Das induktive Randschichthärten mit dem Zweifrequenz-Simultan-Verfahren (SDF-Verfahren)∗
Kurzfassung
Das induktive Randschichthärten ist seit Jahrzehnten Bestandteil moderner Fertigungseinrichtungen und in vielen Industriezweigen fest etabliert. Dabei hat sich in der Methodik der Energieübertragung auf das Werkstück bis heute im Wesentlichen nichts geändert. Je nach der gewünschten Einhärtungstiefe werden höhere oder niedrigere Frequenzen, also HF- oder MF-Generatoren eingesetzt, wobei heute fast ausschließlich Transistorgeneratoren infrage kommen. Bei bestimmten Bauteilen kann aber eine gleichmäßige Einhärtungstiefe über eine stark strukturierte Oberflächenkontur mit einer Frequenz nicht erreicht werden, die z.B. bei Zahnrädern für höhere Festigkeitsansprüche verlangt wer-den muss. Mit dem neuen SDF-Härteverfahren können diese Diskrepanzen vermieden werden, da hier zwei unterschiedliche Frequenzen (HF und MF) simultan in hoher Leistungsdichte eingesetzt werden. Das heißt, die niedrige Frequenz wirkt vorwie-gend im konkaven Abschnitt der Werkstückoberfläche und die höhere Frequenz im konvexen Abschnitt. Diese unterschiedlichen Frequenzanteile können in der Leistungshöhe so differenziert werden, dass ein gleichmäßiges Einhärtungsprofil über die zu härtende Oberfläche erreicht werden kann.
Abstract
For decades, in a variety of industries, inductive surface hardening has been an essential part of modern manufacturing. Over the years, this process of energy transfer into work pieces has not substantially changed. Depending on the depth of hardening required, either high or medium frequency – i.e. HF or MF generators – were used. Today, virtually all of these frequencies are produced with transistor generators. Until now, the application of only one frequency for inductive surface hardening to parts with uneven surfaces requiring high strength properties without pre-mature fatigue, such as gears or sprockets, has resulted in unequal hardening depths and the unacceptable through hardening of the teeth. With the development of the Simultaneous Dual Frequency (SDF) hardening method, these limitations can be avoided, because the two frequencies (HF and MF) are applied simultaneously with high power densities. In short, the medium frequency is used to affect the concave section of the part and the high frequency is used to affect the convex section of the part. By varying the amount of each frequency used and its respective power density, one is able to achieve an equal hardening profile over the entire surface of the part.
Literatur
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© 2004, Carl Hanser Verlag, München
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- Steigerung der Gebrauchsdauer von wälzbeanspruchten Bauteilen unter verschmutztem Schmierstoff∗
- Der Umgang mit Acetylen und dessen Reaktionsprodukten bei der Niederdruckaufkohlung AvaC∗
- Das induktive Randschichthärten mit dem Zweifrequenz-Simultan-Verfahren (SDF-Verfahren)∗
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- Integration von Wärmebehandlungsverfahren in andere industrielle Fertigungen
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