Leben in Bildern
-
Edited by:
In the excellently designed volumes of the series Leben in Bildern (Life in Pictures), renowned journalists and German scholars present the life’s work of important artists. Original approaches and surprising forms of presentation help to whet the readers’ appetites for their own journeys of discovery. The biographical essays are characterised by individual approaches to the respective artists and complemented by enlightening visual material, a chronological table, and a select bibliography.
Topics
Clarice Lispector gehört zu den großen Sprachschöpferinnen der Weltliteratur. Für ihre Individualität und ihre poetischen Selbsterkundungen wird sie bis heute nicht nur in Brasilien verehrt. Nach der Flucht aus der Ukraine lebte sie in Neapel, Bern, Washington und Rio de Janeiro. Leonie Meyer-Krentler erkundet die durch Flucht und Exil ausgelösten Zerreißproben, über denen Lispector zu ihrem einzigartigen Werk fand.
Wolf Biermann lernte von ihm das »Schweigen zwischen den Worten« und widmete ihm mit »Ermutigung« sein berühmtestes Lied. Joseph Brodsky erkannte an seinem Gesicht, dass er einen wirklichen Dichter vor sich hatte. Und Marcel Reich-Ranicki zählte ihn zu den ganz großen Lyrikern des 20. Jahrhunderts: Peter Huchels (1903–1981) Erscheinung hinterließ Eindruck bei denen, die ihm begegneten, die Wirkung seiner Verse auf Leser und Autoren ist ungebrochen.
Dass sie nichts von ihrer Kraft verloren haben, verdankt sich Huchels Treue zu seinen Anfängen, zu Mensch, Natur und Landschaft seiner märkischen Heimat. Dort wächst er auf dem Gutshof der Großeltern auf, dorthin kehrt er nach Jahren in Paris, Wien und Berlin, nach Krieg und Gefangenschaft zurück und begründet als Chefredakteur den legendären Ruf der Zeitschrift »Sinn und Form«, des »geheimen Journals der Nation«. Und dort wird er nach seiner Absetzung und Isolierung zum widerständigen Einzelgänger, zum Mythos. Matthias Weichelt gelingt in einem luziden Essay die Verschränkung von Einzigartigkeit und Zauber des dichterischen Werkes mit Huchels Leben, das im Jahre »neunzehnhunderttraurig« beginnt und von den Ambivalenzen und Katastrophen des Jahrhunderts gezeichnet ist.
This biographical study illuminates numerous aspects of Pablo Neruda’s life, including the Rimbaud and Verlaine-inspired poems on delirium in his “Residence on Earth”, which was triggered by culture shock when he served as consul in Burma, Ceylon, and Indonesia; poems about the Spanish Civil War and the death of his friend García Lorca; his joining the Communist Party; his escape through Buenos Aires to Paris; and his paeans to Stalin.