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Social Discipline in Italy: Peregrinations of a Historical Paradigm

Veröffentlicht/Copyright: 6. September 2014
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ZUSAMMENFASSUNG

Dieser Aufsatz beschä ftigt sich mit dem Ursprung und der Entwicklung der Debatte über Sozialdisziplinierung, Konfessionalisierung und Modernisierung in der italienischen Historiographie seit den frühen 1980er Jahren. Anstoß dieser Diskussionen war der Vorschlag, frühneuzeitliche italienische Geschichte nicht mehr in den Kategorien von Gegenreformation und katholischer Reform zu untersuchen, sondern unter dem Blickwinkel eines Modernisierungsprozesses, der aus einer komplexen Interaktion zwischen Institutionen des Staates und der Kirche einerseits und der Gesellschaft andererseits hervorgegangen sei. Der hier gebotene historiographische überblick macht deutlich, daß dadurch insbesondere die Disziplinierungsbestrebungen der nachtridentinischen Kirche ins Zentrum der Forschung gerückt sind. Die zu Beginn der Debatte geforderte Untersuchung von Interaktionsprozessen sowie die Frage nach den langfristigen Folgen der italienischen Konfessionalisierung sind dagegen noch nicht ausreichend bearbeitet.

Published Online: 2014-09-06
Published in Print: 2003-12-01

© 2014 by Gütersloher Verlagshaus

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