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multi-volume work: Adel und Bürgertum in Deutschland
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Adel und Bürgertum in Deutschland

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Die historische Forschung hat bisher vor allem die beeindruckende Selbstbehauptung des deutschen Adels im 19. und frühen 20. Jahrhundert herausgearbeitet, und zwar in der Regel mit erkennbarem Unwillen. Der Abschied des Adels aus der Geschichte ging den Historikern nicht schnell genug. Dabei gibt es zahlreiche Gründe für ein solches Obenbleiben. Unter diesen besaßen die Orientierungs- und Verhaltensmuster des Bürgertums besonderes Gewicht. Wie in den meisten Ländern Westeuropas wurden auch in Deutschland die gesellschaftlichen Machtstrukturen dieser Zeit nicht von Adel oder Bürgertum, sondern von Adel und Bürgertum geprägt, in genau zu bestimmenden Mischungslagen. Die Bildung einer neuen Führungsschicht war seit dem Ende des 18. Jahrhunderts ein gesamteuropäisches Problem. Dabei wurde der Adel bis ins 20. Jahrhundert hinein immer wieder zum Reservoir derjenigen Personen gezählt, aus welchem eine Elite, der "neue Adel", rekrutiert werden sollte. Die Bildung eines "neuen Adels" aus Adel und Bürgertum hatte in Deutschland seine Konjunkturen und Krisen. Mit dem Konzept "Elitenbildung" ist es möglich, die Adelsforschung aus stereotyp gewordenen Deutungsmustern zu lösen und die Beziehung zwischen Adel und Bürgertum, die im langen 19. Jahrhundert immer wieder neu ausgehandelt und ausprobiert wurde, in ihren Chancen, ihren Erfolgen und in ihrem Scheitern zu erforschen.

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Die Reihe "Elitenwandel in der Moderne" publiziert die Ergebnisse eines Forschungsprojekts, das den Prozeß der Elitenbildung aus Adel und Bürgertum in der gesellschaftlichen Modernisierung Deutschlands zwischen 1750 und 1933 zu rekonstruieren unternimmt. Aus dem Inhalt: Heinz Reif: Einleitung Mark Stoneman: Bürgerliche und adlige Krieger: Zum Verhältnis zwischen sozialer Herkunft und Berufskultur im wilhelminischen Armee-Offizierskorps Martin Kohlrausch: Die Flucht des Kaisers – Doppeltes Scheitern adlig-bürgerlicher Monarchiekonzepte Axel Schildt: Der Putsch der "Prätorianer, Junker und Alldeutschen". Adel und Bürgertum in den Anfangswirren der Weimarer Republik Marcus Funck: Schock und Chance. Der preußische Militäradel in der Weimarer Republik zwischen Stand und Profession Stephan Malinowski: "Führertum" und "Neuer Adel". Die Deutsche Adelsgenossenschaft und der Deutsche Herrenklub in der Weimarer Republik Wolfgang Zollitsch: Orientierungskrise und Zerfall des autoritären Konsenses: Adel und Bürgertum zwischen autoritärem Parlamentarismus, konservativer Revolution und nationalsozialistischem Führeradel 1928-1933 Guido Müller: Jenseits des Nationalismus? – "Europa" als Konzept grenzübergreifender adlig-bürgerlicher Elitendiskurse zwischen den beiden Weltkriegen Eckart Conze: Adel und Adeligkeit im Widerstand des 20. Juli 1944
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