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Systemtheorie und Methode? Zum komplexen Verhältnis von Theoriearbeit und Empirie in der Organisationsforschung

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Published/Copyright: May 26, 2016
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Zusammenfassung

Im Sinne einer naturalistischen Epistemologie erlaubt die Systemtheorie den autologischen Rückschluss auf die Bedingungen der eigenen Forschungspraxis. Das Verhältnis von Empirie, Theorie und Methodologie wird hiermit komplex. Dies bedeutet jedoch nicht, auf eine methodologisch strukturierte Forschung verzichten zu müssen. Letztere wird möglich, indem im Design eines Forschungsprozesses in selektiver Weise öffnende, theoriegenerierende (Gegenstandstheorie) als auch schließende, theoriestabilisierende Momente (Metatheorie) miteinander in Beziehung gesetzt werden. Mit Blick auf eine systemtheoretisch inspirierte Organisationsforschung wird die Praktikabilität wie auch Fruchtbarkeit dieser Unterscheidung anhand der Frage nach der komplexen Beziehung zwischen Interaktion, Organisation und Gesellschaft durchgespielt. Anschließend wird am Beispiel eines Behandlungsprozesses einer nicht mehr therapierbaren internistischen Patientin illustriert, wie eine systemtheoretische Rekonstruktion davon profitieren kann, sich bestimmte theoretische Leerstellen offenzuhalten.

Online erschienen: 2016-5-26
Erschienen im Druck: 2009-5-1

© 2009 by Lucius & Lucius, Stuttgart

Downloaded on 23.3.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/sosys-2009-0108/html
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