Ariane Huml, Silben im Oleander, Wort im Akaziengrün. Zum literarischen Italienbild Ingeborg Bachmanns. 1999 – Primus-Heinz Kucher / Luigi Reitani (Hgg.), „In die Mulde meiner Stummheit leg ein Wort …“. Interpretationen zur Lyrik Ingeborg Bachmanns. 2000 – Monika Albrecht / Dirk Göttsche (Hgg.), „Über die Zeit schreiben“. Bd. 2: Literatur- und kulturwissenschaftliche Essays zum Werk von Ingeborg Bachmann. 2000
Der Strom der Studien zum Werk der österreichischen Dichterin Ingeborg Bachmann läßt nicht ab, und das aus gutem Grund: In den 1990er Jahren haben sich Forscherinnen und Forscher an eine neue Lektüre des Bachmannschen Werks gemacht und den in den Literaturwissenschaften vorherrschenden Blick auf eine kulturwissenschaftliche Erweiterung als Chance genutzt, um – nach feministischen und poststrukturalistischen Analysen – andere Verfahren und Themen der bis dato teils stark strapazierten Texte Bachmanns zu entdecken. 1999 hat Sigrid Weigel mit ihrer systematisch am Werk orientierten Monographie überzeugend dargelegt, daß „vor allem eine Dimension der Autorin Ingeborg Bachmann mißachtet und vergessen worden [ist]: ihr Ort als Intellektuelle, die sich engagiert und mit Leidenschaft nicht nur um eine sprach- und geschichtstheoretisch reflektierte Ästhetik bemüht, sondern – mit zunehmendem Alter bewußt und aktiv – auch den Dialog mit den Erfahrungen von Überlebenden und Exilierten und die Auseinandersetzung mit einem ‚Denken nach Auschwitz‘ gesucht hat.“ Sigrid Weigel leistet eine dichte Beschreibung des intellektuellen Netzes und eine Rekonstruktion der zeithistorischen und literarischen Konstellationen, in welche das Schreiben und Denken Bachmanns verortet ist. Das gelingt ihr, indem sie den Benjaminschen Begriff der Korrespondenzen stark macht.
© Max Niemeyer Verlag GmbH, Tübingen 2002
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- Andreas Kraß, Stabat mater dolorosa. Lateinische Überlieferung und volkssprachliche Übertragungen im deutschen Mittelalter. 1998
- Steffen Bogen, Träumen und Erzählen. Selbstreflexion der Bildkunst vor 1300. 2001
- Christine Wand-Wittkowski, Briefe im Mittelalter. Der deutschsprachige Brief als weltliche und religiöse Literatur. 2000
- Ursula Peters, Dynastengeschichte und Verwandtschaftsbilder. Die Adelsfamilie in der volkssprachigen Literatur des Mittelalters. 1999
- Claudia Brinker-von der Heyde, Geliebte Mütter – Mütterliche Geliebte. Rolleninszenierungen in höfischen Romanen. 1996
- Margreth Egidi, Höfische Liebe: Entwürfe der Sangspruchdichtung. Literarische Verfahrensweisen von Reinmar von Zweter bis Frauenlob. 2002
- Ulrich Ernst, Der ‚Gregorius‘ Hartmanns von Aue. Theologische Grundlagen – legendarische Strukturen – Überlieferung im geistlichen Schrifttum. 2002
- Michael Waltenberger, Das große Herz der Erzählung. Studien zu Narration und Interdiskursivität im ‚Prosa-Lancelot‘. 1999
- Gert Hübner, Lobblumen. Studien zur Genese und Funktion der „Geblümten Rede“. 2000
- Anja Sommer, Die ‚Minneburg‘. Beiträge zu einer Funktionsgeschichte der Allegorie im späten Mittelalter. Mit der Erstedition der Prosafassung. 1999
- Corpus Paracelsisticum. Dokumente frühneuzeitlicher Naturphilosophie in Deutschland. Hg. und erläutert von Wilhelm Kühlmann und Joachim Telle. Bd. 1: Der Frühparacelsismus. Erster Teil. Hg. und erläutert von Wilhelm Kühlmann und Joachim Telle. 2001
- Burkhard Dohm, Poetische Alchimie. Öffnung zur Sinnlichkeit in der Hohelied- und Bibeldichtung von der protestantischen Barockmystik bis zum Pietismus. 2000
- Michael Ludscheidt, Georg Neumark (1621–1681). Leben und Werk. 2002
- Dieter Bitterli, Der Bilderhimmel von Hergiswald. Der barocke Emblemzyklus der Wallfahrtskirche Unserer Lieben Frau in Hergiswald bei Luzern, seine Quellen, sein mariologisches Programm und seine Bedeutung. 1999
- Stephanie Robben, Justus Gottfried Rabener, Nützliche Lehrgedichte. Untersuchungen und Edition. 2 Bde. 1998
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- Bernhard Budde, Aufklärung als Dialog. Wielands antithetische Prosa. 2000
- Volker Schümmer, Georg Christoph Lichtenbergs Konzept aufgeklärter Kultur. 2000
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- Johann Gottfried Herder, Briefe. Gesamtausgabe 1763–1803. Hg. von der Stiftung Weimarer Klassik (Goethe- und Schiller-Archiv). Bd. 11: Kommentar zu den Bänden 1–3. Bearbeitet von Günter Arnold. 2001
- Michael Ott, Das ungeschriebene Gesetz. Ehre und Geschlechterdifferenz in der deutschen Literatur um 1800. 2001
- Hartmut Fröschle, Goethes Verhältnis zur Romantik. 2002
- Christine Schrader, Krise der Aufklärung und Neuansatz. Knigges „Geschichte Peter Clausens“ im Spannungsfeld von Geheimbund und Öffentlichkeit. 2001
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- Ernst-Peter Wieckenberg, Johann Heinrich Voß und „Tausend und eine Nacht“. 2002
- Alexander Honold, Nach Olympia. Hölderlin und die Erfindung der Antike. 2002
- Magdolna Orosz, Identität, Differenz, Ambivalenz: Erzählstrukturen und Erzählstrategien bei E. T. A. Hoffmann. 2001
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- Brüder Grimm, Werke und Briefwechsel. Kasseler Ausgabe. In kritisch-kommentierten Einzelbänden. [2. Abteilung:] Briefe. Bd. 2: Briefwechsel mit Ludwig Hassenpflug (einschließlich der Briefwechsel zwischen Ludwig Hassenpflug und Dorothea Grimm, geb. Wild, Charlotte Hassenpflug, geb. Grimm, ihren Kindern und Amalie Hassenpflug). Hg. und bearbeitet von Ewald Grothe. 2000
- Schillers Sohn Ernst. Ein Psychogramm in Briefen. Hg. und mit einem Vorwort versehen von Hilde Lermann. 2002
- Dieter Borchmeyer, Richard Wagner. Ahasvers Wandlungen. 2002
- Dorothee Kimmich, Wirklichkeit als Konstruktion. Studien zu Geschichte und Geschichtlichkeit bei Heine, Büchner, Immermann, Stendhal, Keller und Flaubert. 2002
- Roland Berbig / Walter Hettche (Hgg.), Paul Heyse. Ein Schriftsteller zwischen Deutschland und Italien. 2001
- Rainer Kipper, Der Germanenmythos im Deutschen Kaiserreich. Formen und Funktionen historischer Selbstthematisierung. 2002
- Hans Richard Brittnacher, Erschöpfung und Gewalt. Opferphantasien in der Literatur des Fin de siècle. 2002
- Richard Beer-Hofmann, Der Briefwechsel mit Paula 1896–1937. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth hg., kommentiert und mit einem Nachwort versehen von Richard M. Sheirich. 2002
- Thomas Klugkist, Der pessimistische Humanismus. Thomas Manns lebensphilosophische Adaption der Schopenhauerschen Mitleidsethik. 2002
- Alfred Döblin, Die Ermordung einer Butterblume. Sämtliche Erzählungen. Hg. von Christina Althen. 2001 – Alfred Döblin, Kleine Schriften III. Hg. von Anthony W. Riley. 1999 – Alfred Döblin, Briefe II. Hg. von Helmut F. Pfanner. 2001
- Simonetta Sanna, Die Quadratur des Kreises. Stadt und Wahnsinn in ‚Berlin Alexanderplatz‘ von Alfred Döblin. 2000
- Sabine Döring, Ästhetische Erfahrung als Erkenntnis des Ethischen. Die Kunsttheorie Robert Musils und die analytische Philosophie. 1999
- Klaus Große Kracht, Zwischen Berlin und Paris: Bernhard Groethuysen (1880–1946). Eine intellektuelle Biographie. 2002
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- Arbiter criticorum
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