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Tusculum Studienausgaben
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„Glücklich ist also ein Leben, das seinem eigentlichen Wesen entspricht, uns aber nur gelingen kann, wenn der Geist gesund ist und seine Gesundheit dauerhaft behält, wenn er stark und zupackend und dann auch auf schönste Weise empfindsam ist und allen Situationen gerecht wird, wenn er auf seinen Leib und auf alles, was mit diesem zu tun hat, achtet, dies aber ohne Angst, und wenn er dann alle anderen Dinge, die das Leben bereichern, im Auge behält, ohne jedoch irgendetwas besonders zu bevorzugen, und die Gaben des Schicksals bewusst gebraucht, ohne sich ihnen zu unterwerfen.“ Seneca Für ein glückliches Leben gibt es nach Seneca (4-65 n. Chr.) nur eine Voraussetzung: die Fähigkeit und Bereitschaft, das Gute zu tun. Als einziges wirkliches Übel gelten ihm Bosheit und Schändlichkeit. Alles andere, was die Menschen für „Güter“ oder „Übel“ halten, ist weder gut noch schlecht; nur die Art und Weise, wie es vom Menschen gebraucht wird, lässt es zu „Gütern“ oder zu „Übeln“ werden. So ist der Mensch selbst letztlich Herr über gut und böse. Die Neuausgabe (2012) wurde von Rainer Nickel komplett neu übersetzt, eingeleitet und kommentiert. Die sprachliche Form der Übersetzung will den zeitgenössischen Leser ansprechen und motivieren, Senecas Gedanken als einen modernen Beitrag zur Diskussion über ein aktuelles Thema mit Gewinn nachzuvollziehen.
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Der Philosoph Wilhelm Dilthey nannte Ciceros „Staat“ eines der größten Kunstwerke in Prosa. Cicero, der die höchsten Ämter im Staat innehatte und sich mit höchstem Einsatz gegen den Untergang der römischen Republik stemmte, reflektiert seine praktischen Erfahrungen und verdichtet sie in diesem Werk zu einem umfassenden Wertesystem, das für das Leben jeder politischen Gemeinschaft bis auf den heutigen Tag gültig ist. In Anlehnung an Platons „Politeia“ legt Cicero in Form eines Dialoges die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Staatsformen dar. Im Gegensatz zu Platon ist sein idealer Staat jedoch keine Fiktion, sondern die römische Republik. Diese Ausgabe des berühmten ciceronischen Werkes will dem Leser die Bedeutung und Selbstständigkeit des Staatsdenkens Ciceros zugänglich machen. In einer Zeit, die Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens ein besonderes Interesse entgegenbringt, ist es nicht unwesentlich, sich ein Denken gegenwärtig zu halten, das die menschliche Existenz ganz im Gemeinwesen des Staats begründet und bedingt sieht. Die Neuausgabe (2012) enthält eine Neuübersetzung, eine neue Einführung, Anmerkungen, ein Namenregister und Literaturhinweise von Rainer Nickel.
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Die knapp gefassten historischen Schriften des Sallust zählen zu den Meisterwerken der Geschichtsschreibung. Sie verfolgen ein doppeltes Ziel: die Darstellung eines bedeutenden Ereignisses und die Herausarbeitung seiner Bedeutung im Ganzen der römischen Geschichte.
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Die vier vollständig überlieferten Reden gegen Catilina (lat. Catilinariae orationes IV) hielt der römische Philosoph, Schriftsteller und Politiker Marcus Tullius Cicero im Jahre 63 v. Chr., um Senator Lucius S. Catilina zu überführen. Dieser hatte seine Anhänger zu einem Putsch gegen die Römische Republik verschworen. Cicero deckt mit brillanter Rhetorik das Komplott auf und plädiert für Verfolgung und Bestrafung. Die Catilinarischen Reden erweisen den Staatsmann als glänzenden Taktiker und geben Aufschluss über den Zustand der späten römischen Republik.
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Erpressungen, Unterschlagungen, der Raub von Kunst- und Kultgegenständen und die verbrecherische Willkürjustiz des Gaius Verres als Statthalter von Sizilien bieten Cicero reichlich Stoff für ebenso furchtlose wie vernichtende rhetorische Attacken. Die Auswahlausgabe enthält die Erste Rede sowie das vierte Buch der Zweiten Rede.
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Von Phaedrus wissen wir wenig mehr, als dass er um die Zeitenwende in Rom lebte. Er schöpft aus dem Fabelschatz des großen Äsop und aktualisiert den Stoff mit scharfem Blick für seine Umgebung. Die Fabeln sollen „das Gelächter wecken und dem klugen Leser Lebenslehren geben“. Die Ausgabe enthält zusätzlich die berühmten Holzschnitte der Edition von 1491 und ein Register der Tiere, Namen und Fabeln Äsops.
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Bei den Epistulae des Plinius Secundus, eines Vertreters der römischen Aristokratie, handelt es sich um Kunstbriefe. Die repräsentative Auswahl von Rainer Nickel fasst die Texte jeweils unter einem bestimmten Gesichtspunkt zusammen: Wohnen und Umwelt, Literatur und Leben, Partnerschaft und Liebe, aber auch bemerkenswerte Naturerscheinungen wie der Vesuvausbruch im Jahr 79 n. Chr. Die Briefe sind eine bedeutende Quelle für die römische Kultur des 1. Jahrhunderts n. Chr.
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Die Germania, auf den ersten Blick eine farbige Beschreibung der germanischen Völker, verfolgt ein klares propagandistisches Ziel: Der korrupten, unfreien und dekadenten Gesellschaft seiner Zeit stellt Tacitus das Idealbild einer auf Einfachheit, Ehre, Freiheit und Kampfesmut beruhenden Lebensweise gegenüber.