Substanznormen: Substanz in der Missbrauchsvermeidung: Die Substanzanforderungen der §§ 7 ff. AStG und des § 50d Abs. 3 EStG
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Natalie Steiner
, Tim Stumpf and Robert Ullmann
Zusammenfassung
„Substanz“ ist in zahlreichen deutsch-steuerlichen Normen von zentraler Bedeutung. Obgleich die norm- und tätigkeitsspezifische Auslegung der Substanzanforderungen über alle Substanznormen hinweg wesentliche Gemeinsamkeiten aufweist, ergeben sich gleichwohl vereinzelt Besonderheiten. In dem vorliegenden Beitrag wird dargelegt, dass jedenfalls bei Substanznormen, denen ein einheitlicher Normzweck zugrunde liegt, eine normübergreifend einheitliche Auslegung geboten ist. Dies wird konkret anhand der beiden Substanznormen der Hinzurechnungsbesteuerung gem. §§ 7 ff. AStG und des Quellensteuervorbehalts gem. § 50d Abs. 3 EStG herausgearbeitet. Insbesondere sind die sich aus dem Wortlaut der beiden Substanznormen ergebenden Unterschiede letztlich jedenfalls in EU/EWR-Sachverhalten nicht haltbar.
Abstract
„Substance“ is of central relevance in numerous German tax laws, i.e. substance regulations. Despite the interpretation of substance requirements being norm- and activity-specific, there are notable commonalities across all substance regulations. However, peculiarities between substance regulations remain. Our analysis demonstrates that in cases where substance regulations share a common normative purpose, a consistent interpretation across different substance regulations is warranted. We illustrate this point by using two specific.i.c. substance regulations, namely the CFC taxation according to §§ 7 ff. AStG and the withholding tax reservation according to § 50d (3) EStG. In particular, the differences arising from the wording of the two substance regulations are ultimately untenable, at least in EU/EEA settings.
© 2024 by Verlag Dr. Otto Schmidt KG, Gustav-Heinemann-Ufer 58, 50968 Köln.
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