Konsens nach der Konsensökumene. Hermeneutische Erwägungen anhand der Charta Oecumenica
ZUSAMMENFASSUNG
Der Ökumenediskurs des 20. Jh. ist wesentlich durch das Konzept der Konsensökumene geprägt worden; nach der Jahrtausendwende ist jedoch verstärkt von einer Ökumene der Profile die Rede. Der vorliegende Aufsatz fragt daher, was Konsens »nach« der Konsensökumene, d.h. sowohl in zeitlichem als auch inhaltlichem Anschluss an die Konsensökumene bedeutet (I). Zu diesem Zweck wird mit der Charta Oecumenica (2001) eines der kennzeichnendsten Dokumente der ökumenehermeneutischen Wende eingehend analysiert (II), woraus sich fünf unterschiedliche Bedeutungen des Begriffs Konsens ergeben (III).
SUMMARY
In the 20th century, ecumenical encounter has been dominated by the hermeneutics of consensus. However, after the turn of the millennium a change seems to have taken place in that the churches seem to prefer to stress their own unmistakable profile. What then does consensus mean after the hermeneutics of consensus (I)? In order to answer this question, the present essay analyses in detail the Charta Oecumenica (2001), which is one of the most characteristic examples of the above-mentioned change (II), and comes up with five different meanings of the term consensus (III).
© Walter de Gruyter 2009
Articles in the same Issue
- Editorial
- Herausgefordert zum Verstehen. Überlegungen zur religionsphilosophischen Bedeutsamkeit eines Erfahrungskonzeptes im Anschluss an die Tradition des Pragmatismus
- Rezeption und Inspiration. Über die Schriftwerdung des Wortes und die Wortwerdung der Schrift im Akt des Lesens
- On the Coherence of the Incarnation: The Divine Preconscious Model
- Eine leibphänomenologische Herleitung der Allwissenheit Gottes
- Konsens nach der Konsensökumene. Hermeneutische Erwägungen anhand der Charta Oecumenica
- Rezension des Index theologicus
- Zeitschriftenschau
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