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Risse als materielles Schauspiel
About this book
Risse schlummern oft lange unbeachtet, bis sie plötzlich in das Feld unserer Aufmerksamkeit springen. Als materielles Schauspiel bilden sie nicht nur in Kunst und Philosophie ein neues Untersuchungsfeld, sondern auch in der Theaterwissenschaft. Der Band nimmt die Verwandlungen von Rissfiguren in Texten Martin Heideggers und Jacques Derridas als Ausgangspunkt und stellt diese in den Spiegel einer Kulturgeschichte vielfältiger Rissdarstellungen. Fünf künstlerische Arbeiten unterstreichen exemplarisch die tiefgehende Affinität von Rissfiguren und theatralen Szenarien und zeigen, wie sich diese durch Themen wie kollektive Traumata, Globalität, Migration bis hin zu Ökologie immer wieder aktualisiert.
Author / Editor information
Holger Hartung (Dr. phil.) ist Theater- und Tanzwissenschaftler und arbeitet im Bereich Digitale Transformation an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Er war zwölf Jahre Koordinator des Forschungskollegs »Verflechtungen von Theaterkulturen« an der Freien Universität Berlin. Sein Forschungsinteresse gilt den Schnittstellen zwischen Theater, Performance, Choreographie und bildender Kunst sowie Fragen von Medialität, Materialität, Digitalität und Feedbackprozessen.
Supplementary Materials
Topics
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Frontmatter
1 -
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Inhalt
7 - Einleitung
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1. Unheimliches Spüren – Risse im Haus, Risse im Körper
15 -
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2. Fragehorizonte: Zur Performativität von Rissfiguren
25 -
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3. Forschungsstand: Risse als Randfiguren
31 -
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4. Methodische Ansätze
43 - Risse in Szenarien von Philosophie und Sprache
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5. Verortungen von Rissfiguren bei Martin Heidegger und Jacques Derrida
73 -
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6. Risse in der Wand, Furchen auf dem ›freien Feld‹ (Heideggers »Der Weg zur Sprache«)
79 -
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7. Ökonomie und/der Metapher: Risse im ›Haus des Seins‹ (Derridas »Entzug der Metapher«)
95 -
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8. Latente Theatralität / theatrale Latenz der Rissfigur (Heideggers Ursprung des Kunstwerkes)
117 -
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9. Re-Membering the Body – Figuren des Risses zwischen körperlicher Absenz und Präsenz
151 -
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10. Dem Riss ›seinen‹ Ort zuweisen (Derridas Vom Geist)
177 - Risse als materielles Schauspiel zwischen bildenden und performativen Künsten
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11. Zerrissene Schichten der Zeit (Jacques Villeglé)
199 -
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12. Vom Durchlauf(en) der (Nach-)Bilder (Murakami Saburō)
239 -
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13. Vom Wiener Spaziergang zur Zerreißprobe – und ihren Vorläufern (Günter Brus)
301 -
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14. Der Riss als Form des stummen Insistierens: Shibboleth (Doris Salcedo)
351 -
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15. Risse auf Wanderschaft: Fissure (Louise Ann Wilson)
385 - Schlussbetrachtungen
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16. Risse als Figuren trennender Verbindung zwischen Theorie und Praxis
429 -
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Danksagung
457 -
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Literatur
459 -
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Bildnachweise
483