Kommentar zu den Psalmen
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Die kritische Neuedition aller erhaltenen Teile des Psalmenkommentars von Eusebius von Cäsarea stellte lange Zeit ein Desideratum dar, doch scheiterte sie bislang an der schieren Menge des einzubeziehenden Materials. Nach mehr als zehnjähriger Bearbeitungszeit legt das Langzeitprojekt „Die alexandrinische und antiochenische Bibelexegese in der Spätantike“ seit 2022 seine Ergebnisse in einer auf drei Bände konzipierten Ausgabe vor. Aufgrund seines Umfangs wurde der zweite Band (Ps 51–100) in zwei Teilbände geteilt. Der erste Teilband enthält die Kommentare zu Ps 51–71, also zu dem Teil des zweiten Davidpsalters, dessen Kommentierung durch Eusebius integral überliefert ist. Die Edition basiert zum einen auf einer genauen Aufnahme des einzigen Textzeugen der integralen Überlieferung (Codex Coisl. 44), zum anderen auf der Auswertung aller relevanten Katenenfragmente. So konnten Auslassungen (vor allem von Septuaginta- und Hexaplazitaten) und Fehler des aus der Patrologia Graeca (Bd. 23) bekannten Textes von Bernard de Montfaucon behoben werden; darüber hinaus bieten die Katenenfragmente, da sie auf ältere Traditionen zurückgehen, oftmals bessere Lesarten als die direkte Überlieferung. Durch diese Verbesserungen wie auch durch die übersichtliche, zeitgemäße Gestaltung des Textes und der Apparate wird die vorliegende Ausgabe in der Reihe GCS die bisher maßgebliche Ausgabe Montfaucons für die künftige Forschung auf dem Gebiet der spätantiken Philologie, Theologie und Literaturwissenschaft ersetzen.
Eusebius von Cäsarea (ca. 265-340) ist der erste Autor, der den gesamten Psalter Vers für Vers in einem zusammenhängenden Kommentar auslegte. Das umfangreiche Werk bildete für Jahrhunderte die wissenschaftliche Basis der Psalmenkommentierung. Es wird in der Reihe der „Griechischen Christlichen Schriftsteller" erstmals in drei Bänden kritisch ediert. Zu Ps 101-150 sind nur mehr Fragmente in Katenen erhalten. Sie waren bisher unzulänglich und mit reichlich Fremdmaterial vermengt von B. Montfaucon (1706) und A. Mai (1847), nachgedruckt in den Bänden 23 und 24 der Patrologia Graeca, sowie von J. B. Pitra (1883) herausgegeben worden. Der dritte Band wertet mit der sogenannten Palästinischen Katene (6. Jh.) und der Psalmenkatene des Niketas von Herakleia (spätes 11. Jh.) Überlieferungen aus, die in den alten Editionen unberücksichtigt geblieben waren. So bietet die vorliegende Sammlung gegenüber den bekannten Bruchstücken nicht nur einen fundierten kritischen Text, sondern erweitert ihn mit sehr vielen bislang unbekannten Partien.
Die kritische Neuedition aller erhaltenen Teile des Psalmenkommentars von Eusebius von Cäsarea stellte lange Zeit ein Desideratum dar, doch scheiterte sie bislang an der schieren Menge und teilweise komplexen Überlieferung des einzubeziehenden Materials. Nach mehr als zehnjähriger Bearbeitungszeit legt das Langzeitprojekt „Die alexandrinische und antiochenische Bibelexegese in der Spätantike" seit 2022 seine Ergebnisse in einer auf drei Bände konzipierten Ausgabe vor (der zweite Band erscheint in zwei Teilbänden). Der erste Band enthält die Kommentierungen zu Psalm 1–50, und zwar die in Katenen bewahrten Fragmente der Kommentare zu den Psalmen 1–36 und 38–50 sowie den integral überlieferten Kommentar zu Psalm 37. Letzterer ist innerhalb des umfangreichen Homiliencorpus des Basilius von Cäsarea tradiert worden und wird hier erstmals in einer auf den ältesten Handschriften basierenden kritischen Edition vorgelegt. Das bereits bekannte, in den Editionen Montfaucons und Pitras edierte Material aus den Katenen wurde nach aktuellem Forschungsstand auf seine Authentizität hin überprüft und auf Grundlage der relevanten Handschriften überarbeitet. Fragmente, die zuvor lediglich in einer verkürzten Version bekannt waren, wurden überarbeitet und ergänzt. Darüber hinaus wurden auch bislang unedierte Fragmente aufgenommen. Durch diese grundlegenden Verbesserungen und auch durch die übersichtliche, zeitgemäße Gestaltung des Textes und der Apparate wird die vorliegende Ausgabe in der Reihe GCS die bisherigen Editionen für die künftige Forschung auf dem Gebiet der spätantiken Philologie, Theologie und Literaturwissenschaft ersetzen.
Die kritische Neuedition aller erhaltenen Teile des Psalmenkommentars von Eusebius von Cäsarea stellte lange Zeit ein Desideratum dar, doch scheiterte sie bislang an der schieren Menge des einzubeziehenden Materials. Nach mehr als zehnjähriger Bearbeitungszeit legt das Langzeitprojekt „Die alexandrinische und antiochenische Bibelexegese in der Spätantike" seit 2022 seine Ergebnisse in einer auf drei Bände konzipierten Ausgabe vor. Aufgrund seines Umfangs wurde der zweite Band (Ps 51–100) in zwei Teilbände geteilt. Der zweite Teilband enthält die Kommentierungen zu Ps 72–100. Die Edition basiert zum einen auf einer genauen Aufnahme des einzigen Textzeugen der integralen Überlieferung (Codex Coisl. 44), der zwar ursprünglich die Kommentare zu allen im Band behandelten Psalmen enthielt, durch Textverlust am Ende jedoch in seinem jetzigen Umfang bei Ps 95,3 abbricht. Zum anderen wurden auf Grundlage der seit Anfang des 20. Jahrhunderts vorangebrachten Katenenforschung die Fragmente aller relevanten Psalmenkatenen ausgewertet. Durch diese Neusichtung des Materials konnten zahlreiche Auslassungen und Fehler des aus der Patrologia Graeca (Bd. 23) bekannten Textes von Bernard de Montfaucon behoben werden; darüber hinaus bieten die Katenenfragmente, da sie auf ältere Traditionen zurückgehen, oftmals bessere Lesarten als die direkte Überlieferung. Aufgrund dieser Verbesserungen wie auch der übersichtlichen, zeitgemäßen Gestaltung des Textes und der Apparate wird die vorliegende Ausgabe in der Reihe GCS die bisher maßgebliche Ausgabe Montfaucons für die künftige Forschung auf dem Gebiet der spätantiken Philologie, Theologie und Literaturwissenschaft ersetzen.