Briefwechsel und Tagebücher
-
-
In collaboration with:
-
Edited by:
, and
This work presents a critical historical edition with detailed commentary of the correspondence, journals and diaries of Giacomo Meyerbeer, one of the most significant and influential 19th century composers. They provide the most informative and comprehensive documents from the contemporary musical theatre, with its centres in Paris, London, Upper Italy, and Meyerbeer's home town of Berlin.
Reviews
"Was erwartet den Leser und Benutzer dieser Edition? Keineswegs nur Material zur Musik- und Operngeschichte des 19. Jahrhunderts – das ist die vielleicht wichtigste Feststellung. Die Briefe Meyerbeers, hier als Briefwechsel mit allen eruierbaren Gegenbriefen präsentiert, seine Tagebücher und Taschenkalender, sind Zeugnisse der Kulturgeschichte, sie sind die Lebenszeichen eines der berühmtesten Männer des 19. Jahrhunderts. [...] Entstanden ist eine zentrale Quellensammlung nicht nur zur Biographie Meyerbeers, sondern auch zum Musikleben, ja zur Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts."
Jens Malte Fischer in: Süddeutsche Zeitung 17. September 2007
Volume 6 (1. January 1853 to 31. December 1855) is the continuation of the critical historical edition launched by Heinz and Gudrun Becker in 1960 which the present editor took over in 1993 and which has been funded by the Deutsche Forschungsgemeinschaft since 1994.
Der kulturelle Wandel im Zuge des Second Empire hatte binnen weniger Jahre auch im Leben Meyerbeers tief greifende Spuren hinterlassen: Die Opéra als neben dem preußischen Hof zentrale Institution seines bisherigen Schaffens war in einer dauerhaften Krise und erforderte neue künstlerische Wege im Ringen um den Erfolg, den der Komponist noch am Lebensabend als tägliche Herausforderung empfand. Mit bewundernswerter Wachheit registrierte er den Machtverlust alter Weggefährten, den Geschmackswandel auf dem Gebiet des Musiktheaters, der auch ihm bemerkenswert zu schaffen machte, und versuchte die neuen gesellschaftlichen Kräfte und künstlerischen Strömungen zu orten. Das für Meyerbeer persönlich wichtigste Ereignis in den Jahren 1856 bis 1859 ist ohne Frage die Vollendung und Uraufführung seiner Opéra comique Le Pardon de Ploërmel, die unter dem späteren Titel Dinorah populär wurde. Noch einmal, zum letzten Mal, war es Meyerbeer vergönnt zu erleben, wie die Opernhäuser um die Aufführung dieses Werkes rangen. Noch einmal auch war er, wohin immer er kam, ein gefeierter Star und wurde mit allen nur erdenklichen Ehrungen überhäuft. In Italien - dort hielt er sich 1856 mehrere Monate auf - wurde er im Grunde erst entdeckt. Und dennoch: Meyerbeer spürte, daß man ihn nun zu den "Alten" zählte, daß eine neue Generation mit Verdi und Wagner an ihrer Spitze nach oben drängte und ihm den Platz als berühmtester Opernkomponist der Zeit nicht nur streitig zu machen versuchte, sondern dies tatsächlich auch zunehmend tat.
Der vorliegende Band spiegelt diese wichtige Etappe der Künstlerbiographie Meyerbeers in allen ihren Aspekten wider, darüber hinaus facettenreich den gesamteuropäischen Kulturwandel primär auf dem Gebiet der Musik. Die in diesem Band edierten und eingehend kommentierten Briefe und Tagebücher können ohne Übertreibung als seismographisch genaue Reflexe eines intimen Kenners der Materie gelten, als Zeugnisse aus erster Hand. Wie stets geben die Dokumente einen faszinieren Einblick in das Alltagsleben damaliger Zeit: Reisen inklusive Sightseeing und Badekur, Vermögensbildung und -verwaltung, Verlag und Vermarktung, zuerst und vor allem aber in die Presse als dem Öffentlichkeitsmedium schlechthin.
Die Ausgabe erschließt die umfangreiche Korrespondenz (darunter mit herausragenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sowie im Bereich von Kunst und Wissenschaft), die Tagebücher und Taschenkalender vollständig und in historisch-kritischer Edition. Der umfangreiche Kommentar enthält die zum Verständnis nötigen Hintergrundinformationen zu den erwähnten Personen, Kunstwerken und angesprochenen Themen.
Volume 8 closes this edition of Meyerbeer's correspondence, personal journals and pocket diaries and provides the reader with detailed information about public music life in Berlin, London and Paris during the time from 1860 to 1864. Especially interesting are the documents on his work as the Prussian general music director under Wilhelm I and his posthumously premiered opera L'Africaine.