Die literarische Musikästhetik Nietzsches
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Uwe Rauschelbach
About this book
Rauschelbach untersucht die inhaltliche wie formale Relevanz des Musikalischen im Werk Friedrich Nietzsches. Er geht dabei von der Beobachtung aus, dass musikadäquate Erscheinungsformen, Hinweise und Textspuren bei Nietzsche in der Forschungsliteratur primär als Belege für analoge Strukturmerkmale interpretiert werden. Dabei wird nicht selten die Auffassung vertreten, Nietzsche gehe es um eine sprachliche Adaption des Musikalischen, ohne zu berücksichtigen, dass Nietzsche vielmehr an einer strikten Unterscheidung beider Ausdrucksmedien gelegen ist, was ihn schon früh von den ästhetischen Überzeugungen Richard Wagners trennt, der im musikalischen Drama die Verschmelzung von Wort und Musik idealisiert. So entscheidend Wagner für Nietzsches Behandlung des Musikalischen in seinen Schriften ist, so lässt sich doch das Symphonische als Ausdruck des autonomen Kunstwerks als entscheidend bestimmen, etwa mit Blick auf „Also sprach Zarathustra“. Aus musikwissenschaftlicher und -historischer Sicht kommt hierbei dem Werk Ludwig van Beethovens eine zentrale Bedeutung zu, auf das sich Nietzsche häufig bezieht. Von Beethoven lässt sich eine Linie über Nietzsche bis hin zu Gustav Mahler und Arnold Schönberg ziehen, in denen die Auflösung des klassischen Kunstwerks vorbereitet beziehungsweise vollzogen ist. Musik und Sprache eint hingegen ein autoreflexives Vermögen, das ihre Verwandtschaft spätestens seit der Frühromantik begründet. Von da ausgehend, erschließt sich auch die Bedeutung des Musikalischen für die Überwindung des Nihilismus bei Nietzsche.
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Author / Editor information
Uwe Rauschelbach, Universität Stuttgart, Deutschland.
Topics
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Frontmatter
I -
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Danksagung
V -
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Siglenverzeichnis
VII -
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Inhalt
IX -
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Einleitung
1 - Teil I Grenzziehungen
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1 „Sie hätte singen sollen“
9 -
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2 „Dass man sich verständlich mache“
41 - Teil II Entwicklungen
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3 „Jedes Wort ist ein Vorurtheil“
69 -
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4 „Jeder Geist hat seinen Klang“
93 -
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5 „Singe! sprich nicht mehr!“
101 -
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6 „Tanzen können mit den Begriffen“
130 - Teil III Aporien
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7 „Was nicht geschrieben werden kann“
139 - Teil IV Aufbrüche
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8 „Damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehn“
171 -
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9 „Du wirst gethan!“
197 -
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10 „So will es das Gesetz des Lebens“
213 -
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Literaturverzeichnis
221 -
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Namensregister
230 -
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Sachregister
232
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