Geschichte der chinesischen Literatur
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China blickt auf etwa 9.000 Jahre Zivilisation zurück, davon sind fast 4.000 Jahre durch Schrift-zeugnisse belegt. Die Geschichte der chinesischen Literatur, die bislang umfassendste Darstellung der etwa 3.000-jährigen chinesischen Literaturgeschichte, stellt jedes literarische Genre in seiner historischen Entwicklung von den Anfängen bis zur Gegenwart vor. Namhafte Fachgelehrte entwerfen ein Panorama der längsten lebendigen literarischen Tradition der Menschheit. Sieben Bände widmen sich einzelnen Gattungen - eine Bibliographie zur chinesischen Literatur in deutscher Sprache, ein Biographisches Handbuch chinesischer Schriftsteller und ein Registerband schließen das Werk ab.
Interview mit Wolfgang Kubin zum Abschluss der Reihe
Rezensionen
"Das gigantische Werk bildet eine Brücke zwischen unseren beiden Völkern und Kulturen. Es ist ein Meilenstein in der Geschichte der Vermittlung der chinesischen Literatur in Deutschland, eine Arbeit von bleibendem Wert."
Zhang Yushu in: Die Welt 8. Oktober 2009
"Der portugiesische Weltreisende Fernao Mendes Pinto [schrieb] Mitte des 16. Jahrhunderts [...]: 'Bei meiner Pilgerreise durch einen großen Teil Asiens sah ich das Grandioseste hier, so eine Üppigkeit und Variationsbreite gibt es in diesem unserem Europa nirgends.' Eine solche Einschätzung kann 450 Jahre später auch auf die 'Geschichte der chinesischen Literatur in 10 Bänden' des K. G. Saur Verlags ausgeweitet werden. Von den Anfängen der chinesischen Dichtkunst bis zum Ende des20. Jahrhunderts reicht die Spannweite. Hier werden Theorien, Gattungen und Genres sowie historische Ereignisse und Autoren mit ihren Werken aus 3000 Jahren chinesischer Literatur präsentiert, wie sie in dieser Ausführlichkeit und Intensität dem deutschen wissenschaftlichen und interessierten Publikum noch nicht zur Verfügung standen."
In: Kosmopolis 2005
"Wolfgang Kubin and his collaborators should be commended both for their expertise and for their effort. These volumes certainly belong in the hands of everyone interested in Chinese literature."
In: Chinese Literature 2005
"Die Literaturgeschichte Wolfgang Kubins erfüllt ein lange bestehendes Desiderat. [...] [D]ie Literaturgeschichte [ist] uneingeschränkt zu empfehlen."
In: Mitteilungsblatt der deutschen China-Gesellschaft 1/2003
"Die 'Geschichte der chinesischen Literatur' in zehn Bänden, [...], ist ein monumentales Unternehmen deutscher Gelehrsamkeit, wie man essonst nur vom neunzehnten Jahrhundert her zu kennen meint."
In: Frankfurter Allegemeine Zeitung 9. November 2002
China blickt auf eine etwa 9.000 Jahre Zivilisation zurück, davon sind fast 4.000 Jahre durch Schriftzeugnisse belegt. Die Geschichte der chinesischen Literatur, die bislang umfassendste Darstellung der etwa 3.000-jährigen Literaturgeschichte, stellt jedes literarische Genre in seiner historischen Entwicklung von den Anfängen bis zur Gegenwart vor. Namhafte Fachgelehrte entwerfen ein Panorama der längsten lebendigen literarischen Tradition der Menschheit. Sieben Bände widmen sich einzelnen Gattungen, eine Bibliographie zur chinesischen Literatur in deutscher Sprache, in Biographisches Handbuch chinesischer Schriftsteller und ein Registerband schließen das Werk ab.
Band 2 ist die erste umfassende Darstellung der Entwicklung des chinesischen Romans der ausgehenden Kaiserzeit: vom 16. Jahrhundert bis 1911. Die wenigen auch im Westen bekannten herausragenden Beispiele wie „Der Traum der roten Kammer“ oder „Jin Ping Mei“ sind Teil einer bis ins 16. Jahrhundert zurückreichenden Tradition. Thomas Zimmer analysiert die Entstehung der Romankunst in ihren verschiedenen Ausprägungen, die textgeschichtlichen Bezüge sowie die Realisierung über Jahrhunderte entwickelter Themen. Wegen der Anonymität der Autoren und einer gewissen Randständigkeit der Gattung liegt der konkrete Entstehungsprozeß der frühen Romane weitgehend im Dunkeln. Seit dem späten 16. und 17. Jahrhundert gewann jedoch die fiktionale Erzählkunst als Teil einer umfassenden kulturellen Bewegung zunehmend an gesellschaftlicher Relevanz. Der Herrschaftswechsel von der Ming- zur Qing-Dynastie und die damit verbundene Krise bewirkten einen Bruch in der Entwicklung des chinesischen Romans. Zur Mitte des 18. Jahrhunderts wird eine gewisse autobiographische Sensibilisierung erkennbar, seit der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert wurden verstärkt Zeiterscheinungen thematisiert, was etwa hundert Jahre später in der schonungslosen Abrechnung mit den herrschenden Kräften in Staat und Gesellschaft gipfelt. Die Wirkungsgeschichte des traditionellen chinesischen Romans reicht bis in die unmittelbare Gegenwart.
Dieses Buch von Monika Motsch ist die Geschichte der chinesischen Erzählung vom Altertum bis zur Neuzeit. Es ist der dritte Band der von Wolfgang Kubin herausgegebenen 'Geschichte der chinesischen Literatur', einer auf zehn Bände angelegten Gesamtdarstellung.
Die eigentliche Form der chinesischen Prosa stellt der Essay dar, der sich als meisterliche literarische Form am Ende des Mittelalters herausbildet. Neben dem Gedicht war der Essay die Ausdrucksweise des chinesischen Geistes. Im Lauf der Zeit entwickelte er sich von einem moralischen Instrument zu einem Mittel des Lebensgenusses, die müßige Betrachtung der Welt ist bis in die Moderne sein besonderes Wesen.
Bereits zur Mongolenzeit, als das Theater als Kunstform in Europa noch nicht wiederentdeckt worden war, erlebte es in China eine Blütezeit. Der Band vermittelt einen historischen Überblick, fragt nach dem Ursprung der chinesischen Bühne aus der Religion und verfolgt die Rezeption der chinesischen Theaterkunst im Abendland.
Die chinesische Literatur kann im 20. Jahrhundert dank der Wandlung Chinas zum Nationalstaat die Isolation überwinden und in den Dialog mit der Weltliteratur eintreten. Keine andere Epoche ist deshalb so gut dokumentiert, wissenschaftlich aufgearbeitet und durch Übersetzungen erschlossen. Dabei lassen sich mehrere deutlich ausgeprägte Phasen unterscheiden: Am Anfang steht die Orientierung an der westlichen Moderne, wodurch sich in den dreißiger Jahren eine eigenständige, innovative Literatur entfalten kann. Diese Entwicklung endet mit der Proklamation der Volksrepublik China. Bis zum Ende der Kulturrevolution liegt die Literatur im engen Korsett des "sozialistischen Realismus". Erst in den achtziger Jahren breiten sich langsam wieder neue Tendenzen aus. Gegen Ende des Jahrhunderts bestimmt die Hinwendung zur Marktwirtschaft auch das literarische Leben. Die teilweise unterschiedlich verlaufenden Entwicklungen der chinesischen Literatur auf Taiwan, in Hongkong und Macau werden in diesem Band ebenfalls eingehend dokumentiert. Ein umfassendes Literaturverzeichnis regt zur vertiefenden Lektüre an, der ausführliche Index erleichtert die Suche nach Autoren und Werken.
Mit Ausnahme Japans ist in wohl keinem Land der Welt so viel an chinesischer Literatur übersetzt worden wie in Deutschland. Der Band macht die oftmals nur schwer zugängliche, reiche Übersetzungsliteratur – auf die Anfänge zurückgreifend – bis 2020 bibliographisch zugänglich.
Keine Literatur der Welt weist eine so lange und reiche Geschichte auf wie die chinesische. Das Handbuch reicht über das 20. Jahrhundert zurück und bezieht so ausführlich wie kein anderes auch die Autoren aus Altertum, Mittelalter und früher Neuzeit ein. Die Einträge umfassen Lebensdaten, literaturwissenschaftliche Würdigung und Hinweise auf die wichtigste Sekundärliteratur.
Die Geschichte der chinesischen Literatur in zehn Bänden ist die bisher umfassendste Darstellung der etwa 3000-jährigen chinesischen Literaturgeschichte. Jedes literarische Genre (Dichtkunst, Roman, Erzählung, Essay, Theater) wird in seiner historischen Entwicklung von den Anfängen bis zur Gegenwart vorgestellt. Das Register erschließt die Bände über Namen, Werke, Begriffe und Zeichen auf aktuellem Stand und macht so die chinesische Literaturgeschichte leicht zugänglich.