Multi-Volume Work
Reihe II: 9. Mai 1945 bis 4. Mai 1955
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Herausgegeben vom Bundesministerium des Innnern und vom Bundesarchiv. Wissenschaftliche Leitung Helmut Altrichter, Bernd Faulenbach, Hanns Jürgen Küsters.
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Die "Dokumente zur Deutschlandpolitik", die umfangreichste Dokumentation zur deutschen Geschichte nach 1939, werden von jetzt an im Oldenbourg Verlag in München betreut. Der Verlag führt das 1961 begründete Werk mit allen bisher erschienenen Bänden weiter. Die Auswahl der heute - auch aus früheren DDR-Archiven - verfügbaren Archivalien folgt den Prinzipien der schon vorliegenden Bände: Alle zugänglichen und historisch bedeutsamen deutschlandpolitischen Quellen werden nach gesicherten Texten und kommentiert veröffentlicht.
Die Edition wird jetzt mit Bänden der II. Reihe (9. Mai 1945 bis 4. Mai 1955) fortgesetzt. Diese unterscheiden - das ist neu - zwischen zeitgenössisch bekannten Dokumenten, die ein Bild der damaligen Diskussion vermitteln, und jenen, die erst später, häufig erst in jüngerer Zeit Aufschluß über das tatsächliche Geschehen geben. Deshalb sind die Bände in "Veröffentlichte Dokumente" und "Unveröffentlichte Dokumente" geteilt, bilden jedoch inhaltlich eine Einheit.
Die Edition wird jetzt mit Bänden der II. Reihe (9. Mai 1945 bis 4. Mai 1955) fortgesetzt. Diese unterscheiden - das ist neu - zwischen zeitgenössisch bekannten Dokumenten, die ein Bild der damaligen Diskussion vermitteln, und jenen, die erst später, häufig erst in jüngerer Zeit Aufschluß über das tatsächliche Geschehen geben. Deshalb sind die Bände in "Veröffentlichte Dokumente" und "Unveröffentlichte Dokumente" geteilt, bilden jedoch inhaltlich eine Einheit.
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Dieser Band der Edition dokumentiert die grundlegenden Entscheidungen der Deutschlandpolitik des Jahres 1950:
· Verhandlungen unter den drei Westmächten über die Revision des Besatzungsstatuts
· die Sicherheitslage Deutschlands angesichts des Korea-Krieges
· die Bewaffnung der Bundesrepublik, ihr Beitritt zum Europarat
· der Streit mit Frankreich über die Saarfrage
· die wirtschaftliche Integration in den Schuman-Plan
· die Einbettung in die westliche Embargofront gegenüber Osteuropa.
Eine Vielzahl bislang unveröffentlichter und nur schwer zugänglicher veröffentlichter Akten aus deutschen, westlichen und östlichen Archiven öffnet den Blick auch auf interne Einschätzungen.
Die DDR nutzte den innerdeutschen Handel, um harte Reparationsforderungen der UdSSR zu erfüllen. Diese setzte ihre Sowjetisierungspolitik fort und band die DDR in den RGW ein. Die SED suchte ihre Machtposition durch Abhaltung der Volkskammer-Wahlen nach Einheitslisten zu stabilisieren und fachte nach Abschluß des Görlitzer Vertrages mit Polen über die Oder-Neiße-Grenze durch den Grotewohl-Brief die Wiedervereinigungsdiskussion in Deutschland weiter an.
· Verhandlungen unter den drei Westmächten über die Revision des Besatzungsstatuts
· die Sicherheitslage Deutschlands angesichts des Korea-Krieges
· die Bewaffnung der Bundesrepublik, ihr Beitritt zum Europarat
· der Streit mit Frankreich über die Saarfrage
· die wirtschaftliche Integration in den Schuman-Plan
· die Einbettung in die westliche Embargofront gegenüber Osteuropa.
Eine Vielzahl bislang unveröffentlichter und nur schwer zugänglicher veröffentlichter Akten aus deutschen, westlichen und östlichen Archiven öffnet den Blick auch auf interne Einschätzungen.
Die DDR nutzte den innerdeutschen Handel, um harte Reparationsforderungen der UdSSR zu erfüllen. Diese setzte ihre Sowjetisierungspolitik fort und band die DDR in den RGW ein. Die SED suchte ihre Machtposition durch Abhaltung der Volkskammer-Wahlen nach Einheitslisten zu stabilisieren und fachte nach Abschluß des Görlitzer Vertrages mit Polen über die Oder-Neiße-Grenze durch den Grotewohl-Brief die Wiedervereinigungsdiskussion in Deutschland weiter an.
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Als Ergebnis der Außenminister-Konferenzen der Sechs und der Neun Mächte im August, September und Oktober 1954 wurden am 23. Oktober 1954 die sog. Pariser Verträge unterzeichnet. Sie markieren eine wichtige Zäsur in der Entwicklung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Besatzungsstatut für die Bundesrepublik Deutschland wurde beendet, die damit entstandene Rechtslage blieb 35 Jahre, bis zum Zwei-plus-Vier-Vertrag 1990, in Geltung. Die Bundesrepublik wurde zugleich in die NATO und in die neu gebildete Westeuropäische Union aufgenommen. Die hier abgedruckten Quellen dokumentieren jene zentralen deutschlandpolitischen Entscheidungen, die der Bundesrepublik Deutschland wieder zu internationaler Anerkennung verhalfen, ihre Westbindung festschrieben und zugleich eine Absage an Neutralisierungsvorschläge bedeuteten.