Startseite Altertumswissenschaften & Ägyptologie Die sichtbare Macht. Visuelle Signale im Rahmen der kaiserlichen Privilegienurkunde in Byzanz
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Die sichtbare Macht. Visuelle Signale im Rahmen der kaiserlichen Privilegienurkunde in Byzanz

  • Andreas E. Müller
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Die Urkunde
Ein Kapitel aus dem Buch Die Urkunde

Zusammenfassung

Wissenschaftliche Beobachtungen zu den auseren Merkmalen der byzantinischen Kaiserurkunden sind, obwohl sie durchaus vielversprechend und wunschenswert waren, immer noch Mangelware. Der Beitrag versucht, die Hintergrunde fur diese Situation auszuleuchten, und beginnt hierfur mit einer Darstellung der prekaren Uberlieferungslage. Am Beispiel des chrysoboullos logos, der sog. grosen kaiserlichen Privilegienurkunde, wird sodann das Material zusammengetragen, welches sich zur Untersuchung visueller Signale anbietet (Protokollteile, Urkundentext, Rotworte, kratos-Stellung, Legimus-Vermerk, kaiserliche Unterschrift, Goldsiegel), und dahingehend befragt, in welchen Formen sich kaiserliche Macht hier sichtbar manifestiert. Zeitlich ist das Hauptaugenmerk dabei auf die zweite Halfte des elften Jahrhunderts gelegt - auf jene Jahrzehnte also, in denen man.

Zusammenfassung

Wissenschaftliche Beobachtungen zu den auseren Merkmalen der byzantinischen Kaiserurkunden sind, obwohl sie durchaus vielversprechend und wunschenswert waren, immer noch Mangelware. Der Beitrag versucht, die Hintergrunde fur diese Situation auszuleuchten, und beginnt hierfur mit einer Darstellung der prekaren Uberlieferungslage. Am Beispiel des chrysoboullos logos, der sog. grosen kaiserlichen Privilegienurkunde, wird sodann das Material zusammengetragen, welches sich zur Untersuchung visueller Signale anbietet (Protokollteile, Urkundentext, Rotworte, kratos-Stellung, Legimus-Vermerk, kaiserliche Unterschrift, Goldsiegel), und dahingehend befragt, in welchen Formen sich kaiserliche Macht hier sichtbar manifestiert. Zeitlich ist das Hauptaugenmerk dabei auf die zweite Halfte des elften Jahrhunderts gelegt - auf jene Jahrzehnte also, in denen man.

Kapitel in diesem Buch

  1. Frontmatter I
  2. Vorwort V
  3. Inhalt VII
  4. Die Urkunde. Text ‒ Bild ‒ Objekt. Eine Einführung 1
  5. Teil 1: Urkunden als Quellen und als Rechtsmittel
  6. Jüdisches Urkundenwesen und christliche Obrigkeiten im spätmittelalterlichen Österreich 19
  7. Datamining in Urkunden 41
  8. Mit brief und insigel. Reflexe von Beglaubigungsstrategien in mittelhochdeutschen Romanen 99
  9. Papstbriefe und Papsturkunden. Abgrenzungen und Überschneidungen im früheren Mittelalter 125
  10. Die ‚Privaturkunde‘ im persisch-islamischen Kultur- und Rechtsbereich. Herausforderungen einer komparatistischen Diplomatik 141
  11. Teil 2: Urkunden als Schriftbilder zwischen Recht und Repräsentation
  12. Das Erscheinungsbild tibetischsprachiger Herrscherurkunden. Strategien zur Erzeugung von Feierlichkeit 163
  13. Die sichtbare Macht. Visuelle Signale im Rahmen der kaiserlichen Privilegienurkunde in Byzanz 183
  14. Graphische Symbole in Bischofsurkunden des hohen Mittelalters 199
  15. „Same same but different“. Die Werkstatt der Avignoner Bischofsammelindulgenzen 233
  16. Illuminierte Urkunden. Bildmedium und Performanz 259
  17. Teil 3: Der Medienwechsel. Urkunden in Kopiaren und auf Stein
  18. Urkundeninschriften und Urkunden imitierende Inschriften. Gestaltungsformen und Gestaltungsmöglichkeiten 331
  19. Originale, imitierende Kopien, Fälschungen. Die Nutzung und Sicherung mittelalterlicher Herrscherurkunden durch geistliche Empfänger Italiens (10.‒12. Jahrhundert) 363
  20. Visuelle Rechtsordnung und Herrschaftslegitimation in katalanischen Libri feudorum und Capbreus 383
  21. Register 419
Heruntergeladen am 29.11.2025 von https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/9783110649970-008/html?lang=de
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