Rezensierte Publikation:
Asboth, Eva Tamara: Der europäische Orient. Transnationale und transatlantische Bilder vom „Balkan“, 1850–1918. Bielefeld: transcript Verlag, 2023. 286 pp.
Das Buch Der europäische Orient von Eva Tamara Asboth beschäftigt sich mit der diskursiven Konstruktion und Dekonstruktion des Balkans als imaginierter „europäischer Orient“. Es untersucht, wie dieser geographisch und kulturell konstruierte Raum durch transnationale und transatlantische Begegnungen, sogenannte „Encounters“, zwischen 1850 und 1918 geformt wurde. Asboth fokussiert sich hierbei besonders auf die Rolle von Akteur:innen in der Vermittlung und Aushandlung von Orient- und Balkanbildern, vor allem in Serbien.
Asboths zentrale These lautet, dass sich das Bild des „europäischen Orients“ als imaginären Raums zwischen Okzident und Orient nicht linear oder monolithisch entwickelte, sondern in einem komplexen Zusammenspiel lokaler Erfahrungen, transnationaler Transfers und medialer Diskurse entstand (p. 14 f.). Anstelle einer rein hegemonialen Diskursstruktur im Sinne von Edward Saids Orientalismus arbeitet Asboth mit dem Konzept der „Transferfunktion“ von Begegnungen, die sowohl Vermittlungs- als auch Selektionsinstanzen für die Produktion von Orientbildern waren. Damit eröffnet sie eine methodische Alternative zur eher deterministischen Orientalismus-Lesarten und positioniert sich innerhalb der kritischen Postkolonialismus Studien.
Asboths Methodik basiert auf einer diskurstheoretisch informierten Kommunikationsgeschichte. Sie verbindet Elemente der Mental-Map-Forschung, der Geschichtsbilder-Theorie (Jeismann), der narrativen Diskursanalyse (Arnold) und der Mediengeschichte (pp. 17–20). Im Zentrum stehen dabei drei ausgewählte „Encounters“, die als Mikroakteur:innen innerhalb eines größeren Makrogefüges transnationaler Öffentlichkeiten agieren: der österreichisch-ungarische Ethnograph Felix Philipp Kanitz, die britische Reiseschriftstellerin Mary Edith Durham sowie der serbisch-amerikanische Aktivist Mihajlo Pupin.
Besonders innovativ ist die erstmals systematische Analyse des Gesamtwerks von Kanitz, dessen zentrale Rolle als Bildproduzent für den „europäischen Orient“ bislang kaum beachtet wurde (S. 109). Während Kanitz und Durham als Reisende im 19. Jahrhundert narrative Deutungen des Balkans prägten, zeigt Asboth am Beispiel Pupins und der Serbian National Defense League of America, wie serbische Migrant:innen in den USA aktiv zur internationalen Bedeutungsproduktion beitrugen. Die Quellenbasis reicht von Reiseberichten über ethnographische Karten bis hin zu Vereinszeitschriften, politischen Essays und Zeitungsartikeln.
Die Gliederung des Buches folgt einem sowohl thematisch-topischen als auch teilweise chronologischen Zugriff. Die acht Kapitel bauen argumentativ aufeinander auf und entfalten ein Netz von Intertextualitäten zwischen Akteur:innen, Diskursen und Medien.
Das erste Kapitel, „Orient und Okzident“, bietet eine theoretisch fundierte Einführung in die Begriffe Orientalismus und Balkanismus. Asboth positioniert sich dabei kritisch gegenüber Edward Saids kanonischer Orientalismus-These und stellt alternative Ansätze vor, darunter Maria Todorovas Konzept des Balkanismus, Vesna Goldsworthys Überlegungen zur Imagination Europas, Milica Bakić-Haydens Modell des „Nesting Orientalism“ sowie Suzanne Marchands Perspektive auf den deutschen Orientalismus (p. 14). Hier wird deutlich, dass Asboth das Konzept des „europäischen Orients“ nicht als geographische, sondern als epistemische Kategorie versteht. Es ist ein diskursives Konstrukt, das aus Wahrnehmungsordnungen, Metaphern und politischen Projektionen hervorgeht.
Zugleich führt sie im ersten Kapitel ihre drei zentralen Analysefiguren ein: Felix Philipp Kanitz, Mary Edith Durham und Mihajlo Pupin (pp. 35–53). Sie kontextualisiert diese Quellenakteur:innen nicht nur historisch, sondern reflektiert deren Positionierung und Wirkmächtigkeit kritisch. So betont sie, dass Kanitz' Repräsentation Serbiens sowohl von seinen persönlichen Haltungen als auch vom politischen Kontext der Habsburgermonarchie beeinflusst waren, insbesondere durch die Interessen Kaiser Franz Josephs (pp. 38 f, 66). Auch Kanitz’ und Durhams ideologischen Implikationen und kolonialen Narrative werden nicht unkommentiert übernommen, sondern explizit problematisiert (pp. 36, 53). Diese quellenkritische Haltung stärkt die methodische Integrität ihrer diskursanalytischen Herangehensweise.
Das zweite Kapitel, „Die Aufhellung des Dunkels“, rekonstruiert, wie durch ethnographische und geographische Erkundungen der Raum Südosteuropa kartographisch und diskursiv lokalisiert wurde. Besonders hervorgehoben wird Felix Philipp Kanitz’ Beitrag zur „Vermessung“ Serbiens, welches er sowohl als kulturelle Zwischenzone als auch als „Grenzgebiet“ Europas darstellte.
Kapitel Drei, „Malen nach Zahlen“, beschäftigt sich mit der Rolle ethnographischer Karten und Statistiken in der Konstruktion nationaler Identitäten. Karten fungieren hier als „Objektivitätsfabriken“, die nationale Zugehörigkeit sichtbar machen und legitimieren sollten, eine Praxis, die Asboth ideologiekritisch dekonstruiert. Besonders hervorzuheben ist, dass sie in diesem Kapitel auch die Visualisierung und Imagination von Geschlecht und Religion analysiert. So untersucht Asboth die Darstellung muslimischer Bevölkerungsgruppen, insbesondere in Kanitz’ ethnographischen Schriften. Sie arbeitet heraus, wie Muslime dort konsequent als Symbol der osmanischen Fremdherrschaft codiert und dabei als unzivilisiert, brutal und fortschrittsfeindlich konstruiert werden – Narrative, die bis heute in politischen Diskursen nachwirken (pp. 134–139). Parallel dazu analysiert sie die Darstellung der Frau im „europäischen Orient“ zwischen Idealbildern von Fleiß, Bescheidenheit und bäuerlicher Tradition pp 140–143). Diese wirken stabilisierend für das eigene kulturelle Selbstbild in Westeuropa und errichten einen normativen Erwartungsrahmen an Frauen.
Kapitel Vier, „Orientalisch oder doch märchenhaft?“, analysiert die Darstellung des Balkans in Illustrierten, Reisebeschreibungen und populären Medien des 19. Jahrhunderts. Besonders das Bild Serbiens als „Märchenland“ wird auf seine exotisierende, infantilierende und zugleich ästhetisierende Funktion hin befragt.
Das fünfte Kapitel, „Das Stiefkind der europäischen Familie“, behandelt die Rolle von Demokratisierungs- und Modernisierungsdiskursen in der europäischen Wahrnehmung Serbiens. Serbien erscheint hier wahlweise als Ort verpasster Chancen oder als unvollständiger Modernisierungsakteur, eine Ambivalenz, die auch heute noch nachwirkt.
Kapitel 6, „Schurken und Geheimbündler“, nimmt Mary Edith Durhams politische Deutungen der Julikrise und des Ersten Weltkriegs in den Blick. Sie beschreibt die politischen Eliten Serbiens als „mittelalterlich“ agierend, irrational und manipulierbar (p. 203). Asboth liest Durham nicht nur als Beobachterin, sondern als aktive Produzentin geopolitischer Narrative in der britischen Öffentlichkeit.
Kapitel 7, „Kosovo Day, New York, 1918“, ist besonders innovativ: Hier analysiert Asboth die Aktivitäten der serbischen Diaspora in den USA, insbesondere die Rolle Mihajlo Pupins in der Serbian National Defense League. Die Transformation des Kosovo-Mythos zu einem „Freiheitsnarrativ“ in der US-Öffentlichkeit zeigt, wie transatlantische Transfers nationale Mythen globalisieren können.
Im achten Kapitel, der Schlussbetrachtung, erfolgt ein Resümee über die Entstehung des „europäischen Orients“ welches die Vielfalt der Diskurse und die zentrale Rolle von Medien, Öffentlichkeit und narrativer Strategie betont.
Asboths Studie ist sehr dicht, durchdacht und theoriegeleitet. Ein kritischer Punkt bleibt jedoch die starke Fokussierung auf Serbien. Zwar ist diese Konzentration durch die Quellenauswahl (Kanitz, Pupin) begründet, dennoch hätte eine stärkere Berücksichtigung anderer Balkanregionen die Generalisierbarkeit der Thesen erweitert. Es könnt der Eindruck entstehen, dass Serbien als Vertreter des gesamten Balkans gesehen wird. Dies birgt die Gefahr die Vielfalt und Komplexität der Region zu simplifizieren. Auch bleibt die Rolle von Rezipient:innen im medialen Diskursfeld eher implizit. Eine stärkere Berücksichtigung von Leser:innenreaktionen, Rezeption oder populärer Aneignung wäre wünschenswert gewesen.
Mit Der europäische Orient legt Eva Tamara Asboth eine holistische und differenzierte Analyse historischer Orient- und Balkanbilder vor. Die Arbeit überzeugt durch theoretische Fundierung, methodische Innovationskraft und eine interessante Auswahl von Fallbeispielen. Besonders interessant in der Analyse sind die feinen Unterschiede in der Imaginierung des Balkans in Österreich, Deutschland, England und den USA. Typischerweise gehen Analysen meist von einem verallgemeinerten „westlichen“ Blick auf den Balkan aus. Asboth bietet hingegen eine deutlich differenziertere Perspektive, die die unterschiedlichen Darstellungen als Ausdruck geopolitischer Strategien und historisch gewachsener Diskurse der jeweiligen Länder beziehungsweise Imperien herausarbeitet.
Die Studie leistet einen Beitrag zur historischen Imagologie, zur Transferforschung und zur postkolonialen Balkanforschung und ist eine empfehlenswerte Lektüre für alle, die sich mit diskursiven Konstruktionen von Raum, Identität und Geschichte in Südosteuropa beschäftigen.
© 2025 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston
Dieses Werk ist lizenziert unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.
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