multi-volume work: Kunst und Religion im Jahrhundert der Aufklärung
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Kunst und Religion im Jahrhundert der Aufklärung

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Das 18. Jahrhundert ist in Europa das Jahrhundert der Aufklärung, die mit ihrer Kritik an den traditionellen Autoritäten zu einer Umformung auch des Christentums führt. Die Infragestellung der kirchlichen Dogmen im Namen der Vernunft, der historisch-kritische Blick auf den Kanon der Bibel und deren Schriften, der Vergleich der verschiedenen Religionen und die Verlagerung des Schwerpunkts der Religion auf das moralische Handeln des frommen Subjekts bewirken eine Aufweichung der festen konfessionellen Fundamente. An die Stelle der staatlich erzwungenen Uniformität des Glaubens tritt die Forderung nach religiöser Toleranz. Dieser Wandel des Christentums schlägt sich auch in den verschiedenen Künsten nieder, zugleich aber machen die Künste selbst einen Wandel durch.

Es entsteht eine bürgerliche Öffentlichkeit, auf die die Künste sich einstellen, so dass sie auch in der Wahl ihrer Themen zusehends bürgerlich werden. Es besteht nach wie vor ein Bedarf an kirchlicher Kunst, handle es sich nun um Kirchenbauten, Altartafeln, Messen, Kantaten oder Choräle. Aber die Religion spielt auch außerhalb kirchlicher Auftragswerke nach wie vor eine entscheidende Rolle in den Künsten, selbst bei antiklerikal eingestellten Künstlern. Zudem werden die einzelnen schönen Künste jetzt als Bereiche der einen Kunst verstanden, die Kunstwerke als Produkte eines schöpferischen Genius. Und es entsteht eine neue philosophische Disziplin, die Ästhetik, die sich mit dem Geschmack und der Wahrnehmung des Schönen und Erhabenen befasst

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In Europe, the eighteenth century was the century of the Enlightenment, which reshaped Christianity with its critique of the traditional authorities. This is also reflected in the various art forms. At the same time, the arts underwent their own transformation, evolving into domains of a single art that, when acknowledged as an independent entity, became the subject of a new discipline – aesthetics.

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In Europe, the eighteenth century was the century of the Enlightenment, which reshaped Christianity with its critique of the traditional authorities. This is also reflected in the various art forms. At the same time, the arts underwent their own transformation, evolving into domains of a single art that, when acknowledged as an independent entity, became the subject of a new discipline – aesthetics.

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In the 18th century, the Enlightenment leads to a transformation of Christianity by questioning church dogmas and advocating for religious tolerance. These changes also influence the arts, which become increasingly bourgeois and adjust to a new public. While religion remains present in the arts, a new discipline—aesthetics—emerges, focusing on taste and the perception of beauty and the sublime.

Downloaded on 8.4.2026 from https://www.degruyterbrill.com/serial/rkra-b/html
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