Die konzernspezifische Risiko- und Haftungssegmentierung negieren eine ganze Reihe von Regelungen außerhalb des Gesellschaftsrechts in stetig zunehmendem Maße, allen voran das europäische und deutsche Wettbewerbsrecht. Ein wesentlicher Grund für diesen Trend: bis heute steht die Legitimation des faktischen Konzerns aus. Sie gründet auf sechs Elementen, die sich zur „arbeitsteiligen Konzernleitung in Dezentralität“ kondensieren lassen. Diese Kennzeichnung legitimiert zugleich die Haftungssegmentierung im faktischen Konzern. Sie muss in der Gesetzgebung ebenso wie bei derer Interpretation gegen widerstreitende Regelungsziele abgewogen werden. Das gilt auch und insbesondere für das Wettbewerbsrecht, um nicht den Konzern, die primärrechtlich geschützte modernste Organisationsform im europäischen Binnenmarkt und darüber hinaus, zu vernichten.
The group-specific risk and liability segmentation is increasingly and continuously negated by a large number of regulations outside the area of company law, above all European and German competition law. A significant reason for this trend is that legitimization of the de facto group is still missing today. It is based on six elements which can be condensed into “collaborative group management in decentralisation”. That description at the same time legitimizes the liability segmentation in the de facto group. It must be weighed against conflicting regulatory objectives in legislation and interpretation. That also and in particular applies to competition law in order that the group, the most modern organizational form protected by primary law in the European internal market and beyond, is not destroyed.
© 2019 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston
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