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Editorial

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Published/Copyright: July 18, 2018

Es ist nicht der 100. Geburtstag, den unsere KLIO dieses Jahr feiert – das war im Jahre 1997 –, sondern das Erreichen des 100. Bandes. Bei einer jährlich erscheinenden Zeitschrift muss der beträchtliche Unterschied von 21 Jahren auffallen. Die Gründe dafür liegen nicht in der Säumigkeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sondern an den katastrophalen Kriegen und schwerwiegenden Brüchen des vergangenen Jahrhunderts. Im Jahre 1992, im 74. Band, haben wir sie angesprochen, kurz nach den revolutionären Veränderungen der Jahre 1989 und 1990, die mit der Wiedervereinigung Deutschlands auch erhebliche Veränderung innerhalb der deutschen Wissenschaftslandschaft mit sich brachten.

Nun ist das alles auch schon wieder ein Vierteljahrhundert her. Obgleich das für Personen, die sich mit dem Altertum beschäftigen, kein besonders eindrucksvoller Zeitraum ist, fühlt man sich angesichts solcher runden Jubiläumsdaten zu einer Bilanz aufgefordert. Die müsste in heutigen Zeiten vornehmlich daraus bestehen, dass man das Erreichen aller seiner Ziele betont und unter Hinweis auf die eigenen Leistungen mit Eigenlob nicht spart. Darauf möchten wir lieber verzichten. Vielmehr überlassen wir diese Bilanz dem Urteil unserer Autorinnen und Autoren, unserer Leserinnen und Leser, kurzum der gelehrten Gemeinschaft, der wir uns zugehörig fühlen und deren positiver Resonanz wir uns bisher erfreuen konnten.

Angebracht dagegen sind Worte des Dankes, zunächst an unsere Mitherausgeber und diejenigen, die uns bei der Herausgabe unterstützt haben, an Klaus Wachtel, Jan Assmann, Hartwin Brandt, Klaus Fittschen, Martin Jehne, Wulf Raeck, der jetzt auf eigenen Wunsch aus dem Kreise der Mitwirkenden ausscheidet, und Johannes Renger; dankbar erinnern wir uns an Bernhard Hänsel, der am 1. April 2017 verstorben ist. Wir danken aber auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Redaktion und Verlag, ohne die unsere Arbeit wertlos geblieben wäre; stellvertretend für viele seien nur die langjährigen Mitarbeiterinnen Christina Gericke und Sarah Mousavi erwähnt. Und nicht zuletzt gilt unser Dank allen Autorinnen und Autoren, die der KLIO mit ihren Beiträgen eine Gestalt gegeben haben.

Es soll an dieser Stelle aber nicht nur von der Vergangenheit die Rede sein. Wir möchten die Gelegenheit nutzen, auf wichtige Veränderungen im Bereich der Herausgebertätigkeit hinzuweisen: In den Herausgeberkreis haben wir den Kollegen Christian Mann, Universität Mannheim, zusätzlich aufgenommen. Darüber hinaus haben wir einen internationalen Beirat eingerichtet, der uns bei unseren Aufgaben unterstützen und die Qualität der KLIO zu sichern helfen soll. Er soll die Breite unseres Faches und seine Verbindung mit wichtigen Nachbardisziplinen abbilden und besteht aus Claudia Antonetti (Venedig), Jan Assmann (Heidelberg/ Konstanz), Corinne Bonnet (Toulouse), Harriet Flower (Princeton), Lin Foxhall (Liverpool), Kaja Harter-Uibopuu (Hamburg), Olivier Hekster (Nijmegen), Nino Luraghi (Oxford), Francesco Pina Polo (Zaragoza), François de Polignac (Paris) und Johannes Renger (Berlin). Wir sind allen für dieses Engagement dankbar.

 

Manfred Clauss, Peter Funke, Hans-Joachim Gehrke, Christian Mann

Online erschienen: 2018-07-18

© 2018 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston

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  24. Linda-Marie Günther, Bürgerinnen und ihre Familien im hellenistischen Milet. Untersuchungen zur Rolle von Frauen und Mädchen in der Polis-Öffentlichkeit. 2014.
  25. Pia de Fidio – Clara Talamo (Hgg.), Eforo di Cuma nella storia della storiografia greca. Atti dell'Incontro Internazionale di Studi. 2008.
  26. Musa Kadıoğlu, Das Gerontikon von Nysa am Mäander. 2014.
  27. Victor Cojocaru – Christof Schuler (Hgg.), Die Außenbeziehungen pontischer und kleinasiatischer Städte in hellenistischer und römischer Zeit. 2014.
  28. Jean-Marie Lassère, Africa. 2015.
  29. Christoph Lundgreen (Hg.), Staatlichkeit in Rom? Diskurse und Praxis (in) der römischen Republik. 2014.
  30. Carsten Hjort Lange – Frederik Juliaan Vervaet (Hgg.), The Roman Republican Triumph Beyond the Spectacle. 2014.
  31. Raphael Woolf, Cicero. The Philosophy of a Roman Sceptic. 2015.
  32. Ralf von den Hoff – Wilfried Stroh – Martin Zimmermann (Hgg.), Divus Augustus. Der erste römische Kaiser und seine Welt. 2014.
  33. Dorian Borbonus, Columbarium Tombs and Collective Identity in Augustan Rome. 2014.
  34. Björn Schöpe, Der römische Kaiserhof in severischer Zeit (193–235 n. Chr.). 2014.
  35. Klaus Rosen, Augustinus. Genie und Heiliger. Eine historische Biographie. 2015.
  36. Bruno Bleckmann – Timo Stickler (Hgg.), Griechische Profanhistoriker des fünften nachchristlichen Jahrhunderts. 2014.
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