Valenzbindung oder Konstruktionsbindung? Eine Grundfrage der Grammatiktheorie
-
Joachim Jacobs
Abstract
If signs of type X regularily cooccur with signs of type Y, this can be explained in two ways: (i) X is required by the valency of Y, or (ii) there is a complex construction Z that requires both X and Y. I argue that, when deciding between (i) and (ii), grammarians should consider, among other things, whether the cooccurence of X and Y resembles prototypical instances of (i). This recommendation is based on the fact that the properties of the prototype of (i) show that valency is a morphosyntactic feature of word forms (like plural). Therefore, if the cooccurence of X and Y does not resemble the prototype of (i), treating it as an instance of (i) would establish a wrong parallel to morphosyntactic phenomena. And, on the other hand, if it does resemble this prototype, treating it as an instance of (ii) would miss this parallel. – In the perspective of this proposal, I discuss some phenomena whose status between (i) and (ii) is controversial.
Articles in the same Issue
- Einladung und Einleitung
- Konstruktionen in der kommunikativen Praxis. Zur Notwendigkeit einer interaktionalen Anreicherung konstruktionsgrammatischer Ansätze
- Konstruktionen im Spracherwerb
- Konstruktionen und Paradigmen
- Konzessive Konstruktionen. Ein Verfahren zur Rekonstruktion von Konzessionen
- Valenzbindung oder Konstruktionsbindung? Eine Grundfrage der Grammatiktheorie
- Konstruktionsvererbung, Valenzvererbung und die Reichweite von Konstruktionen
- Noch einmal: Partikelverbkonstruktionen
- Bedeutung und Gebrauch in der Konstruktionsgrammatik. Wie kompositionell sind modale Infinitive im Deutschen?
- Zur lexikografischen Inszenierung von Geschlecht. Ein Streifzug durch die Einträge von Frau und Mann in neueren Wörterbüchern
- Erklären – Gesprächsanalytische und fachdidaktische Perspektiven. Interdisziplinäres Symposium vom 25. bis zum 26. September 2008 an der PH Ludwigsburg
- Gesprächsarbeit – Mündliche Kompetenzen in der beruflichen Kommunikation. 43. Treffen des „Arbeitskreises angewandte Gesprächsforschung“ am 14. und 15. November 2008 in Koblenz
- Sprachliche Konstruktionen von Geschlechtsidentität. Tagung vom 13.–15. November 2008 an der Universität Münster, Germanistisches Institut, Abteilung Sprachwissenschaft
- Metaphorik im Internet
- Neue Bücher 2008 (Nachtrag)
- Zeitschriftenschau
Articles in the same Issue
- Einladung und Einleitung
- Konstruktionen in der kommunikativen Praxis. Zur Notwendigkeit einer interaktionalen Anreicherung konstruktionsgrammatischer Ansätze
- Konstruktionen im Spracherwerb
- Konstruktionen und Paradigmen
- Konzessive Konstruktionen. Ein Verfahren zur Rekonstruktion von Konzessionen
- Valenzbindung oder Konstruktionsbindung? Eine Grundfrage der Grammatiktheorie
- Konstruktionsvererbung, Valenzvererbung und die Reichweite von Konstruktionen
- Noch einmal: Partikelverbkonstruktionen
- Bedeutung und Gebrauch in der Konstruktionsgrammatik. Wie kompositionell sind modale Infinitive im Deutschen?
- Zur lexikografischen Inszenierung von Geschlecht. Ein Streifzug durch die Einträge von Frau und Mann in neueren Wörterbüchern
- Erklären – Gesprächsanalytische und fachdidaktische Perspektiven. Interdisziplinäres Symposium vom 25. bis zum 26. September 2008 an der PH Ludwigsburg
- Gesprächsarbeit – Mündliche Kompetenzen in der beruflichen Kommunikation. 43. Treffen des „Arbeitskreises angewandte Gesprächsforschung“ am 14. und 15. November 2008 in Koblenz
- Sprachliche Konstruktionen von Geschlechtsidentität. Tagung vom 13.–15. November 2008 an der Universität Münster, Germanistisches Institut, Abteilung Sprachwissenschaft
- Metaphorik im Internet
- Neue Bücher 2008 (Nachtrag)
- Zeitschriftenschau