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The Meaning of Religion in the Politics of Friedrich Naumann

  • Wolfhart Pentz
Published/Copyright: February 26, 2008
Journal for the History of Modern Theology / Zeitschrift für Neuere Theologiegeschichte
From the journal Volume 9 Issue 1

Zusammenfassung

Der Aufsatz beschäftigt sich mit den religiösen und politischen Leitvorstellungen Friedrich Naumanns (1860–1919), dessen Lebensweg im Wilhelminischen Deutschland reich an konzeptionellen Neuorientierungen zu sein scheint. Nach seinem anfänglichen Engagement für die christlich-soziale Bewegung, die den Reich-Gottes-Gedanken zu einem Konzept sozialer Gerechtigkeit nutzte, trat Naumann ab 1898 im Sinne des politischen Liberalismus verstärkt für eine Trennung von Religion und Politik ein, um schließlich unter Betonung nationaler und sozialdarwinistischer Interessen eine Zivilreligion zu formulieren. Diese Veränderung, daß dem christlichen Glauben für die politische Ethik nur noch eine marginale Bedeutung eingeräumt wurde, wird meist als ein größerer Bruch in Naumanns Biographie bewertet. Der Aufsatz vertritt demgegenüber die Auffassung, daß trotz aller Wandlungen in der Auffassung von Religion und Politik Naumanns Ziel immer dasselbe blieb, nämlich einen Beitrag zur Förderung menschlicher Gemeinschaft zu leisten.

Published Online: 2008-02-26
Published in Print: 2002-05-28

© Walter de Gruyter

Downloaded on 7.1.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/znth.9.1.70/html
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