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series: Beiträge zur Geschichte Osteuropas
Reihe

Beiträge zur Geschichte Osteuropas

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Buch 2021
Band Band 054 in dieser Reihe
Die Studie erforscht anhand vorwiegend erstmals in den Moskauer Archiven erschlossener Quellen die Institutionsgeschichte der Nachrichtenagentur TASS sowie die Praxis der sowjetischen Auslandsberichterstattung im Zeitraum 1918-1941. Sie zeigt einen prägenden Einfluss der TASS auf aktuelle Weltbilder der sowjetischen Entscheidungselite und der Presse auf, wobei auch die Gestaltungspotentiale der Rezipienten genau herausgearbeitet und veranschaulicht werden.über die Institutionsgeschichte der TASS hinaus entwirft die Untersuchung ein Panorama der stalinistischen Kommunikationsordnung, in der sowohl die Sonderstellung Stalins als auch strategische Interessen und Kalküle anderer in den Diskurs der Auslandsberichterstattung involvierter Akteure thematisiert werden. Es wird gezeigt, wie institutionelle Ressourcen, strikte Geheimhaltungsregeln und ideologische Prämissen die Praxis der journalistischen Bedeutungsproduktion beeinflussten und in welchem Maße sie auch kognitive sowie geographische Strukturmerkmale und Grenzen des medialen Weltbildes der TASS präfigurierten.
Buch 2020
Band Band 053 in dieser Reihe
Diese Studie zeigt, dass von einem exklusiven ‚Sonderweg‘ des Zarenreiches beim Aufbau seines Imperiums keine Rede sein kann. Vielmehr offenbaren Diskurse und Praktiken der Zivilisierung, Akkulturierung und Assimilierung zahlreiche Parallelen zu Denkweisen und zum Verhalten anderer europäischer Kolonialreiche. Als russländische Spezifika werden der frühe Ursprung der russländischen Assimilationsidee herausgearbeitet und deren im 18. Jahrhundert erfolgte Koppelung an eine russländische Zivilisierungsabsicht. Es wird das große Ausmaß deutlich, in dem die Bemühungen um die ‚Zivilisierung‘ unterworfener Nicht-Russen im Osten und Süden bisherige Umgangsweisen des Zarenreiches im 18. Jahrhundert veränderten und erst jetzt zu einem nachhaltigen imperialen Bewusstsein innerhalb der russländischen Elite führten.
Buch 2018
Band Band 051 in dieser Reihe
Das Aushängeschild der stalinistischen Justiz waren die großen Schauprozesse der 1930er Jahre, doch die zentrale Rolle spielten ihre Behörden abseits des Moskauer Rampenlichts. Staatsanwälte übernahmen im ganzen Land Ermittlung und Anklage in Millionen nicht-politischer Strafverfahren. Zugleich standen sie in der Pflicht, willkürliche Praktiken im Staatsapparat zu bekämpfen und erhoben den professionellen Anspruch, die stalinistische Diktatur an ihre eigenen Regeln zu binden. Die vorliegende Studie beleuchtet anhand der Regionalstaatsanwaltschaft von Molotov, welche Konflikte sich aus diesem Anspruch ergaben und wie diese Behörde nach dem Ende des „Großen Terrors“ sukzessive den Machtanspruch der Geheimpolizei herausforderte und zur Schlüsselfigur der Reformen nach Stalins Tod werden sollte.
Buch Open Access 2018
Band Band 50 in dieser Reihe
Alfred Schnittke, Sofia Gubaidulina und Edison Denisov zählten seit den 1960er Jahren in der Sowjetunion und im Westen zu den namhaftesten Komponisten. Sie galten als „Erben Šostakovics“ und schufen für viele Sowjetbürger aufregende Klänge, die dem oftmals widersprüchlichen und überfordernden Leben im Spätsozialismus Sinn und Bedeutung gaben. Die drei Komponisten prägten die musikalische Welt der Sowjetunion und wurden deshalb schon bald unter dem Namen „Moskauer Trojka“ bekannt. Dieses Buch zeigt, dass Komponisten, Musiker und ihre Hörer ein wichtiger Teil der sowjetischen Gesellschaft waren, die im ausgehenden 20. Jahrhundert einen hyper- und schließlich instabilen Zustand annahm.
Buch 2015
Band Band 049 in dieser Reihe
Im islamisch geprägten Nordkaukasus stieß Russlands imperiale Expansion auf den erbitterten Widerstand der dort lebenden Völker. Nach Ende des blutigen Eroberungskriegs im 19. Jahrhundert blieb es insbesondere in den von Tschetschenen und Dagestanern besiedelten Zonen unruhig. Die von Stalin angeordnete Deportation der Tschetschenen und anderer Nordkaukasusvölker im Zweiten Weltkrieg war die radikale Maßnahme eines im Kern schwachen Staates, der daran scheiterte, seinen Herrschaftsanspruch durchzusetzen. Dieses Buch beleuchtet die noch kaum erforschte Geschichte des Nordkaukasus im Kontext des russländisch-imperialen und sowjetischen Vielvölker­staates. Es fragt nach den Ursachen der häufigen Gewalt, den Formen der Anpassung und des Widerstands sowie den gesellschaftlichen Veränderungen in einer bis heute krisengeschüttelten Region.
Buch 2015
Band Band 048 in dieser Reihe
Mit ihrem Machtantritt im Jahr 1762 machte Russlands Kaiserin Katharina II. die Gesundheit ihrer Untertanen zu einem staatlichen Anliegen. Doch wie soll man Eliten dazu bewegen, den Bau von Krankenhäusern zu unterstützen und sich für die Pockenschutzimpfung zu engagieren? Wie soll eine Medizinalverwaltung in der Provinz Fuß fassen, wo die Staatsgewalt noch nicht präsent ist? Und wie überzeugt man die Bevölkerung vom Nutzen der akademischen Medizin? „Wächter der Gesundheit“ untersucht die Entstehung des staatlichen Medizinalwesens in Russland bis zur Choleraepidemie der 1830er Jahre und gewährt Einblicke in den medizinischen Alltag des Riesenreiches.
Buch 2014
Band Band 047 in dieser Reihe
Gab es für das russische Dorf am Beginn des 20. Jahrhunderts eine Zukunft jenseits von Kollektivierung, Hunger und Gewalt? Anhand einer Gruppe einflussreicher Agrarexperten untersucht diese Studie das Wechselverhältnis zwischen Wissenschaft, Öffentlichkeit und Politik im späten Zarenreich und der frühen Sowjetunion. Sie beleuchtet, wann und unter welchen Bedingungen es den Experten gelang, ihre Vision einer ländlichen Moderne zum Leitbild staat­licher Agrarpolitik zu machen, und warum sie letztlich scheiterten. Die Arbeit belegt die Heterogenität moderner Programmatik in Russland und trägt dazu bei, das Verhältnis von Expertise und Ideologie im 20. Jahrhundert zu verstehen.
Buch 2013
Band Band 046 in dieser Reihe
Die Teilungen Polens waren in der Geschichte des Russischen Reichs die größte territoriale Expansion nach Westen. Die Zaren standen fortan vor der Aufgabe, eine historische Region in ein autokratisch ­verfasstes Imperium einzugliedern. Dazu sollte der polnische Adel mit seinem ausgeprägten ständischen Bewusstsein in den ­russischen Dienstadel integriert werden. Zudem musste das unterverwaltete Zarenreich in den annektierten Gebieten eine staatliche Büro­kratie etablieren. In beiden Fällen war man auf die Kooperation des ­polnischen Adels angewiesen. Die Studie nimmt eine russisch-­polnische Perspektive ein und versucht somit, die lange Zeit vor­herrschenden nationalen Sichtweisen aufzubrechen und beiden Seiten gerecht zu werden.
Buch 2010
Band Band 045 in dieser Reihe
Das politische Leben abseits der Großstädte des Zarenreiches steht im Fokus dieser Studie. Sie untersucht am Beispiel dreier Kreisstädte Akteure und Praktiken politischer Öffentlichkeit und gesellschaftlicher Selbsttätigkeit anhand von Vereinen, der Presse und der Lokalpolitik. Die Autorin orientiert sich an einem historisierbaren offenen Begriff der Zivilgesellschaft und rückt Russland in eine europäische Vergleichsperspektive. Sie zeigt bisher unbekannte zivilgesellschaftliche Elemente auf und macht anhand ihrer Ambivalenzen und Widersprüche deutlich, warum zivilgesellschaftliches Handeln im vorrevolutionären Reich keine Nachhaltigkeit erlangt hat.
Buch 2001
Band Band 033 in dieser Reihe
Buch 1986
Band Band 016 in dieser Reihe
Buch 1979
Band Band 011 in dieser Reihe
Buch 2022
Band Band 010 in dieser Reihe
Als die NATO-Truppen im Jahr 2021 aus Afghanistan abzogen, überließen sie das Land seinem Schicksal. Ähnliches vollbrachte die UdSSR mehrere Jahrzehnte zuvor. Zwischen 1979 und 1989 intervenierte sie mit über 600.000 Soldaten in Afghanistan, konnte es aber dauerhaft nicht befrieden, was schließlich zum Abzug sowie zum Sturz der damaligen Regierung führte. Den längsten Krieg der sowjetischen Geschichte bezahlten circa 15.000 UdSSR-Bürger mit dem Leben. Davon ausgehend untersucht die Studie auf Grundlage von selbst erhobenen lebensgeschichtlichen Interviews, wie sich ehemalige sowjetische Kriegsteilnehmer in Russland heute an den Krieg erinnern, welche Bedeutung sie ihm beimessen und sie als Gruppe versuchen, Anerkennung für ihren Einsatz von der russischen Regierung und der Gesellschaft zu erhalten.
Heruntergeladen am 29.4.2026 von https://www.degruyterbrill.com/serial/bbpbgo-b/html?lang=de
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