
Article Note
Universitätsdozent Dr. Arno Tausch (Universität Innsbruck und Corvinus University, Budapest) ist Politikwissenschaftler und Ökonom. Teil 2 des Beitrags, beginnend mit der Diskussion der Ergebnisse, wird in einem der kommenden Hefte des Bibliotheksdienstes erscheinen.
© 2020 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston
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- Tagungsberichte
- „Zukunft Bibliothek – Nutzerorientiert!“
- Urheberrecht in der Wissenschaft. Bericht über die 2. Urheberrechtskonferenz an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) am 11.12.2019
- Bibliothek und Gesellschaft
- Bibliotheken und ihr zivilgesellschaftliches Engagement: ein Werkstattbericht aus dem Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz
- Themen
- Die Erkennung unangemessener Inhalte im Internet: KI-Verfahren, Evaluierung und Herausforderungen
- Die Buchpublikationen der „Academic Communities“ in Dänemark und den Niederlanden: Rückschlüsse für globale Publikationsstrategien
- Notizen und Kurzbeiträge
- Freimaurer-Literatur als NS-Raubgut: Bayerische Staatsbibliothek übergibt 203 Bücher
- Veranstaltungen
- Fortbildungsveranstaltungen der Büchereizentrale Niedersachsen und der Beratungsstellen für Öffentliche Bibliotheken Südniedersachsen und Weser-Ems
- Termine
- Termine
Articles in the same Issue
- Frontmatter
- Editorial
- Aus den Verbänden
- E-Book-Kauf und E-Book-Ausleihe: Konkurrenz oder Förderung?
- PISA-Studie 2018: Leseförderung muss höchste Priorität bekommen. Bibliotheken beteiligen sich am Nationalen Lesepakt
- Ausschreibung für die Auszeichnung „Bibliothek des Jahres 2020“ – Innovationen für die digitale Welt sowie für die Auszeichnung „Bibliothek des Jahres in kleinen Kommunen und Regionen“
- Die Arbeitsgemeinschaft der Regionalbibliotheken in der Sektion 4 des dbv – Bericht für die Jahre 2017/2018
- Tagungsberichte
- „Zukunft Bibliothek – Nutzerorientiert!“
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- Bibliothek und Gesellschaft
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- Notizen und Kurzbeiträge
- Freimaurer-Literatur als NS-Raubgut: Bayerische Staatsbibliothek übergibt 203 Bücher
- Veranstaltungen
- Fortbildungsveranstaltungen der Büchereizentrale Niedersachsen und der Beratungsstellen für Öffentliche Bibliotheken Südniedersachsen und Weser-Ems
- Termine
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