Humanistische Antikenübersetzung und frühneuzeitliche Poetik in Deutschland (1450–1620)
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Edited by:
Regina Toepfer
, Johannes Klaus Kipf and Jörg Robert
About this book
In der beginnenden Frühen Neuzeit zeichnet sich unter dem Einfluss der humanistischen Bildungsbewegung im Verhältnis zur antiken Literatur ein Umbruch im Vergleich zur mittelalterlichen Antikenrezeption ab: Die Schriften der Autoren des klassischen Altertums werden zum Teil wiederentdeckt, ediert und kommentiert; zahlreiche Übersetzungen werden angefertigt. In der Auseinandersetzung mit dem inhaltlichen und stilistischen Vorbild der antiken Werke ergeben sich in der Volkssprache vielfältige Veränderungen im Literatursystem, die den programmatisch an die antike Literatur anknüpfenden Neuansatz der frühneuzeitlichen Poetik durch Martin Opitz und andere vorbereiten, von diesen aber zugunsten französischer und niederländischer Vorbilder verschwiegen werden. In fünf Sektionen (Übersetzungsreflexion und Sprachbewusstsein, Institutionen und Funktionen, Intermedialität, Poetik und Rhetorik, Literaturvarianten und Gattungstransfer) wird der Beitrag der Übersetzungskultur für die Entwicklung der deutschen Sprache und Literatur der Frühen Neuzeit neu bestimmt.
Author / Editor information
Regina Toepfer, TU Braunschweig; Klaus Kipf, Ludwig-Maximilians-Universität München; Jörg Robert, Universität Tübingen.
Reviews
"Die im Band deutlich herausgearbeitete ‚provisorische Poetologie‘ als eine den Übersetzungen inhärente, in den Texten und Paratexten sinnstiftend verankerte literaturtheoretische Reflexion vor der Zeit der ‚modernen‘ Regelpoetiken wird die zukünftige Diskussion über den literaturgeschichtlichen Stellenwert volkssprachiger Antikenübersetzungen prägen."
Arne Schumacher in: Das Mittelalter 2018; 23(1), 233-235
"Ein Namenregister beschliest den Band, der einen anspruchsvoll gestalteten Ausgangspunkt fur weitere Forschungen bildet."
Nikolaus Henkel in: Germanistik 59/1-2 (2018), 160
Topics
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Frontmatter
I -
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Vorwort
V -
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Inhalt
VII -
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Einleitung: Humanistische Antikenübersetzung und frühneuzeitliche Poetik in Deutschland (1450–1620)
1 - Sektion I: Übersetzungsreflexion und Sprachbewusstsein
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Einleitung: Übersetzungsreflexion und Sprachbewusstsein
27 -
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Parameter des Übersetzens
33 -
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Widererwaxsung
57 -
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Erasmus als Übersetzer
73 -
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wie das ein grosser vnderscheyd seye zwischen disen Teütschen vnd den vorigen Lateinischen Josephis
93 - Sektion II: Institutionen und Funktionen
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Einleitung: Institutionen und Funktionen
119 -
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Übersetzen im deutschen Frühhumanismus
125 -
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Vergil zü tütsch
151 -
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Vergilrezeption im deutschen Humanismus am Beispiel von Stephan Reichs Bucolica-Übersetzung
177 -
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Lateinische Texte der Humanisten Hutten, Reuchlin, Erasmus und ihre volkssprachigen Übersetzungen in der Reformationszeit
195 - Sektion III: Intermedialität und Paratextualität
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Einleitung: Intermedialität und Paratextualität
217 -
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Humanistische Transpositionen
223 -
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Bildschrift im Kontext
243 -
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Metáphrasis und Metaphorá
287 - Sektion IV: Poetik und Rhetorik
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Einleitung: Poetik und Rhetorik
315 -
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Antikenübersetzung, frühneuzeitliche Poetik und deutscher Prosastil
323 -
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Luthers Lieder als Antikenübersetzung?
353 -
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Veranschaulichungspoetik in der frühneuhochdeutschen Ovid-Rezeption
383 -
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Trügerische Antikenübersetzung
409 - Sektion V: Literaturvarianten und Gattungstransfer
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Einleitung: Literaturvarianten und Gattungstransfer
429 -
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Poetologische Transformationen bei Heinrich Steinhöwel
439 -
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Ein deutscher ,Sueton‘
461 -
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Ciceros Somnium Scipionis in volkssprachigen Übersetzungen des frühen 16. Jahrhunderts (Cammerlander, Janot, Brucioli)
491 -
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Heliodor unter der Tarnkappe
511 -
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zugfallen dem gemeinen man, Der sonst doch nicht viel mores kan
527 -
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Kann kein Latein, hat nie studiert
557 -
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Register
577
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