Edition als Vermittlung
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Edited by:
Anke Bosse
and Artur R. Boelderl
About this book
Edition und Vermittlung stehen in einem Spannungsverhältnis, das Grundsatzfragen aufwirft: Wo beginnt, wo endet der Prozess der Edition? Schließt der offene Textbegriff, wie er besonders in jüngeren Editionen vorherrscht, vermittelnde Texte ein? Oder gilt es streng zu unterscheiden zwischen der Bereitstellung eines ‚verlässlichen‘ Texts und darauf bezogenen Vermittlungsformaten, die nicht mehr Teil der Edition sind oder sein sollen? Und gehen nicht gerade digitale Editionen darüber hinaus, indem sie Visualisierungen, Audioformate, Downloads u.v.m. anbieten?
Zielt Edition auf ein professionelles Publikum, während Vermittlung dieses in Richtung nichtprofessioneller Publika überschreitet? Wie die Auffassung von ,Text‘ unterliegen auch die Adressatinnen und Adressaten von (zumal Hybrid- und Online-)Editionen einer Pluralisierung. Die Öffentlichkeiten werden vielfältiger und heterogener, und die Editionsvorhaben tragen dieser Entwicklung in ihrer Konzeption, ihrer didaktischen Aufbereitung und von den Zugangsmöglichkeiten her Rechnung bzw. werden dazu angehalten – unter anderem von ihren Fördergebern.
Ist Edition also letztlich doch gleich Vermittlung (geworden)? Dieser Frage gehen die hier versammelten interdisziplinären Beiträge nach.
Author / Editor information
Anke Bosse, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Austria; Artur R. Boelderl, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Austria.
Topics
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