Einleitung
Alkohol wird bei Migranten insbesondere ab dem 50. Lebensjahr zu einem häufigen Problem. Diese Gruppe wird aber durch alkoholbezogene Präventionsmaßnahmen nur unzulänglich erreicht. Vor diesem Hintergrund wurde am Universitätsklinikum Freiburg ein auf ältere Migranten gerichtetes transkulturelles Präventionskonzept für alkoholbezogene Störungen in einer cluster-randomisierten Studie mit n = 268 Migranten evaluiert. Akzeptanz, Bewertung und selbstangegebene Reduktion im Alkoholkonsum in der Interventionsgruppe signifikant höher. Die Berücksichtigung der Diversität bezüglich kultureller, migrationsbezogener war, soziodemographischer und sprachlicher Faktoren erhöht die Effektivität von Präventionsmaßnahmen.
Literaturverzeichnis
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