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Richten wärmebehandelter Bauteile*

  • M. Mitze
Published/Copyright: May 31, 2013

Kurzfassung

Richten ist auf den ersten Blick nicht wertschöpfend. So wird häufig erst einmal versucht, den Härteverzug durch Optimierung der Wärmebehandlungsverfahren zu verringern und entweder ganz ohne einen Richtvorgang die Zeichnungstoleranzen zu erreichen oder mit einfachen Hilfsmitteln zum Ziel zu kommen. Die Praxis zeigt, dass dies nur in Ausnahmefällen dauerhaft gelingt. Zudem gibt es darüber hinaus gewichtige Argumente, die für eine Investition in eine Richtanlage sprechen: Durch die deutlich geringere Restkrümmung können häufig Schleifaufmaße vermindert werden, auch bleibt bei oberflächenharten Teilen die Härteschicht gleichmäßig erhalten. Das Messen und Richten in einer Aufspannung garantiert günstige Taktzeiten und eine gleichmäßige, dokumentierte Qualität. Serienmäßig hergestellte Richtmaschinen sind heute für ein breites Spektrum von Aufgabenbereichen verfügbar, mit Prozesskräften zwischen 20 kN und 20000 kN eignen sie sich für Werkstücke mit Längen von etwa 30 mm bis 30000 mm und Querschnitten von 2 mm bis 500 mm. In diesem Beitrag werden der Richtprozess und die eingesetzten Anlagen detailliert vorgestellt.

Abstract

At first glance, straightening is not a value-adding process. Attempts are often made to reduce hardening distortion by optimising the heat treatment process and to achieve drawing tolerances either completely without straightening or to achieve the objective by simple means. In practice, this is only permanently achieved in exceptional cases. There are also substantial arguments that clearly speak for investment in a straightening machine: due to a considerably lower residual curvature, grinding allowances can often be reduced and the case of parts with hard surfaces evenly maintained. Measurement and straightening in one operation ensures favourable cycle times and a consistent, documentable quality. Mass-produced straightening machines are available today for a broad spectrum of applications. Machines with process forces between 20 kN and 20000 kN are suitable for workpieces with lengths from about 30 mm to 30000 mm and a cross-section from 2 mm to 500 mm. This article describes in detail the straightening process and employed systems.


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Vorgetragen auf dem HK 2009, 65. Kolloquium für Wärmebehandlung, Werkstofftechnik, Fertigungs- und Verfahrenstechnik, 7.-9. Oktober 2009, in Wiesbaden.

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Literatur

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Online erschienen: 2013-05-31
Erschienen im Druck: 2010-04-01

© 2010, Carl Hanser Verlag, München

Downloaded on 23.2.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.3139/105.110053/html
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