Deutschsprachige Artusdichtung des Mittelalters
Über dieses Buch
Das Studienbuch führt in die deutschsprachige Artusdichtung des hohen und späten Mittelalters ein. Im Mittelpunkt stehen dabei die über ein Dutzend Artusromane in Reimpaarversen, die zwischen etwa 1180 (Hartmann von Aue) und 1300 (Konrad von Stoffeln) entstanden sind. Darüber hinaus wird das Auftreten der Artusfigur und der Mitglieder der Tafelrunde in anderen deutschsprachigen Gattungen und Kontexten (Minnesang, Sangspruch, Fastnachtspiel, Fresken u.a.) seit dem 13. Jahrhundert verfolgt. Der weitere Ausblick in das Spätmittelalter endet mit dem ‚Buch der Abenteuer‘ des Ulrich Füetrer und dem berühmten Ambraser Heldenbuch des Kaisers Maximilians I.
- Umfassende Einführung in den deutschen Artusroman des Mittelalters
- Historische Hintergründe, Gattungsgeschichte und wichtigste Werke des Artusstoffs
- Zentral für jedes Studium der älteren deutschen Literatur / Mediävistik
Information zu Autoren / Herausgebern
Wolfgang Achnitz, Münster.
Rezensionen
Die Darstellung hat sicher ihr Ziel insofern erreicht, als sie eine Einführung mit Grundlagencharakter bietet. In hilfreichen Gruppierungen zusammengestellt und durch wichtige Kategorisierungen interpretatorisch zugänglich gemacht, erschließt sie die umfassende Stofftradition en gros wie in vielen Details, ohne sich in Einzelheiten zu verlieren. Besonders hervorzuheben sind dabei die immer wieder eingestreuten Schaubilder […]. Eine ›Auswahlbibliographie‹ (Kap. VII [S. 381–437]), ein Werk- und Autorenregister, vor allem aber auch ein Figurenregister (S. 439–454) unterstützen diesen didaktisch gut aufbereiteten Zugang, der sich zudem in einer angenehm lesbaren, klaren sprachlichen Diktion niederschlägt.
Der eigentliche Gewinn über den Grundlagencharakter hinaus dürfte jedoch im Bekenntnis zur ›Vielfalt‹ liegen, dem die Darstellung auf mehreren Ebenen verpflichtet bleibt: 1.) wenn Hartmann und Wolfram als Beispiele einrücken in eine umfassende Tradition; 2.) wenn statt des maßgebenden Doppelwegschemas von einem ›Merkmalbündel‹ ausgegangen wird; 3.) wenn entfernte Stofftraditionen mit derselben Sorgfalt einbezogen werden; 4.) wenn bisher wenig berücksichtigtes Material zur Sprache kommt."
Anne Gerok-Reiter in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur, Band 141, Heft 2, Seiten 273–280
"So ist die Darstellung insgesamt je nach der Perspektive einzuschatzen, der man den Vorrang geben mochte: Geht man vom Zogern aus, durch das fruchtbare Ansatze immer wieder nicht konsequent ans Ziel gelangen, weil die Reflexion sie nicht entsprechend vorantreibt, so wird man sich einer gewissen Enttauschung nach dem vielversprechenden Anfang nicht erwehren konnen. Geht man jedoch vom Anspruch selbst aus, der die Vielfalt des arthurischen Romans in den Blick rucken mochte und hierfur durchaus entscheidende Zugange eroffnet und Voraussetzungen schafft, wird man die Einfuhrung nicht nur als ertragreiches, sondern als notwendiges Buch erachten. Mir scheint die zweite Perspektive die wichtigere."
Annette Gerok-Reiter in: Beiträge zur Geschichte der Deutschen Sprache und Literatur 141.2 (2019), 273-280
Fachgebiete
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Frontmatter
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Vorwort
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Inhalt
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I. Einführung und Übersicht
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II. Der Artusstoff und seine Entfaltung in Europa
13 - III. Adaptation courtoise
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1. Hartmann von Aue: Übersetzer oder Bearbeiter?
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2. Der Tristanstoff
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3. Die Tafelrunde und der Gral
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4. Lancelot und Ginover
148 -
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5. Gawein und sein Sohn
177 -
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IV. Verlorene Erzählwelten: Fragmentarische Artusromane
229 -
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V. Autonomisierungsprozesse
260 -
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VI. Verselbstständigungen: Ein Ausblick
340 -
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VII. Auswahlbibliographie zum Artusroman
381 -
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Register
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