Philologie als Wissensmodell / La philologie comme modèle de savoir
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Herausgegeben von:
Denis Thouard
, Friedrich Vollhardt und Fosca Mariani Zini
Über dieses Buch
Während die Philosophie noch bis Newton die wissenschaftlichen Bemühungen bezeichnet, wurde in der Frühen Neuzeit die Philologie sehr unterschiedlich verstanden: Sie konnte als universelles Wissen von dem, was sprachlich vermittelt wird, gesehen werden, aber auch als technische Behandlung der schriftlichen Urkunden oder als Ansammlung von unterschiedlichen Wissensbeständen in Gestalt einer Enzyklopädie. Der Band versucht, diese verschiedenen Aspekte näher zu beleuchten.
Eigentlich widerspricht der formellen Ansicht der Philologie als ars critica ihre enzyklopädische Bestimmung nicht. Die Konstitution von ‚Datenbanken‘ wird oft als Bedingung der Behandlung von Texten betrachtet, die ihrerseits dazu beitragen, sie zu bereichern. Die philologische Tätigkeit ist meistens auf ein Wissen angewiesen, das ihre Bemühungen rechtfertigt und das sie ausnutzt. Aber neben der Anhäufung nicht immer verwendbaren Wissens hat die Entwicklung bestimmter Verfahren sicher eine breitere, wenn auch nicht immer gebührend wahrgenommene Auswirkung gehabt. Um die Tragweite der Philologisierung der kulturellen Vergangenheit zu verstehen, sollte man sich zunächst von der technischen Textarbeit entfernen und sich dann für den intellektuellen Gestus interessieren, von dem die Philologie zeugt, wie die Entstehung der ‚kritischen Tätigkeit‘.
Information zu Autoren / Herausgebern
Denis Thouard, CNRS, Paris, Frankreich; Friedrich Vollhardt, Universität München; Fosca Zini, Université de Lille, Frankreich.
Fachgebiete
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Frontmatter
I -
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Inhalt
IX -
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Einleitung. Die Folgen der Philologisierung
1 -
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Das Erbe der humanistischen Philologie
21 -
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Entre grammaire et philosophie, la philologie, science ou art ? Sur l’emendatio à la Renaissance et au-delà
35 -
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Antike Grammatik und kritische Philologie: Johannes Wower über die Methode der Textverbesserung in der Tractatio de polymathia von 1603
109 -
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Philologie et pratiques de lecture chez Isaac Casaubon
139 -
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Philologische Methode und Naturwissenschaft
165 -
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Lucas Holstenius und die neue Astronomie am Hofe Papst Urbans VIII. Barberini
181 -
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La preuve philologique comme argument : Gassendi et Épicure face à la révolution scientifique (1624– 1658)
207 -
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Hermeneutik zwischen Theologie und Naturphilosophie: der sensus accommodatus am Beginn des 17. Jahrhunderts
231 -
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Du texte de l’origine à l’origine du texte. La querelle entre Richard Simon et Jean Le Clerc
285 -
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Philologie und Universalismus. Gabriel Naudés enzyklopädische Schriften und ihre Rezeption im deutschsprachigen Raum
309 -
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Mikrogramme des Orients: Johann Christoph Wolfs Notizhefte und seine Cudworth-Lektüre
345 -
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Backmatter
397
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