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Irans Führungsanspruch (1979–2013)
Mission, Anhängerschaft und islamistische Konzepte im Diskurs der Politik-Elite
Sprache:
Deutsch
Veröffentlicht/Copyright:
2020
Über dieses Buch
Die herrschende Politik-Elite Irans reklamiert für ihr Land einen Führungsanspruch im Vorderen Orient – vorzugsweise in der Golfregion. Während arabische Staaten, Israel und der Westen gegenüber dem außenpolitischen Hauptziel Teherans eine überwiegend ablehnende Haltung einnehmen, hält die iranische Staatsführung an ihrer Ambition hartnäckig fest. Das politische und religiöse Oberhaupt Ayatollah Khamenei, die gewählten Präsidenten und die herrschenden Eliten verbreiten gemeinsam eine Erfolgsgeschichte: Iran habe sich seit der siegreichen Revolution 1979 politisch dem Islam zugewendet, beende auf diesem Weg seine Abhängigkeit und Rückständigkeit gegenüber westlichen Mächten und präge bei der Erprobung eines islamischen Entwicklungsmodells das Vorbild für muslimische Länder. Ein Narrativ, das Fragen aufwirft: Wie wirkt die außenpolitisch geprägte Agenda (und ihr Scheitern) zurück auf innenpolitische Diskurse? Welche Konzepte und Ansätze entwickelten die Akteure in den inneriranischen Debatten über die konzeptionelle Aneignung einer Führungsrolle? Inwiefern greifen der Diskurs, Kontextfaktoren und die politische Umsetzung der entwickelten Konzepte ineinander? Die Arbeit analysiert anhand originalsprachiger Quellen die islamistische Konzeption des Führungsanspruchs der Islamischen Republik Iran von ihrer Gründung bis zum Ende der Präsidentschaft Mahmud Ahmadinejads. Der Autor argumentiert, dass Iran die Übernahme der angestrebten Spitzenstellung aufgrund wirkungsvoller Gegenstrategien seiner regionalen Hauptkonkurrenten Saudi-Arabien, Irak und Israel sowie der USA nicht gelungen ist. Teherans außenpolitische Zielsetzung ist hauptsächlich dem postrevolutionären Vorhaben geschuldet, eine entwicklungsfähige Islamische Republik aufzubauen. Insofern entfaltete der Diskurs eine Rückwirkung auf die Dynamik sich entwickelnder innenpolitischer Machtkonstellationen. Systemstabilisierend wirkte hingegen das im Innern etablierte Rotationsprinzip bezüglich der Teilhabe kontro
Fachgebiete
-
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Frontmatter
1 -
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Inhaltsverzeichnis
5 -
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Vorwort
7 -
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Sprachliche Anmerkungen
8 -
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1. Einleitung
9 -
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2. Der Entwurf einer islamischen Führungsrolle
22 -
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3. Die revolutionäre Phase unter Khomeini (1979–1989)
32 -
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4. Die Präsidentschaft Rafsanjani (1989–1997)
80 -
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5. Die Präsidentschaft Khatami (1997–2005)
120 -
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6. Die Präsidentschaft Ahmadinejad (2005–2013)
167 -
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7. Ergebnisse
223 -
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Anhang
231 -
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Bibliographie
232
Informationen zur Veröffentlichung
Seiten und Bilder/Illustrationen im Buch
eBook veröffentlicht am:
10. August 2020
eBook ISBN:
9783112209219
Broschur veröffentlicht am:
22. Februar 2016
Broschur ISBN:
9783879974504
Seiten und Bilder/Illustrationen im Buch
Inhalt:
242
Sicherheits- und Produktressourcen
- Herstellerinformationen:
- Walter de Gruyter GmbH
Genthiner Straße 13
10785 Berlin - productsafety@degruyterbrill.com