Geselligkeiten
Über dieses Buch
Welchen Anteil haben die vielfältigen Geselligkeiten im 18. Jahrhundert an der Transformation von der ständisch strukturierten Gesellschaft des Mittelalters zu einer auf freien Assoziationen beruhenden Gesellschaft der Neuzeit? Anknüpfend an so unterschiedliche Traditionen wie das Erzählen und Philosophieren im geselligen Rahmen (Antike und Renaissance), die Verhaltensethiken seit dem 16. Jahrhundert und die Sprach- und Tugendgesellschaften und die Akademiebewegung im 17. Jahrhundert werden naturrechtlich fundierte Geselligkeiten zum zentralen Konzept für friedliches, tolerantes und selbstbestimmtes Zusammenleben. Sie weisen den Individuen ihren Platz innerhalb der Gesellschaft an und ermöglichen in neuartigen Gruppenformen eine allseitige Entwicklung ihrer Persönlichkeit. Literarische und populärwissenschaftliche Texte befördern diesen Umwälzungsprozeß, indem sie Modelle für das Erzählen aus mehreren Perspektiven, für die Reflexion über Wahrnehmungen und Wahrheit, für ein neuartiges Geschichtsbild und für einen gegenseitigen Erziehungsprozeß modellieren, die in realen Gruppenformen wie Akademien, Lese- und Geheimgesellschaften, Jugendbünden, Salons und Lebensgemeinschaften experimentell erprobt werden. Das facettenreiche Ideal der Geselligkeit befindet sich im steten Wechselspiel von Literatur, Gruppenformen und kulturellem Wertewandel und wird Ende des 18. Jahrhunderts zu einem umfassenden Reformkonzept einer "Selbstkonstitution der Gesellschaft".
Fachgebiete
-
PDF downloadenErfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
Frontmatter
i -
PDF downloadenErfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
Inhaltsverzeichnis
v -
PDF downloadenErfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
Vorwort
1 -
PDF downloadenErfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
I. Methodische Grundlegung des Geselligkeitsbegriffs
5 -
PDF downloadenErfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
II. Die Geburt eines neuen Gelehrtenideals aus der modernen Verhaltensethik: Thomasius’ ›Discours zu welcher Gestalt man denen Franzosen in gemeinem Leben und Wandel nachahmen sollte‹
37 -
PDF downloadenErfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
III. Die Kleinigkeiten des Glücks: Die Moralischen Wochenschriften ›Der Patriot‹ und ›Der Gesellige‹
86 -
PDF downloadenErfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
IV. Die Geschichtlichkeit menschlicher Vereinigungen und Staatsformen (1750–1770)
115 -
PDF downloadenErfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
V. Patriotische Organisationsversuche um 1770
152 -
PDF downloadenErfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
VI. Krise und Neuorientierung von geselligem Verhalten im Zeichen von deutscher Spätaufklärung und Französischer Revolution
198 -
PDF downloadenErfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
VII. Sozietäre Modelle regionaler Kultur
235 -
PDF downloadenErfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
VIII. Poetische Geselligkeitsentwürfe um 1800
289 -
PDF downloadenErfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
IX. Rückblicke und Ausblicke
328 -
PDF downloadenErfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
X. Literaturverzeichnis
337
-
Herstellerinformationen:
Walter de Gruyter GmbH
Genthiner Straße 13
10785 Berlin
productsafety@degruyterbrill.com