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Beeinflussung der Randzoneneigenschaften des Werkstoffs 42CrMo4 durch einen geregelten Festwalzprozess

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Published/Copyright: May 2, 2013

Kurzfassung

Ein der spanenden Bearbeitung nachfolgender Festwalzprozess kann sich positiv auf die Randzoneneigenschaften auswirken. Im Rahmen der hier vorgestellten Arbeiten werden die Einflüsse von System- und Stellgrößen des Festwalzprozesses auf die Randzoneneigenschaften bestimmt. Mit Hilfe dieses Wissens ist die Auslegung eines Vielkugelwerkzeuges möglich. Bei dem vergüteten Werkstoff 42CrMo4 lassen sich eine deutliche Verbesserung der Oberflächenrauheit und eine Einbringung von Druckeigenspannungen in die Randzone erzielen. Haupteinflussfaktoren auf das Walzergebnis sind Walzdruck, Kugeldurchmesser und Spurabstand.

Abstract

Deep rolling positively affects the surface layer characteristics of machined workpieces. The influences of the system and process parameters of the deep rolling process on the surface layer characteristics are studied within a current research project. Through this knowledge it is possible to dimension a multiple-ball tool to reduce the primary processing time. A significant improvement of surface roughness and the introduction of compressive residual stress into the subsurface layer can be achieved on hardened and tempered 42CrMo4. Main factors of influence on the results of the deep rolling process are rolling pressure, ball diameter and rolling feed.


Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena, geb. 1959, studierte im Anschluss an eine Schlosserlehre Maschinenbau in Hannover. Von 1987 an war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Fertigungstechnik und Spanende Werkzeugmaschinen (IFW) der Universität Hannover, wo er 1992 promovierte. Anschließend arbeitete er in führenden Positionen im Werkzeugmaschinenbau. Seit Oktober 2001 ist er Leiter des Lehrstuhls für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) der Universität Hannover.

Dipl.-Ing. Jan Dege, geb. 1978, studierte Maschinenbau an der Universität Dortmund. Seit Juni 2005 ist er am IFW als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich “Fertigungsverfahren” tätig.

Dipl.-Ing. Christian Müller, geb. 1972, studierte Maschinenbau an der Universität Hannover. Seit April 1999 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am IFW im Bereich “Fertigungsverfahren“.


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Erhalten: 2005-08
Online erschienen: 2013-05-02
Erschienen im Druck: 2006-02-01

© 2006, Carl Hanser Verlag, München

Downloaded on 15.4.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.3139/105.100363/html
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