Feminismus und Gerechtigkeit
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Eva-Maria Schwickert
About this book
Gibt es eine weibliche bzw. männliche Moral? Orientiert sich das Moralverhalten beider Geschlechter tatsächlich tendenziell an unterschiedlichen Wertvorstellungen? Diese in den letzten Jahren leidenschaftlich und äußerst kontrovers diskutierte Frage beantwortet Eva-Maria Schwickert aus der Perspektive der philosophischen Ethik. Im Blickpunkt des Interesses stehen die begriffliche Bestimmung und die moralische Legitimation beider Orientierungen. Den von Carol Gilligan erhobenen Vorwurf, die "männliche" Gerechtigkeitsmoral sei zu sehr auf Prinzipien konzentriert, findet die Autorin bestätigt und schlägt vor, das Defizit der Gerechtigkeits- durch die Fürsorgeethik auszugleichen. Ziel des gesuchten Ausgleichs ist ein Vermittlungsmodell, das den berechtigten Einwänden Gilligans Rechnung trägt und dennoch nicht auf eine Prinzipienorientierung verzichtet. Das Ergebnis der Studie präsentiert sich als Brückenschlag zwischen der Kantischen Vernunftethik Kohlbergs einerseits und der Aristotelischen Wertethik Gilligans andererseits. Beide Ethiktypen – die der Gerechtigkeit und die der Fürsorge – fordern sich wechselseitig. Gemessen an diesem vertieften Ethikverständnis stellt sich das weibliche Zögern, ein moralisches Urteil zu fällen, nicht mehr als Ausdruck eines unzureichenden Prinzipienbewußtseins, sondern als das eines verantwortungsethisch reflektierten Urteilsvermögens dar. Die Untersuchung spannt einen Bogen zwischen hermeneutischen und ethischen ebenso wie zwischen historischen und systematischen Fragestellungen. Darüber hinaus bietet sie einen Einblick in die aktuelle Diskussion der Diskursethik.
Topics
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Frontmatter
I -
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Inhalt
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Vorwort
9 -
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Einleitung
11 -
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Deontologische und teleologische Moralbegründung
13 -
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Problemaufriss und Gang der Untersuchung
19 - TEIL I: VERGLEICH DER ENTWICKLUNGSTHEORIEN KOHLBERGS UND GILLIGANS
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1. Lawrence Kohlberg: Stufentheorie der Gerechtigkeitsethik
27 -
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2. Carol Gilligan: Care-Ethik
44 -
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3. Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Fürsorge- und Gerechtigkeitsethik
61 -
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4. Überprüfung der Zwei-Moralen-These
74 -
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5. Universalistische Ethik der Gerechtigkeit und Fürsorge
89 - TEIL II: ETHISCHE URTEILS KOMPETENZ: PSYCHOLOGISCHE ERKLÄRUNG - PHILOSOPHISCHE BEGRÜNDUNG
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6. Von der Identitäts- zur Komplementaritätsthese
93 -
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7. Reichweite und Grenzen rekonstruktiver Wissenschaft
101 -
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8. Letztbegründung oder faktische Alternativenlosigkeit? Zum Verhältnis von Formal- und Transzendentalpragmatik
103 -
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9. Die Notwendigkeit transzendentaler Normenbegründung1
108 -
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10. Argumentieren: Metapraxis des Denkens und Forschens
112 - TEIL III: ENTWICKLUNGSPSYCHOLOGIE UND HERMENEUTIK
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11. Methodenwahl in Abhängigkeit vom Vorverständnis
119 -
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12. Transzendentalpragmatische Interpretation der Hermeneutik
123 -
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13. Von der semantischen zur pragmatischen Theorie der Bedeutung
126 -
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14. Von der Transzendentalpragmatik zur Ethik
134 -
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15. Objektivität der praktischen und theoretischen Wissenschaften
138 -
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16. Die kritisch-methodische Funktion des hermeneutischen Zirkels
140 - TEIL IV: DISKURSETHISCHE ERWEITERUNG DER GERECHTIGKEITSETHIK
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17. Was leistet die Dilemma-Methode?
143 -
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18. Vier mögliche Bedeutungen der Fürsorge bei Gilligan
147 -
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19. Zweistufige Architektonik der Diskursethik
163 -
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20. Trägt die Diskursethik den vier Fürsorgeaspekten Gilligans Rechnung?
168 -
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21. Drei Stufen transzendentalpragmatischer Normenbegründung
176 -
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22. Postkonventioneller Verantwortungsuniversalismus: Stufe 7 und 8
184 -
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23. Gilligans Fürsorgeethik zwischen postkonventioneller Gesinnungs- und Verantwortungsethik
188 -
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24. Deontologische und teleologische Sollgeltung der Ethik
190 -
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Literaturverzeichnis
193 -
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Personenregister
209
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