Lotse wird zum 31.12.2016 abgeschaltet
Seit knapp 15 Jahren bietet Lotse (http://lotse.sub.uni-hamburg.de/) Tipps zur Literatursuche und zum wissenschaftlichen Arbeiten und wird von verschiedenen Bibliotheken in Deutschland und der Schweiz kooperativ erstellt und gepflegt.
Mit der Einführung der Fachinformationsdienste und dem Auslaufen des Systems der Sondersammelgebiete haben sich die Rahmenbedingungen im Bibliothekswesen und auch für Angebote wie Lotse sehr geändert. Insbesondere die fachliche Betreuung der Inhalte ist in Lotse in den letzten Jahren erheblich schwieriger geworden.
Da auch die finanzielle Situation für den Betrieb von Lotse über das Jahr 2016 hinaus nicht mehr sichergestellt ist, wird die zentrale Lotse-Seite zum 31.12.2016 abgeschaltet.
Die derzeitigen Lotse-Kooperationspartner haben sich entschieden, die Lotse-Inhalte unter eine cc-by-non-commercial-Lizenz (https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/deed.de) zu stellen. Diejenigen Lotse-Partner, die in den letzten Jahren aus der Kooperationspartnerschaft ausgeschieden sind, werden befragt, ob sie sich vorstellen können, ihre Inhalte unter eine solche Lizenz zu stellen. Damit wäre es dann möglich, alle fachlichen und alle fachübergreifenden Inhalte von Lotse in eigene Bibliotheks-Webseiten einzubinden.
Die Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) Münster hat sich zudem entschieden, die fachübergreifenden Inhalte in die eigenen Webseiten zu integrieren, sie dort zu pflegen und weiterzuentwickeln. Diese Inhalte werden also – bis auf eine hoffentlich kurze Unterbrechung wegen des Umzugs – weiterhin online und frei zur Verfügung stehen.
Für die jeweiligen Fachinhalte schließlich wird versucht einschlägige Institutionen zu gewinnen, die ein vollständiges Fach oder Teile eines Fachs auf ihren Webseiten zur Verfügung stellen.
Das Lotse-Moodle (http://lotse.sub.uni-hamburg.de/moodle/) wird ebenfalls Ende 2016 abgeschaltet, die Quizangebote werden als Dateien zur Integration in andere Moodle-Umgebungen zur Verfügung gestellt. Der Lotse-YouTube-Kanal (https://www.youtube.com/user/LotseTeam?feature=watch) hingegen bleibt weiterhin online und wird von der ULB Münster betreut.
Weitere Details im Blog: http://blogs.sub.uni-hamburg.de/lotse/
Lotse-Geschäftsstelle, ULB- Informationskompetenz
Universitäts- und Landesbibliothek Münster Krummer Timpen 3
48143 Münster
Tel.: 0251/83- 25513
Mail: katrin.steiner@uni-muenster.de<mailto:steinerk@uni-muenster.de>
Web: http://lotse.sub.uni-hamburg.de/| http://www.ulb.uni-muenster.de/
Blog: http://blogs.sub.uni-hamburg.de/lotse/
Konsortium zur Verbesserung der Autorenidentifikation in Deutschland im Aufbau
Das Projekt “Open Researcher and Contributor ID” (ORCID DE) der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Technische Informationsbibliothek (TIB) unterzeichnen Memorandum of Understanding zum Aufbau und Betrieb eines ORCID-Konsortiums für wissenschaftliche Einrichtungen in Deutschland.
Die eindeutige Zuordnung von Autorinnen und Autoren zu den von ihnen geschaffenen Werken zählt zu den großen Herausforderungen des Publikationsmanagements in der Wissenschaft. Das DFG-Projekt ORCID DE nimmt sich dieser Herausforderung an und hat die deutschlandweite Förderung der Open Researcher and Contributor ID (ORCID), einer eindeutigen Kennung für Forscherinnen und Forscher, an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zum Ziel.
Das von den Partnerorganisationen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projektes ORCID DE (Deutsche Nationalbibliothek, Helmholtz Open Science Koordinationsbüro am Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ, Universitätsbibliothek Bielefeld) sowie von der Technischen Informationsbibliothek (TIB) in Hannover unterzeichnete „Memorandum of Understanding zum Aufbau und Betrieb eines ORCID-Konsortiums für wissenschaftliche Einrichtungen in Deutschland“ stellt einen weitreichenden Schritt auf dem Weg zur Förderung von ORCID an Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen in Deutschland dar.
Die TIB in Hannover wird die administrative Führung des ORCID Deutschland Konsortiums übernehmen und dabei die ORCID-Mitgliedschaft für wissenschaftliche Einrichtungen in Deutschland administrieren. „Wir freuen uns, gemeinsam mit ORCID DE die Verbreitung von ORCID in Deutschland fördern zu können. Diese Zusammenarbeit ergänzt unsere Aktivitäten im Bereich Forschungsdaten sehr gut. So vergibt die TIB bereits seit 2004 DOI-Namen für Forschungsdaten aus Technik und Naturwissenschaften – und sichert damit die dauerhafte Verfügbarkeit und Referenzierbarkeit von Forschungsdaten“, sagt Uwe Rosemann, Direktor der TIB. Roland Bertelmann vom Helmholtz Open Science Koordinationsbüro, der das Abkommen in seiner Funktion als Hauptantragsteller für die Projektpartner unterzeichnete, betont das Potenzial der wissenschaftlichen Autorenidentifikation: „Dank dem ORCID-Standard können Forschende verlässlich und eindeutig mit ihren Forschungsleistungen wie Publikationen, Forschungsdaten und Software verknüpft werden.“
Die Bildung des Konsortiums für wissenschaftliche Einrichtungen wurde im Rahmen des Projekts „ORCID DE” angestoßen und kann nun durch die Gewinnung der TIB für die administrative Führung des ORCID Deutschland Konsortiums realisiert werden. An einer ORCID-Mitgliedschaft interessierte wissenschaftliche Einrichtungen sind eingeladen, sich dem ORCID Deutschland Konsortium anzuschließen. Hierzu steht interessierten Einrichtungen ein Kontaktformular unter http://www.orcid-de.org/konsortium/zur Verfügung.
Weiterführende Informationen zum DFG-Projekt ORCID DE: http://www.orcid-de.org
Ansprechpartner:
Heinz Pampel für ORCID DE: info@orcid-de.org
Sandra Niemeyer für TIB: sandra.niemeyer@tib.eu
Staatsbibliothek startet virtuelles Ausstellungskonzept
Die Bayerische Staatsbibliothek präsentiert künftig ihre großen Jahresausstellungen bei Google Arts & Culture, einem Kunst- und Kulturangebot im Internet und als App. Die renommierte Kulturinstitution führt damit ihre erfolgreiche Zusammenarbeit mit Google fort. Passend zum Beginn des zweiten Teils der Ausstellungstrilogie „Bilderwelten – Buchmalerei zwischen Mittelalter und Neuzeit“ bietet die Bibliothek ihrem Publikum bereits den Ausstellungsteil „Ewiges und Irdisches“ als virtuelle Ausstellung bei Google Arts & Culture an.
Die Bayerische Staatsbibliothek setzt im Rahmen ihres Ausstellungskonzepts bei den vorgesehenen begleitenden virtuellen Ausstellungen auf den Google-Dienst Arts & Culture. Das Publikum kann die Exponate online in Ruhe besichtigen und erhält Erläuterungen in Schrift und Ton. Einen besonderen Mehrwert für den Besucher bietet die Verlinkung der einzelnen Exponate zu den Digitalen Sammlungen der Bibliothek, in der das Exponat – im Gegensatz zur realen Ausstellung – Seite für Seite am Bildschirm durchblättert werden kann. Google Arts & Culture und damit die virtuelle Ausstellung der Staatsbibliothek, ist auch als App für iOS- und Android-Systeme erhältlich und kann so als Audio-Guide in den Schatzkammern der Bibliothek eingesetzt werden.
Mit dem digitalen Angebot eröffnen sich dem Ausstellungsinteressierten ganz neue Optionen. Ob als Audio-Guide vor Ort, zur Vorbereitung des Besuches oder um im Nachgang das ein oder andere noch einmal Revue passieren zu lassen; mit dem Auftritt bei Google Arts & Culture ist das nun ansprechend gestaltet, einfach und kostenlos möglich.
Dr. Klaus Ceynowa, Generaldirektor: „Die Ausweitung unserer großen und vielbesuchten Jahresausstellungen in den virtuellen Raum hinein maximiert ihre Sichtbarkeit, letztlich in einem globalen Maßstab. Wir freuen uns, als eine der ersten deutschen Kulturinstitutionen hierfür mit Google Arts & Culture zu kooperieren.“
Die Bayerische Staatsbibliothek arbeitet bereits seit 2007 mit Google zusammen. Im Rahmen einer Private-Public-Partnership digitalisierte Google weite Teile des urheberrechtsfreien Bestands an Druckwerken der Bibliothek.
Ansprechpartner:
Peter Schnitzlein
Bayerische Staatsbibliothek
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Ludwigstr. 16, 80539 München
Tel.: 089/28 638-2429
presse@bsb-muenchen.de
Neu im Katalog der Bayerischen Staatsbibliothek: 440.000 Titel des 19. Jahrhunderts im Volltext durchsuchbar
Deutschlandweit einzigartiges Angebot freigeschaltet
Der Ertrag aus dem langjährigen Digitalisierungsprojekt der Bayerischen Staatsbibliothek mit Google ist jetzt auch für Nutzer in der Recherche im Bibliothekskatalog (OPACplus) angekommen. Über eine zuschaltbare Funktion können über 440.000 urheberrechtsfreie Titel aus dem Bestand der Bayerischen Staatsbibliothek auch im Volltext durchsucht und zur Lektüre angezeigt werden. Es handelt sich um Bücher und Zeitschriften aus dem 19. Jahrhundert.
Die neue Funktion lässt sich sowohl auf der Such- als auch auf der Ergebnisseite einer Katalogrecherche bequem durch Aktivierung einer Checkbox zuschalten. Der Ergebnisraum erweitert sich dann dynamisch um Titel, die im zugehörigen Volltext den gesuchten Begriff oder die gesuchte Phrase enthalten. Die Ergebnisliste liefert dazu einen Textausschnitt mit Fundstellen. In der Vollanzeige des Titels finden sich dann zusätzliche Hinweise zu weiteren Fundstellen im digitalen Text.
Für die Navigation in den Fundstellen, die Textrecherche und das Lesen der Digitalisate sowie der Volltexte steht ein integrierter, komfortabler Viewer sowie eine Download-Funktion für die nicht kommerzielle Nachnutzung zur Verfügung.
Das Angebot umfasst aktuell die Erträge des Digitalisierungsprojektes für das 19. Jahrhundert. Es ist geplant, den neuen Service schrittweise um hunderttausende Titel des 17. und 18. Jahrhunderts auszuweiten, Bereits jetzt ist die neue Volltextrecherche mit 440.000 Titeln – dies entspricht 132 Millionen indexierten Textseiten – ein in Deutschland einmaliges Angebot.
https://opacplus.bsb-muenchen.de
Ansprechpartner:
Dr. Klaus Ceynowa
Generaldirektor
Bayerische Staatsbibliothek
Ludwigstr. 16, 80539 München
Tel. +49-89-28638-2206
direktion@bsb-muenchen.de
Peter Schnitzlein
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. +49-89-28638-2429
presse@bsb-muenchen.de
Bayerische Staatsbibliothek engagiert sich bei internationalen Projekten zum Nachweis von musikalischen und musikikonographischen Quellen
Im ersten Halbjahr 2016 hat die Bayerische Staatsbibliothek zwei Kooperationsverträge unterzeichnet, durch die sie ihr Engagement bei den beiden internationalen Projekten RISM und RIdIM weiter ausbaut. RISM steht für „Répertoire International des Sources Musicales“ und bezeichnet ein internationales Vorhaben zur Erschließung von musikalischen Quellen wie Musikhandschriften und Musikdrucke, siehe www.rism.info. Im RIdIM-Projekt (Répertoire International d’Iconographie Musicale) geht es um die Erschließung von Musik- und Tanzdarstellungen im Bereich der bildenden Kunst und des Kunsthandwerks. Die Bayerische Staatsbibliothek liefert somit für RISM und RIdIM einen wichtigen Beitrag bei der Erstellung, langfristigen Bereitstellung und Sicherung von internationalen musikwissenschaftlichen Forschungsdaten.
Im RISM-Vertrag, der zwischen dem Verein Internationales Quellenlexikon der Musik e. V., der Staatsbibliothek zu Berlin und der Bayerischen Staatsbibliothek abgeschlossen wurde, verpflichtet sich die Staatsbibliothek zu Berlin, das Hosting des neuen RISM-Erschließungssystems Muscat zu übernehmen. Muscat wird Ende 2016 das bisherige Erschließungssystem Kallisto ablösen, das auch schon in Berlin gehostet wird. Die Bayerische Staatsbibliothek hat sich dazu verpflichtet, das Präsentationssystem für die RISM-Daten (RISM-OPAC) weiterhin zu hosten und auch weiter zu entwickeln. Der RISM-OPAC (http://opac.rism.info) wurde 2008 in einem gemeinsamen Projekt zwischen RISM, der Staatsbibliothek zu Berlin und der Bayerischen Staatsbibliothek konzipiert. Die Implementierung und das Hosting des RISM-OPAC liegt in den Händen der Bayerischen Staatsbibliothek, die hierfür sowohl eigene als auch Drittmittel aus den Projekten „Virtuelle Fachbibliothek Musikwissenschaft“ und „Fachinformationsdienst Musikwissenschaft“ eingesetzt hat und weiterhin einsetzen wird. Derzeit bietet der RISM-OPAC die Suche in und den Zugriff auf ca. 1,05 Mio Datensätze, die Musikhandschriften und Notendrucke beschreiben, mit einem jährlichen Zuwachs von ca. 25.000 Datensätzen. Alle Datensätze des RISM-OPAC werden als Linked Open Data im RDF-Format und als Open Data im MARC-XML-Format bereitgestellt.
Der zwischen der Association RIdIM, der RISM-Arbeitsgruppe Deutschland und der Bayerischen Staatsbibliothek abgeschlossene RIdIM-Vertrag regelt die regelmäßige Weitergabe der deutschen RIdIM-Daten an die internationale RIdIM-Datenbank (http://db.ridim.org/). Die an der Bayerischen Staatsbibliothek angesiedelte und von der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften in Mainz geförderte deutsche RIdIM-Arbeitsstelle erschließt seit 1979 musikikonographische Quellen, die seit 2007 in einer online bereitgestellten Datenbank recherchierbar sind: www.ridim-deutschland.de. Derzeit enthält die deutsche RIdIM-Datenbank ca. 18.000 Datensätze zu musikikonographischen Darstellungen in deutschen Museen und Bibliotheken. Durch Einspielung der deutschen RIdIM-Daten in die internationale RIdIM-Datenbank wird die Sichtbarkeit dieser Daten deutlich erhöht.
Ansprechpartner:
Projektleitung/fachliche Fragen:
Jürgen Diet
Bayerische Staatsbibliothek
Musikabteilung
Ludwigstr. 16
80539 München
Tel.: 089/28638-2350
Email: juergen.diet@bsb-muenchen.de
Presse und Öffentlichkeitsarbeit:
Peter Schnitzlein
Bayerische Staatsbibliothek
Ludwigstr. 16, 80539 München
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 089/28 638-2429
presse@bsb-muenchen.de
Förderverein unterstützt Bayerische Staatsbibliothek bei Neuerwerbung von 30 Palmblatthandschriften
Dank der großzügigen finanziellen Unterstützung des Vereins der Förderer und Freunde der Bayerischen Staatsbibliothek e. V. erweitert die Bayerische Staatsbibliothek ihre Sammlungen um ein seltenes Konvolut von 30 Palmblatthandschriften aus Sri Lanka und Birma. Der Förderverein unterstützt die Arbeit der Bibliothek bereits seit 1998 und sichert u. a. mit seinem Engagement relevante Stücke für die öffentliche Hand. Das Volumen der aktuellen Förderung beläuft sich auf 29.500 Euro.
Das neu erworbene Konvolut aus 30 buddhistischen Handschriften – 28 Palmblatthandschriften aus Sri Lanka und 2 birmanische Handschriften – ist aus Sicht der Bayerischen Staatsbibliothek eine höchst wertvolle Ergänzung des Bestands buddhistischer Handschriften und insbesondere des Fonds singhalesischer Schriftstücke. Die Handschriften datieren teilweise aus dem 16. Jahrhundert und sind von unterschiedlicher Größe. Die Originalbuchdeckel sind teilweise mit schönen mehrfarbigen Ornamenten versehen, die kennzeichnend für buddhistische Texte aus Sri Lanka sind. Unter den Handschriften befinden sich auch medizinische Ausführungen zum Ayurveda, eine astrologische Abhandlung und eine Grammatik.
Daneben erwarb die Bayerische Staatsbibliothek mit Unterstützung des Fördervereins eine kleinformatige hebräische Pergamenthandschrift aus dem 18. Jahrhundert sowie ein Konvolut aus Briefen und Postkarten von Ernst von Schuch an Richard Strauss.
Das Finanzierungsvolumen für das Konvolut der 30 Palmblatthandschriften liegt bei 29.500 Euro – eine Summe, die die Bibliothek aus dem eigenen Etat heraus nicht hätte aufbringen können. Als gemeinnütziger Verein haben die „Förderer und Freunde der Bayerischen Staatsbibliothek e. V.“ den Zweck, die Bayerische Staatsbibliothek ideell und finanziell zu fördern. Dies geschieht bei der Erwerbung herausragender Stücke, der Erhaltung bedrohter Bücher und Handschriften, bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen sowie dem Ausbau der internationalen Zusammenarbeit. Dank des Vereins können immer wieder relevante Stücke für die öffentliche Hand und somit für die Allgemeinheit gesichert werden.
Ansprechpartner:
Peter Schnitzlein
Bayerische Staatsbibliothek
Ludwigstr. 16, 80539 München
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 089/28 638-2429
presse@bsb-muenchen.de
Pfälzische Landesbibliothek schließt die Retrokatalogisierung (Monographien) erfolgreich ab
Im Juli 1995 begann die Katalogisierungsabteilung der Pfälzischen Landesbibliothek Speyer (PLB) damit, den Alphabetischen Zettelkatalog zu konvertieren. Der Gesamtbestand der Pfälzischen Landesbibliothek wurde auf ca. 425.000 Monographien geschätzt; die Retrokatalogisierung der Zeitschriften war vom Retrokonversionsprojekt ausgenommen.
Damals waren in der Katalogisierungsabteilung etwa sechs Personen beschäftigt, drei davon ganztägig. Die Arbeit im Konversionsprojekt erfolgte neben der Hauptarbeit. Bereits ab 1996 wurde es möglich, immer wieder durch projektbezogene Fördermittel weitere Personen an der Retrokatalogisierung der Monographien zu beteiligen, die zum Teil mit bis zu 40 Wochenstunden im Projekt arbeiteten. Im ersten Jahr wurden so 1.981 Lokalsätze in den Katalog des Südwest-Verbundes (SWB) eingestellt, bis zum Verbundwechsel im Oktober 2005 waren es bereits mehr als 200.000 Lokalsätze.
Im Jahr 2004 erfolgte die Zusammenlegung der Bibliotheca Bipontina Zweibrücken, der Pfälzischen Landesbibliothek Speyer, der Rheinischen Landesbibliothek Koblenz und der Büchereistellen Neustadt und Koblenz zum Landesbibliothekszentrum (LBZ). Als Folge der Fusion wurde der Gesamtdatenbestand der PLB im Herbst 2005 vom SWB in den HBZ-Verbund überspielt, in dem die Rheinische Landesbibliothek bereits katalogisierte. Dieser Neueinstieg und die aufwändigen Recherchearbeiten im HBZ-Verbund sowie die Arbeiten zur Dublettenbereinigung erhöhten die Arbeitsbelastung bei der Retrokonversion und das Projekt schritt langsamer voran als errechnet. Ab Mitte 2011 liefen die letzten Projektfördermittel aus. Die letzten 142 Katalogkästen wurden von rund vier Kräften neben der eigentlichen Arbeit erfasst.
Insgesamt wurden im Retrokatalogisierungsprojekt bis Juli 2016 842 Katalogkästen durchgearbeitet und etwa 437.000 Lokalsätze von Monographien erstellt.
B.I.T.online-Innovationspreis 2017: Call for papers der BIB-Kommission für Ausbildung und Berufsbilder auf dem 106. Bibliothekartag vom 30. Mai bis 02. Juni 2017 in Frankfurt/Main
Die Kommission für Ausbildung und Berufsbilder des Berufsverbands Information Bibliothek (BIB) lädt Sie, in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift »B.I.T. online«, ein, Ihre Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten oder Ihre (Studien)Projekte aus dem Bereich Bibliothek, Information und Dokumentation auf dem Bibliothekartag vom 30. Mai bis 02. Juni 2017 in Frankfurt/Main persönlich vorzustellen. Von den eingereichten Arbeiten werden drei für die Präsentation in Frankfurt/Main ausgewählt. Jede präsentierte Arbeit erhält den B.I.T. online-Innovationspreis und wird mit 500 Euro prämiiert. Geeignete Arbeiten werden in der Buchreihe »B.I.T. online innovativ« veröffentlicht. Die Preisträger erhalten darüber hinaus eine einjährige kostenlose Mitgliedschaft im BIB.
Nutzen Sie diese Chance, sich und Ihre Arbeit der Fachwelt bekannt zu machen. Bitte senden Sie schon jetzt, aber spätestens bis zum 01. Dezember 2016 eine Kurzfassung (circa zehn Seiten) Ihrer Arbeit beziehungsweise Ihres Projektes und deren Bewertung sowie das Inhalts- und das Literaturverzeichnis, außerdem Ihren Lebenslauf vorzugsweise per E-Mail an die Kommissionsadresse.
BIB
Kommission für Ausbildung und Berufsbilder
Karin Holste-Flinspach (Vorsitzende)
c/o Stauffenbergschule
Arnsburger Straße 44
D-60385 Frankfurt am Main
kaub@bib-info.de
© 2016 by De Gruyter
Articles in the same Issue
- Frontmatter
- Aus den Verbänden
- Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung – der Beitrag der Bibliotheken zur Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Stellungnahme des Deutschen Bibliotheksverbandes (dbv)
- IFLA: Internationale Vereinigung bibliothekarischer Verbände und Einrichtungen Nationalkomitee Deutschland
- Bibliothek & Information Deutschland (BID) – Bundesvereinigung Deutscher Bibliotheksverbände e. V.
- Themenheft: Kulturdigitalisierung in deutschen Bibliotheken Einleitung
- Zur Einführung: Kulturgutdigitalisierung in deutschen Regionalbibliotheken
- Retrodigitalisierung in der SuUB Bremen 2011–2016: Eine Bilanz
- Ein Rückblick auf 13 Jahre Digitalisierung an der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
- Zehn Jahre Digitalisierung in der SUB Hamburg – zehn Jahre Strategien in Progress
- Fünf Jahre Kulturgutdigitalisierung an der Badischen Landesbibliothek – eine Zwischenbilanz
- Fünfzehn Jahre Digitalisierung in der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln: Bilanz, Wandlung und Ausblick
- Notizen und Kurzbeiträge
- Lotse wird zum 31.12.2016 abgeschaltet
- Veranstaltungen
- Göttinger Urheberrechtstagung 2016
- Termine
- Termine
- Erratum
- Erratum zu: „Schmökerabend“ an der Technischen Hochschule Wildau
Articles in the same Issue
- Frontmatter
- Aus den Verbänden
- Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung – der Beitrag der Bibliotheken zur Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Stellungnahme des Deutschen Bibliotheksverbandes (dbv)
- IFLA: Internationale Vereinigung bibliothekarischer Verbände und Einrichtungen Nationalkomitee Deutschland
- Bibliothek & Information Deutschland (BID) – Bundesvereinigung Deutscher Bibliotheksverbände e. V.
- Themenheft: Kulturdigitalisierung in deutschen Bibliotheken Einleitung
- Zur Einführung: Kulturgutdigitalisierung in deutschen Regionalbibliotheken
- Retrodigitalisierung in der SuUB Bremen 2011–2016: Eine Bilanz
- Ein Rückblick auf 13 Jahre Digitalisierung an der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
- Zehn Jahre Digitalisierung in der SUB Hamburg – zehn Jahre Strategien in Progress
- Fünf Jahre Kulturgutdigitalisierung an der Badischen Landesbibliothek – eine Zwischenbilanz
- Fünfzehn Jahre Digitalisierung in der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln: Bilanz, Wandlung und Ausblick
- Notizen und Kurzbeiträge
- Lotse wird zum 31.12.2016 abgeschaltet
- Veranstaltungen
- Göttinger Urheberrechtstagung 2016
- Termine
- Termine
- Erratum
- Erratum zu: „Schmökerabend“ an der Technischen Hochschule Wildau