Article
Licensed
Unlicensed Requires Authentication

Ignatius' Pagan background in Second Century Asia Minor

Published/Copyright: August 15, 2006

Zusammenfassung

Die Vorstellungen des Ignatius von Antiochien über die Kirchenordnung und -struktur (zumindest in der sog. Mittleren Rezension) lassen sich besonders gut auf dem Hintergrund zeitgenössischer Vorstellungen politischer Theologie griechischer Stadtstaaten in Kleinasien interpretieren. Diese stehen wiederum auf dem Hintergrund der sog. Zweiten Sophistik. Das zeigt bereits die besondere Bedeutung der homonoia, wie sie etwa für die Gründung der Stadt Oioanda durch Iulius Demosthenes unter Trajan nachweisbar ist. Hierbei zeigt sich der Zusammenhang von homonoia und liturgischem Geschehen, das in Prozessionen den Kaiser durch entsprechende Bilder und Opfer präsent werden läßt. Auf diesem Hintergrund wird Ignatius' Bemühen um die Ordnung in den Kirchen theologisch verständlich: In Zusammenkünften und Prozessionen sowie der Ordnung des Klerus (verstanden als „Träger“ Gottes, Christi bzw. des Heiligen oder der 12 Apostel) wird Christus als der Herr der universalen Kirche selbst präsent.

Published Online: 2006-08-15
Published in Print: 2006-08-15

© Walter de Gruyter

Downloaded on 10.4.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/ZAC.2006.016/html
Scroll to top button