Oradour und die Deutschen
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Andrea Erkenbrecher
Über dieses Buch
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Publikation des IfZ
Wie ging man in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg mit dem Erbe des Massakers in Oradour um? Das Dorf, das Soldaten der Waffen-SS 1944 zerstörten und in dem sie 643 Menschen töteten, wurde in Frankreich das Symbol für das Leiden unter der deutschen Besatzung. Andrea Erkenbrecher untersucht, wie sich Politik, Justiz und Zivilgesellschaft in West-, Ost- und wiedervereinigtem Deutschland zu dem Verbrechen verhielten. Sie fragt nach der strafrechtlichen Verfolgung der Täter, Entschädigungszahlungen, der Rolle des deutschen Oradour-Revisionismus sowie den Möglichkeiten und Grenzen auf der Suche nach Versöhnung. Im Blick bleiben dabei stets die doppelte deutsche Nachkriegsgeschichte, die innerfranzösische Situation und nicht zuletzt die Erwartungen der Überlebenden und Hinterbliebenen des Massakers.
„Ihr Buch ist das neue Standardwerk zum Thema Oradour. Jede öffentliche Bücherei, die etwas auf sich hält, muss es in ihren Regalen haben." Hans Holzhaider in: Süddetusche Zeitung, 7.5.2023
Information zu Autoren / Herausgebern
Andrea Erkenbrecher studierte Neuere und Neueste Geschichte sowie Sozialpsychologie. Als wissenschaftliche Beraterin begleitete sie unter anderem Dokumentarfilme zum Thema Oradour-sur-Glane. Sie arbeitete auch als sachverständige Historikerin für die Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen sowie insbesondere im Rahmen des Ermittlungsverfahrens zu dem Massaker in Oradour für die Staatsanwaltschaft Dortmund.
Rezensionen
„Andrea Erkenbrecher hat mit ihrem Buch eine fundiert recherchierte Studie vorgelegt, die zahlreiche wichtige Erkenntnisse zum deutschen Umgang mit NS-Verbrechen beschert." Frank Bösch in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.6.2023
„Nach fast 80 Jahren erscheint die erste wissenschaftliche Monografie über das Massaker von Oradour-sur-Glane. […] Erkenbrecher […] erfüllt damit ein Desiderat und scheut dabei weder geschichtspolitische Minenfelder noch gewaltgeschichtliche Details."Konstantin Sakkas in Tagesspiegel, 30.5.2023
"Ihr Buch ist das neue Standardwerk zum Thema Oradour.Jede öffentliche Bücherei, die etwas auf sich hält, muss es in ihren Regalen haben." Hans Holzhaider in: Süddeutsche Zeitung, 7.5.2023Fachgebiete
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Frontmatter
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Inhalt
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I. Einleitung
1 - II. Oradour: Massaker, Symbolik, Weiterleben
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1. Das Massaker
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2. Oradour nach dem Massaker
30 - III. Die revisionistische Geschichtsschreibung
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1. Grund und Verantwortung für das Massaker
65 -
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2. Von Oradour nach Nürnberg
87 -
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3. Der Kampf um die Freilassung der in Frankreich Inhaftierten (1947—1959)
95 -
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4. Weidingers „Geschichtsschreibung“ und das deutsche Lammerding-Verfahren
120 -
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5. Beginnende Defensive
131 -
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6. Radikalisierung
141 -
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7. Bedeutung und Folgen des Oradour-Revisionismus
163 - IV. Die strafrechtliche Verfolgung des Massakers
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1. Deutschland und der Bordeaux-Prozess 1953
169 -
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2. Die strafrechtliche Verfolgung in der Bundesrepublik 1949—1990
210 -
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3. Die Strafverfolgung in der DDR 1949—1990
326 -
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4. Weitere Ermittlungsverfahren in der Bonner Republik und ihr Erkenntniswert
382 -
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5. Die Strafverfolgung im vereinigten Deutschland 1990—1995
389 - V. Entschädigungszahlungen
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1. Französische Entschädigungen für die Opfer von Oradour
407 -
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2. Westdeutsche Entschädigungen im Rahmen des deutsch-französischen Globalabkommens
417 - VI. Versöhnungsgesten gegenüber Oradour
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1. Der lange Weg nach Oradour
471 -
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2. Deutsche in Oradour: Erinnerungskulturelles Engagement und seine Grenzen
511 -
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3. Politisierung der Erinnerung: Oradour in der DDR
584 -
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VII. Zusammenfassung
603 - Anhang
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Danksagung
623 -
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Abkürzungen
629 -
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Bildnachweise
637 -
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Quellen und Literatur
639 -
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Personenregister
669
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10785 Berlin
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