Studienbücher Geschichte und Kultur der Alten Welt
Die Jahrhunderte um die Zeitenwende bilden die Phase der ägyptischen Hochkultur, in der der Kontakt zum Abendland am intensivsten war. Vor allem im Bereich der Religion, Wissenschaft und Literatur hat das Ägypten der griechisch-römischen Zeit die europäische kulturelle Tradition befruchtet. Durch die ägyptische Auseinandersetzung mit dem Fremden (Vorderasien, Griechenland, Rom) gewinnt die Überlieferung des spätzeitlichen Ägpyten zusätzliche Facetten. Der vorliegende Band der "Studienbücher" stellt die Zeit vom 4. Jahrhundert v. Chr. bis zum 5. Jahrhundert n. Chr. anhand demotischer (spätägyptischer) Textquellen dar. Breite und Vielfalt dieses weithin unbekannten Schrifttums werden erschlossen sowie seine historische und kulturgeschichtliche Bedeutung für den Brückenschlag zwischen pharaonischer und abendländischer Kultur dargestellt. Alle Texte sind neu aus dem Demotischen übersetzt und ausführlich kommentiert. Detaillierte Indizes und eine thematisch gegliederte umfangreiche Bibliographie erleichtern den Zugang.
Die Erforschung der Wirtschaftsgeschichte des römischen Kaiserreiches ist seit nahezu hundert Jahren von der Kontroverse zweier „Schulen" geprägt:
auf der einen Seite die der „Modernisten", auf der anderen die der „Primi tivisten". Zu Recht wird diese Kontroverse auch in der neueren Forschung als
die „Jahrhundert-Debatte" qualifiziert.
Der Titel ist in der Reihe "Studienbücher Geschichte und Kultur der Antike" erschienen und in einen darstellenden Teil und eine ergänzende Zusammenstellung relevanter Quellen in deutscher Übersetzung gegliedert. Die Quellensammlung enthält zahlreiche Literaturhinweise und kommentierende Anmerkungen sowie viele Illustrationen, insbesondere Münzabbildungen.