Neue Regelungen für die Gesellschafterliste und die Geschäftsanteile sowie der gutgläubige Erwerb von Geschäftsanteilen nach dem MoMiG – Folgen für die GmbH-Beratung
Am 1.11.2008 trat das Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG) in Kraft. Nach § 16 Abs. 3 GmbHG können nunmehr Geschäftsanteile einer GmbH von dem in der Gesellschafterliste eingetragenen Veräußerer gutgläubig erworben werden. Legitimationsgrundlage für den gutgläubigen Erwerb ist die Gesellschafterliste (§ 40 GmbHG), die damit zum »Rechtscheinsträger« aufgewertet wird. Mit der Einführung eines gutgläubigen Erwerbs von Geschäftsanteilen betritt der Gesetzgeber nach intensiver Diskussion Neuland. Die neuen Regelungen gelten sowohl für die klassische GmbH als auch für die neu eingeführte Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) (§ 5 a GmbHG).
Im Folgenden wird zunächst die Neuregelung der Gesellschafterliste dargestellt (I.) und einige eher technische Änderungen bei den Regelungen zu den Geschäftsanteilen erörtert (II.). Im Anschluss daran wird der neue Gutglaubenstatbestand in § 16 Abs. 3 GmbHG näher untersucht (III.). Bei der Darstellung der neuen Vorschriften sollen jeweils insbesondere die Folgen für die GmbH-Beratung näher dargestellt werden.
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