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Deutschland und seine Flüchtlinge
About this book
Die Aufnahme Tausender »Fremder« im Sommer 2015 wurde medial euphorisiert als »deutsches Wunder« beschrieben. Die Geflüchteten selbst tauchten in dieser Perspektive kaum auf. Dem Narrativ der »Willkommenskultur« folgte ein Wechselbad der Diskurse hin zum drohenden Staatsversagen, der Belastungsgrenze oder sexueller Übergriffe. Dabei ging es primär um die Befindlichkeit der Nation und der »Flüchtling« wurde zum Verursacher nationaler Bedrängnisse. Uwe Becker analysiert diese Diskurse und zeichnet nach, welche Narrative sich im »langen Sommer der Flucht« aufgebaut haben. Dabei zeigt er auf, wie sie im kollektiven Gedächtnis ruhen, jederzeit aktivierbar sind und bis heute eine restriktive Flüchtlingspolitik legitimieren.
Author / Editor information
Uwe Becker ist Professor für Sozialethik, designierter Präsident der Evangelischen Hochschule Darmstadt und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Zeitpolitik. Er publiziert zu Themen gesellschaftlicher Exklusion u.a. in der Süddeutschen Zeitung, der Frankfurter Rundschau und der ZEIT.
Reviews
»Ein kritischer Beitrag zur medialen und machtpolitischen Konstruktion und Deutungshoheit im Sommer der Geflüchteten. Die Mittel der Diskursanalyse werden dabei gekonnt angewandt und unangenehme Fakten ausgesprochen.«
Supplementary Materials
Topics
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Frontmatter
1 -
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Inhalt
5 -
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Einleitung
7 -
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1 Diskurstheoretische Anmerkungen – eine Hinführung
15 -
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2 Die »Flüchtlingskrise« und ihre Umdeutung
37 -
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3 Moralische Landnahme
97 -
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4 Kölner Silvesternacht
165 -
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5 Fremde Freunde – Fremde Feinde
211 -
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Epilog: »Guter Flüchtling« – »Schlechter Flüchtling«
239 -
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Literatur
249 -
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Material
261