Home German Linguistics Morolfs Ende. Zur Dekonstruktion des feudalen Brautwerbungsschemas in der sogenannten ›Spielmannsepik‹
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Morolfs Ende. Zur Dekonstruktion des feudalen Brautwerbungsschemas in der sogenannten ›Spielmannsepik‹

  • Armin Schulz
Published/Copyright: January 15, 2008
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Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur
From the journal Volume 124 Issue 2

Zentrales Thema des Brautwerbungsschemas ist die Sicherung weltlicher Herrschaft. Handlungsmodell und Raumstruktur gründen auf einer Exogamieregel: Nur in einem fernen Land kann dem jugendlichen Herrscher die einzig angemessene Fortpflanzungspartnerin gewonnen werden, ihre Nachkommen sollen die Stabilität des Reichs für die Zukunft sichern. Brautwerbungserzählungen sind sozusagen Staatsromane einer dynastischen Herrschaftssicherung, von der nicht nur der Regent, sondern auch seine Gefolgsleute profitieren. Im Idealfall ist deshalb das ganze Handlungsmodell darauf abgestellt, den herrscherlichen Personenverband in perfekt aufeinander abgestimmtem Gemeinschaftshandeln zu zeigen; das Paradebeispiel hierfür liefert wiederum der ›König Rother‹.

Online erschienen: 2008-01-15
Erschienen im Druck: 2002-September-27

© Max Niemeyer Verlag GmbH, Tübingen 2002

Downloaded on 18.2.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/BGSL.2002.233/html
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