Heinrich von Kleist - Eine Dichterrenaissance
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Anett Lütteken
Über dieses Buch
Heinrich von Kleist (1777-1811) zählt - neben Friedrich Hölderlin, Georg Büchner und anderen - zu den bevorzugten Projektionsfiguren der Avantgarden der literarischen Moderne im deutschsprachigen Kulturraum. Sein im Freitod am Wannsee scheinbar kulminierendes berufliches und persönliches Scheitern galt der jungen Dichtergeneration um die Jahrhundertwende als exemplarisch und symptomatisch zugleich für die vorherrschenden, generell als kunstfeindlich aufgefaßten gesellschaftlichen Zustände. Im Bestreben, solche vermeintlich verfemten, vom "großen" Publikum verkannten Dichter als die Ahnherrn und Wegweiser der eigenen literarhistorischen Epoche zu verstehen, kommt es seit etwa 1880 zu einer besonders intensiven Wertschätzung des Dichters, die sich in zahllosen Hommage-Texten ebenso äußerte wie in den Versuchen, bis dahin geringer geachtete Werke (wie z. B. »Penthesilea«) zu popularisieren oder institutionalisierte Formen des Dichtergedenkens zu erneuern. Unternommen wird hier also der Versuch, die Stationen dieses Kanonisierungsprozesses mittels umfangreicher Quellenstudien zu rekonstruieren; dies geschieht nicht zuletzt auch, um die Voraussetzungen literarischen Wertewandels im historischen Kontext und im Hinblick auf ihre Übertragbarkeit einer genaueren Prüfung zu unterziehen.
Fachgebiete
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i-iv
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Danksagung
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Inhaltsverzeichnis
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I. Vorüberlegungen
1 -
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II. Kleist in seiner Zeit. Eine Dichterlaufbahn neben ›Klassik‹ und ›Romantik‹
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III. Schattendasein: Kleists Werk im Bewußtsein der Öffentlichkeit bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts
117 -
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IV. Die zwei Renaissancen des Heinrich von Kleist
151 -
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V. Die Sprache der Verehrung
311 -
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VI. Kleist-Kitsch – das Triviale und die Popularität
333 -
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VII. Ausblick: »kleistisch [...] – was aber wohl nur heißen will: modern.«
349 -
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VIII. Zu den Funktionen literarhistorischer Gruppenbildungen oder »in wilden Stürmen neugeboren«
353 -
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IX. Literaturverzeichnis
359 -
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Personenregister
455
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