Behinderung als Praxis
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Hendrik Trescher
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In collaboration with:
Michael Börner
and Michael Börner
About this book
Welche Alltagspraxen führen dazu, dass sich behinderte Identitäten ausbilden? Durch die Dokumentation der 16 Lebensgeschichten und -entwürfe von Menschen mit ›geistiger Behinderung‹ geht Hendrik Trescher der Frage nach, wie diese ihren Alltag erfahren.
Er legt dar, wie diese Menschen in ihrem Lebenslauf immer wieder an Diskursteilhabebarrieren stoßen und so letztlich behindert werden. Wie komplex und gleichsam radikal wirkmächtig solche Barrieren sein können, zeigt er u.a. durch Aufdecken der Zusammenhänge zwischen Behinderung und der Funktionslogik von Hilfestrukturen, die – häufig auch in ihrer Ausprägung als pädagogische Protektorate – letztlich selbst behindernd wirken.
Author / Editor information
Hendrik Trescher (Prof. Dr. phil. habil.) ist Soziologe und Pädagoge und hat die Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Inklusion und Exklusion an der Philipps-Universität Marburg inne. Seine Forschungsgebiete sind Inklusion und Raum, politische Partizipation von Menschen mit Behinderung, Pädagogik bei kognitiven Beeinträchtigungen, Methoden qualitativer Sozialforschung, Disability Studies sowie Subjekt- und Diskursforschung im Kontext von Teilhabe und Ausschluss.
--- Contributor: Michael BörnerMichael Börner (Dr. phil.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Erziehungswissenschaftler am Institut für Erziehungswissenschaft der Philipps-Universität Marburg. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen der Inklusionsforschung, Biographieforschung und pädagogischen Organisations- und Praxisforschung – v.a. im Kontext von Kindheit, Alter, »geistiger Behinderung« und Demenz.
Reviews
»Eine äußerst gelungene Arbeit, die mit der machtkritischen Betrachtung der Praktiken des Bereichs Wohnen in der Behindertenhilfe sehr anschaulich und empirisch fundiert herausarbeitet, wie ›geistige Behinderung‹ institutionell (re-)produziert wird.«
Supplementary Materials
Topics
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Frontmatter
1 -
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Inhalt
5 -
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1. Hinführung
9 -
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2. Institution und Behinderung
13 -
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3. (Geistige) Behinderung als diskursive Praxis
27 -
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4. Reformulierung des Behinderungsbegriffs
43 -
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5. Inklusion als Praxis
47 -
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6. Lebensentwürfe, Biographieforschung und geistige Behinderung
53 -
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7. Zur Frage nach den Lebensentwürfen – Zum Erkenntnisinteresse
59 -
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8. Methodische Überlegungen
63 -
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9. Lebensentwürfe von Menschen, die ambulant betreut werden
83 -
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10. Lebensentwürfe von Menschen, die stationär betreut werden
133 -
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11. Lebensentwürfe von Menschen, die stationär ‚intensiv betreut werden
171 -
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12. Lebensentwürfe von Menschen mit geistiger Behinderung und die besondere Rolle der Herkunftsfamilie
199 -
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13. Rekapitulation des Vorgehens und methodisches Fazit
231 -
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14. Behinderung als Praxis im Lebenslauf
233 -
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15. Ausblick, Offenes und weiterführende Fragen
261 -
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16. Abschließende Bemerkungen
271 -
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Literaturverzeichnis
273 -
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Danksagung
293