Buch
Open Access
Die indirekte Kommunikation in Frankreich
Reflexionen über die Kunst des Impliziten in der französischen Literatur
Sprache:
Deutsch
Veröffentlicht/Copyright:
2022
Über dieses Buch
Open Access
Das Buch befasst sich mit einem besonders auffälligen kulturellen Phänomen: Jeder der in Frankreich zu tun hat, wird mit der dort vorherrschenden indirekten Form der Kommunikation konfrontiert.
Insbesondere Deutschen fällt aufgrund ihrer ganz anders gearteten Art und Weise des Umgangs und Sprechens auf, dass man in unserem Nachbarland neben der Beherrschung der Sprache insbesondere die Kunst des Impliziten beherrschen muss, um ins Gespräch zu kommen.
Nachgegangen wird der Frage, in welcher Zeit und aus welchen Gründen sich die indirekte Kommunikation in Frankreich als Habitus herausgebildet und verfestigt hat. Gezeigt wird, wie die Literatur über die Kunst des Impliziten nachdenkt und welche Rolle diese Kunst in der kulturellen Ausnahmestellung (‚exception culturelle‘) Frankreichs in Europa einnimmt, die das Land sich seit Jahrhunderten zugute hält. Anhand von herausragenden Beispielen der französischen Literatur vom 16. bis zum 21. Jahrhundert werden die Reflexionen über die indirekte Form des Sprechen analysiert.
Das Buch ist aus einer mehrfach gehaltenen Vorlesung zur Frage der Interkulturalität in der deutsch-französischen Begegnung hervorgegangen. Es gehört in die Rubrik einer interkulturellen Literaturgeschichte.
Insbesondere Deutschen fällt aufgrund ihrer ganz anders gearteten Art und Weise des Umgangs und Sprechens auf, dass man in unserem Nachbarland neben der Beherrschung der Sprache insbesondere die Kunst des Impliziten beherrschen muss, um ins Gespräch zu kommen.
Nachgegangen wird der Frage, in welcher Zeit und aus welchen Gründen sich die indirekte Kommunikation in Frankreich als Habitus herausgebildet und verfestigt hat. Gezeigt wird, wie die Literatur über die Kunst des Impliziten nachdenkt und welche Rolle diese Kunst in der kulturellen Ausnahmestellung (‚exception culturelle‘) Frankreichs in Europa einnimmt, die das Land sich seit Jahrhunderten zugute hält. Anhand von herausragenden Beispielen der französischen Literatur vom 16. bis zum 21. Jahrhundert werden die Reflexionen über die indirekte Form des Sprechen analysiert.
Das Buch ist aus einer mehrfach gehaltenen Vorlesung zur Frage der Interkulturalität in der deutsch-französischen Begegnung hervorgegangen. Es gehört in die Rubrik einer interkulturellen Literaturgeschichte.
Information zu Autoren / Herausgebern
Michael Bernsen, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Deutschland.
Fachgebiete
-
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Frontmatter
I -
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Inhalt
V -
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1 Einleitung
1 -
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2 Der Habitus der indirekten Kommunikation und die Mentalitätsgeschichte
13 -
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3 Französische und deutsche Kommunikationsformen im Kontext der Diskussion um ‚Zivilisation‘ versus ‚Kultur‘
25 -
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4 Die Herausbildung mentaler Grundeinstellungen in Frankreich und in Deutschland und die Wahrnehmung des jeweils Anderen in der deutsch-französischen Begegnung
39 -
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5 ‚Je parle donc je suis‘? Besonderheiten französischer Kommunikation
71 -
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6 Die französische Kommunikation zwischen Ideal und Wirklichkeit
101 -
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7 Im Vorhof der indirekten Kommunikation: Clément Marot und die Entstehung einer Dichtung der ‚causerie facile‘ als fingierte mündliche Konversation
129 -
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8 Madame de La Fayette, La Princesse de Clèves – ein Roman über die Unmöglichkeit von Aufrichtigkeit und direkter Äußerung
157 -
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9 ‚Diversité, c’est ma devise‘: La Fontaine und die Vielfalt der Formen indirekten Sprechens
179 -
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10 Molières Komödie über das aufrichtige Sprechen: Le Misanthrope
201 -
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11 Kommunikation im Zeichen der Aufrichtigkeit: Jean-Jacques Rousseau versus Denis Diderot
217 -
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12 Der ‚libertinage‘ als Hohe Schule des indirekten Sprechens
235 -
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13 Die Literatur als Ort der Aufbewahrung des indirekten Sprechens aus der Konversation: Honoré de Balzac
255 -
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14 Der Streit um die Konversation zwischen Charles-Augustin Sainte-Beuve und Marcel Proust
275 -
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15 Von der Kunst des Impliziten zur Last des Verborgenen bei Nathalie Sarraute
295 -
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16 Yasmina Reza: der ‚art de l’implicite‘ als ‚art du carnage‘
321 -
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17 Schlussbemerkung und Ausblick
331 -
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Bibliographie
337 -
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Personenverzeichnis
355
Informationen zur Veröffentlichung
Seiten und Bilder/Illustrationen im Buch
eBook veröffentlicht am:
8. November 2021
eBook ISBN:
9783110758009
Gebunden veröffentlicht am:
20. Dezember 2021
Gebunden ISBN:
9783110757651
Seiten und Bilder/Illustrationen im Buch
Frontmatter:
8
Inhalt:
361
Abbildungen:
4
Schlagwörter für dieses Buch
Konversationsliteratur; Indirekte Kommunikation; Kunst des Impliziten; exception culturelle
Zielgruppe(n) für dieses Buch
Literatur- und Kulturwissenschaftler/-innen, Frankreich-Interessierte aus Wissenschaft und Wirtschaft
Creative Commons
BY-NC-ND 4.0
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