Abstract
From 2010 on, a new tax law („Bürgerentlastungsgesetz“), which allows for more generous deductions, lowers total revenue from income taxation by more than 9 billion Euros per year. In addition, this new law leads to extensive changes concerning the source taxation of wage income. The present paper explores these effects and shows that wage taxes increase for some tax payers, despite the fact that their final tax liability decreases. On the other hand, the new law reduces the wage tax of secondary wage earners and thereby helps to diminish the negative work incentives associated with the German income tax system.
Zusammenfassung
Durch die Ausweitung der Abzugsfähigkeit von Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen im Rahmen des Bürgerentlastungsgesetzes werden die Steuerpflichtigen ab 2010 jährlich um mehr als 9 Mrd. Euro entlastet. Damit einher gehen weitreichende Änderungen in der Lohnsteuer. Ziel dieses Beitrags ist es, die Wirkungen des Bürgerentlastungsgesetzes auf die Lohnsteuer anhand von Einzelfallberechnungen zu quantifizieren. Es wird gezeigt, dass es für einzelne Steuerpflichtige paradoxerweise zu Mehrbelastungen bei der Lohnsteuer kommt, während vor allem Zweitverdiener vom Bürgerentlastungsgesetz profitieren. Die Entlastungswirkung bei den Zweitverdienern könnte die bisher, aufgrund ihrer relativ hohen Lohnsteuerbelastung, bestehenden negativen Erwerbsanreize verringern. Darüberhinaus wird untersucht, inwieweit sich Ehepaare bei ihrer Lohnsteuerklassenwahl an die veränderte Lohnsteuerberechnung anpassen werden.
© 2011 by Lucius & Lucius, Stuttgart
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