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Erwerbsverläufe und gesundheitsbezogene Statuspassagen

Empirische Ergebnisse zu Determinanten begrenzter Tätigkeitsdauer
  • Thomas Elkeles , Detlef Schulz , Bernd Kolleck and Johann Behrens
Published/Copyright: May 31, 2016
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Abstract

Tätigkeiten, die aus gesundheitlichen Gründen nur zeitlich befristet ausgeübt werden können, führen für eine Vielzahl von auf solchen Arbeitsplätzen Beschäftigten lange vor Erreichen des gesetzlichen Rentenalters zu Statuspassagen im Erwerbsverlauf. Vielmehr von der Art der erreichbaren Arbeitsplätze als von der psycho-physischen Leistungsfähigkeit ist abhängig, ob eine Person ‘relativ gesund’ am Erwerbsleben partizipieren kann oder ‘relativ krank’ von ihm ausgeschlossen wird. Der Beitrag stellt auf der Basis zweier repräsentativer Datenkörper empirische Identifizierungsstrategien für die soziodemographischen, arbeitsplatz- und berufsbezogenen Determinanten begrenzter Tätigkeitsdauer vor (Sozio-ökonomisches Panel, SOEP, Gesundheitssurveys der Deutschen Herz-Kreislauf-Präventionsstudie, DHP). Die Wirkung des sozioökonomischen Status hängt mit bestimmten Arbeitsbelastungen am letzten Arbeitsplatz zusammen. Die beste Bewältigung des Problems, bestimmte Tätigkeiten nur begrenzte Zeit und nicht bis ins gesetzliche Rentenalter ausüben zu können, ist der Wechsel im Rahmen von Karrieren oder Laufbahnen. Stellenwechsel aus gesundheitlichen Gründen haben jedoch häufig ungünstige Folgen für den weiteren Erwerbsverlauf und deuten auf Abwärtsspiralen bis hin zur vermutlich endgültigen Beendigung der Erwerbstätigkeit hin. Gegenüber einer solchen Externalisierung des Problems begrenzter Tätigkeitsdauer sind alternative betriebliche Strategien zu stärken.

Online erschienen: 2016-5-31
Erschienen im Druck: 2000-12-1

© 2000 by Lucius & Lucius, Stuttgart

Downloaded on 10.3.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/arbeit-2000-0406/html
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