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Historische Zeitschrift / Beihefte

  • Herausgegeben von: Andreas Fahrmeir und Julia Hillner
eISSN: 2190-1341
ISSN: 0342-5363
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Die Beihefte der Historische Zeitschrift werden in Neuer Folge von Andreas Fahrmeir und Julia Hillner herausgegeben. Die Beihefte enthalten Essays und Monographien zu Themen der deutschen und europäischen Geschichte sowie Sammelbände zu herausragenden Themenbereichen. In ihnen äußern sich die ausgewiesenen Sachkenner/-innen ihres Fachgebiets.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2025

Welche Bedeutung hat die Gliederung der Geschichte in Epochen für die historische Forschung und welche Differenzierungen können als plausibel gelten? Die Beiträge des Bandes gehen davon aus, dass Epocheneinteilungen – oder ihr Fehlen – die Perspektive auf die Quellen und ihre Interpretation maßgeblich beeinflussen können. Die Basis für diese Argumentation bieten die in den Beiträgen diskutierten Definitionen und Kriterien für Epocheneinteilungen. Bei aller Unterschiedlichkeit votieren die Texte für die „Vormoderne" als Epochenbezeichnung für den Zeitraum vor 1800 und relativieren damit die übliche Differenzierung zwischen Mittelalter und Früher Neuzeit. Beteiligt sind Kolleg*innen mit Forschungsschwerpunkten in Antike, Mittelalter und Früher Neuzeit. Drei Kolleg*innen mit Expertise im 19. und 20. Jahrhundert haben die Beiträge kommentiert und aus ihrer Perspektive eingeordnet. Der Band verdankt sich einer Vortragsreihe, in der Bielefelder Kolleg*innen sich anlässlich der Einrichtung des Profilbereichs ‚Vormoderne‘ an der Universität Bielefeld zu dem Konzept Stellung bezogen. Im Ergebnis zeigen die Beiträge, dass ein differenziertes Bild der Gesellschaft der Gegenwart ganz wesentlich in ihrer Bezogenheit zur Vormoderne gewinnen lässt.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2024

„Ich denke primär historisch." Diese Selbstbeschreibung Niklas Luhmanns steht in einem merkwürdigen Gegensatz zu dem weitgehenden Desinteresse der gegenwärtigen Geschichtswissenschaft an seiner universal angelegten, für ihre Komplexität bekannten Systemtheorie. Im vorliegenden Band kommen historisch interessierte Systemtheoretiker der modernen Welt mit systemtheoretisch interessierten modernen Historikern der vormodernen Welt zusammen. Thematisches Zentrum bildet die griechisch-römische Antike, der Luhmann selbst eine besondere Bedeutung für die Entstehung und gegenwärtige Situation der modernen Gesellschaft zuschrieb. Die quellennahen Studien zur griechischen und römischen Antike, zur chinesischen Geschichte und zur europäischen Geschichte der Frühen Neuzeit bieten dabei neue Perspektiven zur Beantwortung der Frage: Was kommt in den Blick, wenn man mit systemtheoretischen Konzeptualisierungen die Vergangenheit analysiert – und was gerät aus dem Blick?

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2024
Band 81 in dieser Reihe

Der vorliegende Band geht auf die Sektion „Deutungskämpfe um die antike Divination im Spiegel spätrepublikanischer und kaiserzeitlicher Texte“ zurück, die auf dem 53. Deutschen Historikertag in München stattfand. In den hier vorgelegten Vorträgen der Sektion, die um Beiträge von Ursula Bittrich, Sara Chiarini, Tanja Itgenshorst, Meret Strothmann und Gregor Weber ergänzt sind, wird der Versuch unternommen, am Beispiel ausgewählter Autoren und Texte des 1. bis 3. Jahrhunderts n. Chr. zu diskutieren, wie diese mit dem Thema der Divination umgingen, und herauszuarbeiten, welche konkreten sozialen und kulturellen Rahmenbedingungen zur Auseinandersetzung mit diesem Anlass gaben. Dabei soll insbesondere aufgezeigt werden, welche Deutungskonflikte sich im Laufe der frühen Kaiserzeit entwickelten und wie diese zur Entwicklung (oder Problematisierung) von Expertenwissen beitrugen.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2022
Band N.F. 80 in dieser Reihe

Die Auseinandersetzung mit politischer Belastung gehört zu den zentralen Herausforderungen von Transformationsgesellschaften. Für die Nachkriegsdemokratien der 1940er- und 1950er-Jahre stellte sich daher die Frage, wie mit Personen verfahren werden sollte, die sich durch ihre Vergangenheit in Krieg und Diktatur kompromittiert hatten. Wer aus welchem Grund als wie schwer „belastet" angesehen wurde und welche Schlussfolgerungen sich daraus ergaben, war das Ergebnis komplexer Zuschreibungs- und Aushandlungsprozesse.

Die Studie nimmt diese Aushandlungsprozesse in Frankreich, Österreich und Westdeutschland in den Blick. Sie untersucht politische Diskurse um die Sanktionierung und Amnestierung NS- und kollaborationsbelasteter Personen und fragt nach dem Zusammenhang von Be- und Entlastungsdiskursen mit demokratischen und nationalen Transformationsprozessen. Dabei wird gezeigt, dass sich politische Belastungsdiskurse in den Nachkriegsdemokratien nicht primär um individuelle Verantwortung drehten. Die Opfer spielten kaum eine Rolle. Stattdessen ging es um das Wohl der Nation und den Erfolg der Demokratie. Darauf stützten sich sowohl die Anhänger:innen als auch die Gegner:innen politischer Sanktionen.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2020
Band N.F. 79 in dieser Reihe

Essentialisierung und Biologisierung von Geschlecht hat in den letzten Jahren eine zunehmende Aktualisierung erfahren. Entgegen den Ergebnissen von 40 Jahren Geschlechterforschung ist eine Rückkehr der These von der geschlechtlichen Bi-polarität zu beobachten. In den überwiegend diskursanalytisch ausgerichteten Beiträgen wird die Sichtbarkeit der Gegenanalyse erhöht und versucht, es den »Vereinfachern der Welt so schwer wie möglich zu machen«.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2020
Band N.F. 78 in dieser Reihe
Keine Gesellschaft kommt ohne die Kulturtechnik des Entscheidens aus. Der Sozialtypus des Experten übt dabei eine wichtige Funktion aus, indem er oder sie den Entscheidern notwendiges Spezialwissen vermittelt oder aber Probleme benennt, über die entschieden werden muss. Der vorliegende Sammelband untersucht die Rolle externer Experten in komplexen Entscheidungsprozessen in Politik und Wirtschaft. Der Fokus der Autorinnen und Autoren liegt dabei auf dem 19. und 20. Jahrhundert und reicht vom preußischen Chausseebau des frühen 19. Jahrhunderts über das Wirken der Publikationsstelle Berlin Dahlem in den 1930er und 1940er Jahren bis hin zu Untersuchungen über die Rolle externer Experten in internationalen Organisationen im 20. Jahrhundert sowie in der Bundesrepublik zwischen 1960 und 1990.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2020
Band N.F. 77 in dieser Reihe
Maritime Exploration und Expansion haben die eurasische Geschichte seit der Antike nachhaltig geprägt. Kapitäne, Händler und Eroberer verbanden lange vor Kolumbus den Atlantik, das Mittelmeer und den Indischen Ozean zu einem pulsierenden Netzwerk, das die Grundlagen bildete für die neuzeitliche Erschließung aller Meere des Globus. Der Band führt Experten verschiedener Epochen und Disziplinen zusammen. Sie erklären vergleichend und epochenübergreifend die Voraussetzungen, Verläufe und Folgen, die der Aufbruch über die Meere auf die Politik, Wirtschaft und kulturelle Entwicklung hatte. Dabei wird nicht nur die europäische, sondern auch die indische und chinesische Perspektive berücksichtigt. Während der erste Teil sich der Erschließung des Indischen Ozeans und des Atlantik widmet, zeigen die Beiträge des zweiten Teils, wie maritime Entdeckungen das geographische Weltbild veränderten und Nachrichten von fernen Kulturen Ethnographie und Reiseliteratur befruchteten. Die maritime Expansionsgeschichte ist dabei nicht nicht nur durch Brüche, sondern auch durch erstaunliche Kontinuitäten und Parallelen gekennzeichnet. Es eröffnen sich Perspektiven, die moderne Entwicklungen wie das Projekt der „Neuen Chinesischen Seidenstraße“ gar nicht mehr so neu erscheinen lassen.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2019
Band N.F. 76 in dieser Reihe
Freiwilliges Engagement ist in aller Munde, doch die in Politik und Medien gängigen Vorstellungen zu Funktion und Wirkungsweise freiwilliger Arbeit übersehen zumeist deren Wandelbarkeit, sodass die Geschichtsforschung ein wichtiges Korrektiv zu liefern hat.
Anders als die englischsprachige hat sich die deutschsprachige Historiographie zur Freiwilligenarbeit noch nicht als eigenes Feld etabliert und es fehlt bislang eine systematische Debatte. Um eine solche anzuregen, bringt das Beiheft aktuelle Studien zum Thema zusammen. Es schlägt dafür eine Brücke zwischen der angelsächsischen Voluntary Action History einerseits und den neueren Forschungen zur Freiwilligenarbeit und zum gemeinnützigen Sektor in Deutschland und anderen europäischen Ländern andererseits. Die Beiträge demonstrieren die fruchtbare Spannbreite unterschiedlicher Herangehensweisen an das Thema und diskutieren verschiedene konzeptionelle Ansätze. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Bedeutungswandel freiwilligen Engagements, seinem Verhältnis zu Staat und Markt sowie seiner transnationalen Dimension.
Der Band wirft damit neues Licht auf für das Verständnis freiwilligen Engagements zentrale Fragen. Dies ist nicht nur für die Geschichtswissenschaft von Interesse.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2019
Band N.F. 75 in dieser Reihe

Ausgehend von der für das 14. Jh. einzigartigen Karriere Wilhelms – Herzog von Jülich und Earl von Cambridge – werden fürstliche Erhebungen im röm.-dt. Reich und in England vergleichend untersucht. Die Analyse zeigt, wie der Rang eines Reichsfürsten/Earls kenntlich wurde, wie soziale Differenz zwischen adligen Rängen eingeübt wurde und über welche Bilder man die Rolle der Großen/des Königs in den jeweiligen politisch-sozialen Ordnungen darstellte

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2019
Band N.F. 74 in dieser Reihe
Lebte die athenische Demokratie ganz aus ihrer täglichen Praxis und kam sie deshalb ohne theoretische Begründung oder gar Ideologie aus? Und lebten ihre Kritiker nur in ihrer eigenen Oppositionswelt oder haben sie Konzepte, Vorstellungen und Ideen der ungeliebten Ordnung übernommen?
Der Sammelband stellt zunächst Elemente der demokratischen Ideologie in Athen vor; ferner werden systematische Aspekte des demokratiekritischen bzw. antidemokratischen Diskurses erörtert. Fünf Fallstudien behandeln Schriften – von Pseudo-Xenophon bis Aristoteles –, deren Autoren der Demokratie feindlich oder zumindest kritisch gegenüberstanden. Zwei abschließende Aufsätze verfolgen Argumente und Traditionslinien antidemokratischen Denkens, bis hin zum Postulat einer angeblich natürlichen Ungleichheit und eines Rechts des Stärkeren, bis ins 19. Jahrhundert bzw. die Zeit vor und nach dem 1. Weltkrieg.
Insgesamt ergibt sich ein neues, wesentlich differenzierteres Bild der argumentativen Verschränkung von Verteidigern und Gegnern der (athenischen) Demokratie. Das ist auch für die Diskussion um eine Krise der modernen Demokratien von Bedeutung, die häufig historisch unzureichend geerdet erscheint.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2018
Band N.F. 73 in dieser Reihe
Ernährung ist in Mode. Gerade in Verzicht und Vermeidung von Nahrungsmitteln liegt heute das Heil für Mensch und Gesellschaft. Wie kam es, dass Essen entgegen seiner physiologischen Funktion zur Bedrohung von Gesundheit und Gesellschaft wurde?
Ende des 19. Jahrhunderts verbesserte sich die Verfügbarkeit von Lebensmitteln in Industrieländern derart, dass die zuvor periodisch wiederkehrenden Hungersnöte überwunden waren. Nicht-Essen stand nicht länger allein für Knappheit und Armut, sondern bekam als Ausdruck bewussten Handelns eine neue Bedeutung. Gesellschaften begannen, sich entlang des Essensverzichts sozial und kulturell zu organisieren. Diäthalten und Schlanksein, Hungerstreik und Vegetarismus, Knappheit und Mangel, Gesundheitsvorsorge und Rationalisierung sind nur einige der im Band behandelten Themen, in denen das Nicht-Essen historisch relevant wurde. Alle Spielarten des Nicht-Essens erhellen Praktiken der Selbstverantwortung, staatliche Regulierung sowie individuelle und kollektive Sinnbildung und ermöglichen so, gesellschaftliche Wandlungsprozesse zu entziffern.
Der Band schreibt mit seinem kulturhistorischen Zugriff auf das „Nicht-Essen“ ein neues Kapitel der Essensgeschichte. Er richtet sich sowohl an Historiker und Historikerinnen als auch an all diejenigen Leserinnen und Leser, die sich für das Verhältnis von Individuum, Nahrung und Gesellschaft interessieren.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2018
Band N.F. 72 in dieser Reihe
In der bisherigen Forschung zur westafrikanischen Wirtschaftsgeschichte nahm die Agrargeschichte eine untergeordnete Rolle ein, trotz der überragenden Bedeutung der Landwirtschaft für die Menschen in historischer Zeit. Ihr ist die vorliegende Publikation gewidmet. Gestützt auf umfangreiche schriftliche und archäologische Quellen untersucht sie Anbau- und Viehhaltungssysteme in der Zeitspanne von ca. 1000 bis 1900 in der westafrikanischen Savannenregion. Dabei konzentriert sie sich auf die verbreiteten Agrarpraktiken und ihre Ergebnisse.
Es wird untersucht, welche Güter erzeugt wurden und welche Verwendung sie fanden. War die Landwirtschaft rein auf die Selbstversorgung ausgerichtet oder gab es, lange vor dem Einfluss europäischer Kaufleute, bereits innerafrikanische Handelsbeziehungen? Welche Entwicklungspfade schlugen die Agrarsysteme ein, oder müssen sie als statisch betrachtet werden? Trotz starker externer Einflüsse, etwa im Rahmen des Sklavenhandels, wird die Rolle der internen Akteure, der Ackerbauern, Viehhalter und Fischer, besonders hervorgehoben. Im Ergebnis zeigt sich das Bild eines vielgestaltigen Wirtschaftslebens, das sich immer wieder an geänderte äußere Bedingungen anpasste. Bis zum Einsetzen der Kolonialherrschaft wies es viele der Charakteristika auf, die auch von anderen vorindustriellen Gesellschaftsformationen bekannt sind.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2018
Band N.F. 71 in dieser Reihe
Wissen besitzt eine Schauseite, und dies selbst dort, wo es sich um das Fachwissen von Experten handelt. Seine Träger inszenieren es gewissenhaft, bedienen sich bei öffentlichen Auftritten bestimmter Vokabularien und bestimmter Präsentationsstrategien und Rituale. Wenn es aber nun Experten seit der Entstehung zahlreicher spezifischer Wissensfelder schon seit dem 12. Jahrhundert gibt - wie funktionierte dann das Wechselspiel von Selbstinszenierung und Rollenzuschreibung in den Jahrhunderten der Vormoderne? Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes steuern zur Beantwortung dieser Frage empirische Studien aus der Allgemein-, der Rechts-, Kirchen-, Medizin- und Wissenschaftsgeschichte bei und beleuchten spezifische Inszenierungsformen und Rituale.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2017
Band N.F. 70 in dieser Reihe

Entscheidungen über die Vergabe begehrter, einflussreicher oder lukrativer Positionen werden ständig getroffen. Sie sind teilweise kontingent, da ihre Folgen erst im Rückblick klar werden. Trotzdem müssen sie in einer Weise erfolgen, die sowohl für Gesellschaften als Ganzes als auch für die Unterlegenen akzeptabel ist; dafür sind ganz unterschiedliche Mechanismen möglich, die der Band in einem epocheübergreifenden Vergleich diskutiert.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2017
Band N.F. 69 in dieser Reihe

Adel hat die Geschichtswissenschaft in den letzten Jahrzehnten beschäftigt. Antike, Mittelalter, Neuzeit – die Nachfrage hat die Sichtweisen in den vergangenen Jahren allerorts geschärft und manche Diskussion über Epochengrenzen hinweg ermöglicht. Die chronologische Annäherung der Adelshistoriografie an die Gegenwart dagegen ist im Wesentlichen noch zu leisten. Diesen noch ausstehenden Schritt unternimmt der vorliegende Band.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2016
Band N.F. 68 in dieser Reihe

Der Band verhandelt ein hochaktuelles Thema in historischer Perspektive. Erstmals werden Kriegskindheiten epochenübergreifend von der Antike bis in die Gegenwart in Augenschein genommen und historische Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Kontinuitäten sowie Wandlungsprozesse beleuchtet. Das Interesse gilt Fragen von Erziehung und Propaganda, kindlichem Alltag, Kriegsprägungen und transgenerationalen Folgen.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2015
Band N.F. 67 in dieser Reihe

Innerhalb der lateinischen Kirche wurden Synoden einerseits als Orte der religiösen Wahrheitsfindung, andererseits als politische Ereignisse mit eigenen Regeln der Konfliktlösung gesehen. Der vorliegende Band diskutiert resultierende Dynamiken in Spätantike, Mittelalter und Früher Neuzeit und bringt Forschungsansätze zu Konzilien, zur Konfliktbewältigung und zu rechtlichem und politischem Entscheiden in der Vormoderne zusammen.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2015
Band N.F. 66 in dieser Reihe

Schenken, Spenden und Stiften sind gesellschaftliche Praktiken, die in fast allen Kuturen anzutreffen sind. Der Band vereint zwölf Aufsätze von Autoren aus Geschichte, Altertumswissenschaften, Islamistik, Politologie, Soziologie, Theologie und Wirtschaftswissenschaften und versucht, gemeinsame Grundlagen für eine interdisziplinäre Stiftungsforschung zu legen. Im Zentrum steht die Verbindung von Wirtschaft, Politik und Ethik, die sich in allen Stiftungswesen auffinden lässt. Die Autoren diskutieren, wie Stiftungen öffentliche Räume geprägt haben und noch prägen, wie sich Stiftungen öffentlich, politisch und religiös legitimieren und legitimiert haben und in welcher Form sich scheinbar rein ethisch motiviertes Stiften mit wirtschaftlichen Investitionen vereinen und als sektorübergreifende soziale Investition verstehen lässt. In einem breiten Panorama von Beispielen, dass von der Antike bis zur Moderne reicht und sowohl transatlantische als auch andere außereuropäische Beispiele der Moderne und Vormoderne einbezieht, entsteht ein Bild der Heterogeneität von Stiftungspraktiken und ihren Resultaten, aber auch von methodischen Ansätzen, mit denen Stiftungen und Spenden in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen gegenwärtig untersucht werden.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2015
Band N.F. 65 in dieser Reihe

Wenn es um so scheinbar einfache Phänomene in der Geschichte geht, wie Ereignisse, die Wandel herbeigeführt haben, dann fehlen dem Historiker oftmals die Worte dafür, wie ein solcher historischer Bruch zu erklären ist. Denn Wandel ist auf den zweiten Blick ein doch überaus kompliziertes historiographisches Konstrukt, das nicht nur im Nachhinein als solches erscheint, sondern auch von Zeitgenossen als einschneidende Veränderung der Lebenswelt wahrgenommen wird. Die Hauptthese dieses Essays lautet, dass es insbesondere nicht-intentionale Nebenfolgen sind, deren bewusste Reflexion eine besondere Form von Zeitwahrnehmung konstituieren, die - unabhängig von der chronologischen Verortetheit eines solchen Ereignisses - einen Modernisierungsprozess darstellt. An vier historischen Umbruchsereignissen - der Krise des Historismus um 1900, der Französischen Revolution, der Reformation Luthers und der Entstehung der Athener Demokratie im 5. Jahrhundert v.Chr. - werden die strukturellen Ähnlichkeiten aufgezeigt, bei denen Nebenfolgen eine entscheidende Rolle spielen. Auf diese Weise wird für eine Verbindung von gegenwärtigen Theorien der Soziologie mit der Geschichtswissenschaften geworben, die Vergangenheit und Moderne in eine neue Beziehung miteinander bringen soll.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2014
Band N.F. 64 in dieser Reihe

Seuchen sind gesellschaftliche Bedrohungen - bis heute. Im 20. Jahrhundert zog die "Spanische Grippe" durch die Welt, wüteten Geschlechtskrankheiten wie Syphilis und AIDS, schürten Ebola, SARS, Vogel- oder Schweinegrippe Ängste der Europäer. Die Rückkehr altbekannter oder das Auftreten "Neuer Seuchen" stellten gesellschaftliche Sicherheitsvorstellungen ebenso in Frage wie die Wirksamkeit staatlicher Maßnahmen. Sie markierten die engen Grenzen politischer Planungsutopien und dämpften moderne Fortschrittseuphorien.

Die Autoren des Bandes machen sich auf eine Spurensuche in die Sozial- und Kulturgeschichte von Seuchen im "langen 20. Jahrhundert". Sie spüren den Aushandlungen kollektiver Bedrohungen und Sicherheitsvorstellungen nach, sie erkunden Aufklärungs-, Vorsorge- und Bekämpfungsmaßnahmen und fragen nach dem Zusammenhang von Seuchen und sozialen Ordnungen. Diese Spurensuche operiert auf unterschiedlichen Ebenen. Mit ihren biographischen, regionalen, transnationalen und vergleichenden Ansätzen eröffnen die Aufsätze daher neue Einblicke in die europäische Sozial- und Kulturgeschichte.

Der Band bietet erstmals einen fundierten Überblick über die Seuchengeschichte der Moderne und Postmoderne und über den Wandel gesellschaftlicher Ängste, Sicherheits- und Ordnungsvorstellungen im "Zeitalter der Extreme".

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2015
Band N.F. 63 in dieser Reihe

Aquädukte und Kanäle, Häfen und Staudämme, Wassermühlen und repräsentative Brunnen: Wasserinfrastrukturen gehören über die Epochen hinweg zu den teuersten, aber auch nutzbringendsten Bauten, die Gesellschaften errichten können. Sind sie mehr als scheinbar rein technische Großprojekte: In ihnen wird politische Macht sichtbar oder auch verschleiert. Zugleich legen sie Entscheidungsträgern enorme Kosten und Verantwortlichkeiten auf. Daher können einmal etablierte Wasserinfrastrukturen auf lange Zeit festlegen, in welche Richtung sich Gesellschaften entwickeln. Der Zugang zu diesen Systemen entscheidet über gesellschaftliche Teilhabe, wer von ihnen ausgeschlossen wird, gerät ins Abseits. Denn oft bieten sie enorme wirtschaftliche Entwicklungschancen und bringen gerade auch neu entstehende hydraulische Experten in dominante Positionen.
Der Band beleuchtet die soziale Dimension wasserbautechnischer Systeme und wirft neues Licht auf die Frage, wie Machtfragen durch keineswegs neutrale Technik verhandelt werden. Dazu werden aus der Geschichtswissenschaft und Archäologie Beispiele hydraulischer Systeme und ihres gesellschaftlichen Kontextes von der Antike bis ins 20. Jahrhundert ins Auge gefasst, die auch außerhalb Europas gesucht werden.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2014
Band N.F. 62 in dieser Reihe

Die Frühe Neuzeit zeigte, öffentlichkeitswirksam, den heroischen Monarchen im vollen Glanz seines Ruhmes: Als Ritter, als königlichen Feld- bzw. als Kriegsherrn – über die Unterscheidung wird zu reden sein – oder aber vielmehr, so läßt es sich in mehr als einem Fall interpretieren, als gekrönten Schlachtenbummler, Militärschauspieler, dessen Heldentaten sorgsam inszeniert wurden.
Das Spannungsverhältnis zwischen diesen beiden Polen soll hier, soll in diesem Band vermessen werden. Die Fragen lauten dabei: Wieviel und welchen Heroismus brauchte ein frühneuzeitlicher Monarch? Welche Darstellungsformen ließen sich dafür nutzbar machen? Und inwiefern mußte dieser Heroismus überhaupt kriegerisch sein? Im übrigen, wenn es denn um das ritterlich-militärische Moment des monarchischen Heroismus geht: Wieviel ritterlich-heroische Expertise, wieviel individuelles feldherrliches Talent, gar „Genie“ war überhaupt gefordert? Wieviel davon brauchte die Monarchie, wieviel davon vertrug sie aber auch? Gewiß war Krieg und Eroberung fest mit dem Fürstenbild jener Zeit verbunden. Doch die Frage nach dem heroischen Übermaß beim Monarchen ist ebenso zu stellen wie die nach dem Defizit. Und sie wurde natürlich auch schon von den Zeitgenossen gestellt. Nicht nur in Frankreich und nicht nur in Preußen gab es Könige, die den Krieg zu sehr liebten. Die Antworten, die die Frühe Neuzeit selbst gab auf die Fragen nach Art und Ausmaß monarchischen Heroismus’, nach seiner Rolle und seinem Stellenwert im Geschäft der Monarchie, konnten daher höchst unterschiedlich ausfallen.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2014
Band N.F. 61 in dieser Reihe

Der Sammelband vereint wichtige Aufsätze von Luise Schorn-Schütte aus Anlass ihres 65. Geburtstages. Mit ihrem Oeuvre hat die Jubilarin sowohl der Frühneuzeitforschung wie auch der Historiographiegeschichte zentrale Impulse vermittelt. Viele ihrer Texte verdienen es, auch künftig im Zentrum der Diskussion präsent zu sein. Aus dem reichen Schaffen ausgewählt wurden Studien zur Geschichte der historischen Wissenschaften des 19. Jahrhunderts, Abhandlungen zur politischen und religiösen Kultur der Frühen Neuzeit sowie Beiträge zu aktuellen wissenschaftspolitischen Debatten.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2013
Band N.F. 60 in dieser Reihe

Die „Verkehrte Welt“ gehört zu den seit langem eingeführten Deutungsmustern rituellen Verhaltens. Wie alle Klassiker bedarf auch sie zuweilen der Überprüfung. Diesem Unternehmen ist der vorliegende Band mit seinen Beiträgen zu Verkehrungsritualen von der Antike bis zur Frühen Neuzeit gewidmet. Sie zielen darauf, das Erklärungsmuster „Inversion“ anhand bekannter und unbekannter Quellen kritisch zu prüfen, seine Reichweite zu bestimmen, es gar, wenn nötig, am Objekt zu falsifizieren. So können sich neue Perspektiven auf die Phänomene entwickeln und alte Festlegungen aufgebrochen werden.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2013
Band N.F. 59 in dieser Reihe

Die Untersuchung führt über drei Schritte. Im ersten Schritt beschreibt der Autor die Verbindung der postulierten Gleichheit der Souveräne mit der Völkerrechtssubjektivität der Belligerenten nach den bis gegen 1800 vorliegenden Völkerrechtstheorien. Im zweiten Schritt werden die Wandlungen dieser Theorien während des 19. und frühen 20.Jahrhunderts dargelegt, die die Aberkennung der Völkerrechtssubjektivität und der souveränen Staatlichkeit der Opfer von Kolonialherrschaft durch die europäischen Kolonialregierungen und die Regierung der USA begründen sollten. Im dritten Schritt folgt die Analyse der zeitgenössischen Theorien des Kolonialkriegs als „totaler“ Krieg jenseits der Grenzen des Kriegsvölkerrechts.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2013
Band N.F. 58 in dieser Reihe
"Adelsbilder" - das sind die Bildwerke, die der Adel von sich erschaffen ließ. Das sind die Sozialbezüge, die er damit herstellte. Und das sind die Vorstellungen, die wir uns heute von ihm machen. Wie diese drei Adelsbilder zusammenhängen, zeigt der Band an Beispielen von der Antike bis zur Gegenwart mit einem Ausblick auch auf außereuropäische Gesellschaften.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2012
Band N.F. 57 in dieser Reihe

Die Beiträge in diesem Band versuchen aus unterschiedlichen kulturwissenschaftlichen Perspektiven heraus die soziale Figur des Experten in der Vormoderne zu verorten. Ausgangspunkt bildet die Annahme, dass Experten im erhöhten Maße die soziale Verteilung und Hierarchisierung von Wissen repräsentieren und durchsetzen. Sie treten als Träger besonderen Wissens auf, an die sich Akteure in bestimmten Problemsituationen wenden können. Experten versprechen, maßgeschneidertes Wissen zur Problemlösung bereitzustellen oder zu vermitteln. Dies erleichtert einerseits die Wirklichkeitsbewältigung, da man weiß, dass man nicht alles wissen muss und es eben Experten gibt, an die man sich in prekären Situationen wenden kann. Doch so sehr Akteure den Experten vertrauen, wächst andererseits auch das Empfinden, die eigene Handlungsautonomie aufzugeben und fremdbestimmt zu werden. Experten sind deswegen die geborenen Sündenböcke: Man verlangt von ihnen, die Welt einfach zu machen und weist ihnen dafür einflussreiche soziale Sonderrollen zu. Doch wenn sich die Wirklichkeit dann doch nicht so einfach gestalten lässt oder wenn sie durch das Wirken der Experten sogar noch komplizierter wird, werden sie zu Zielscheiben der Kritik. Diese Kritik kann dabei kulturell äußerst produktiv sein. So kann man in der Expertenkritik einen Reflexionsmodus erkennen, in dem sich über Wissensordnungen, Machtverteilungen oder bestimmte Institutionen auseinandergesetzt wird und zugleich neue Rollentypen und Institutionen entwickelt werden. Der Band zeigt die unterschiedlichen Momente dieser sozialen Dynamik. Er trägt damit neue Sichtweisen in die Erforschung von Expertenkulturen hinein, die bislang von feuilletonistischen Debatten dominiert wird. Ziel des vorliegenden Bandes ist es, vor allem die zeitlich verengte Perspektive aufzubrechen, die den Experten unter Beschränkung auf das 20. und 21. Jahrhundert zu verstehen versucht. Die aus unterschiedlichen Disziplinen stammenden Beiträge zeigen, dass spätestens seit dem 12. Jahrhundert im lateinischen Europa das ambivalente Verhältnis von Expertenvertrauen und Expertenkritik wirkmächtig ist.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2012
Band N.F. 56 in dieser Reihe
der Band vereint Beiträge von 19 internationalen Historikerinnen und Historikern, die in einem breiten inhaltlichen und räumlichen Spektrum unterschiedliche Aspekte der Staatsfinanzierung im frühneuzeitlichen Europa untersuchen. Im Zentrum stehen neben Analysen einzelner Herrschaftsräume vor allem die Themen Kriegsfinanzierung, Kredite/Kreditgeber und Steuern.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2011
Band N.F. 55 in dieser Reihe
Der Band richtet den Blick auf die besondere Affinität der frühen USA zur Klassischen Antike und erörtert Fragen der Antikenrezeption in Amerika aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven. Im Mittelpunkt stehen – beginnend in der Antike selbst – die Denktraditionen und Vorstellungsmuster, die die Lektüre antiker Texte beeinflussten, sowie die politischen Diskurse und Sprachen der Zeit. "Konstruktion" und "Verargumentierung" sind dabei nicht als zwei voneinander getrennte Vorgänge zu betrachten, sondern als eine Einheit, die über reine Rezeptionsphänomene hinausgeht. Gefragt wird nach der Ausprägung einer politischen Sprache, die nationaler Identitätsstiftung ebenso diente wie der Suche nach Vorbildern und Legitimationsmustern für die neue politische Ordnung der USA.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2011
Band N.F. 54 in dieser Reihe
Kulturgeschichte des Ersten Weltkriegs Während des Ersten Weltkriegs entstanden in Deutschland wie in Frankreich neue Formen sozialer Vergemeinschaftung. Burgfrieden und Union sacrée bezeichneten dabei Leitvorstellungen, mit deren Hilfe die Wirklichkeit der politischen und sozialen Klassengesellschaft vor 1914 mit der Idee einer neuen Einheit der Nation überwunden werden sollte. Der Sammelband fragt erstmals nach den literarischen Deutungen des Ersten Weltkriegs und ihrer Bedeutung für die Konstruktion politischer Ordnungsvorstellungen in der Zwischenkriegszeit.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2010
Band N.F. 53 in dieser Reihe
Der Geschichtswissenschaft, und nicht nur ihr, ist unmerklich der Begriff der Wahrheit abhandengekommen, und mit ihm auch derjenige von Tatsache und Quelle. Über die Rankesche Absicht, lediglich zu sagen, wie es eigentlich gewesen, lächeln die Kenner. Wenn alles Text ist und alles Rhetorik, wenn man nicht mehr wissen will, was war, sondern nur noch, wie darüber geredet wurde, wenn vorgeblich die Beobachtung das Beobachtete schafft und alle Erinnerung irreparabel alles verfälscht, dann verschwimmen die Grenzen zwischen Wahrheit und Fiktion, geht die Wirklichkeit verloren, gilt nicht mehr Demut, sondern nur noch Deutungshoheit. Historiker sollten dann lieber gleich Romane schreiben. Dabei ist wahr/nicht wahr der Code und das Gesetz aller Wissenschaft. Es ist also zu fragen, ob nicht vor lauter Selbstkritik und Komplexitätsfreude einiges Grundsätzliche vergessen wurde. Es ist leicht, sich über den Erkenntnisoptimismus der »Positivisten« des 19. und 20. Jahrhundert lustig zu machen, aber das enthebt keineswegs davon, sich (oft mit ihrer Hilfe) um die Richtigkeit der Fakten zu bemühen, auch wenn diese nur ein Gerüst liefern können, mit dessen Hilfe der phantasiebegabte Historiker die Vergangenheiten rekonstruiert - das Konstruieren muß und darf er indes den Dichtern überlassen. Der vorliegende Essay verschafft Überblick über eine seit mehr als hundert Jahren währende, überaus aktuelle Diskussion, die an die Grundfesten der Geschichtswissenschaft rührt, und lädt dazu ein, zu Vernunft und Augenmaß zurückzufinden, damit Geschichtsforschung und Geschichtsschreibung sich nicht so weit vom menschlichen Leben und Erleben entfernen, daß sie schließlich niemanden mehr interessieren.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2010
Band N.F. 52 in dieser Reihe
Politische Wahlen sind mitnichten eine Erfindung der Moderne. Obgleich Herrschaft in den Jahrhunderten vor der Französischen Revolution sich zumeist anders legitimierte als in modernen Demokratien, finden sich auch in Antike, Mittelalter und Früher Neuzeit zahlreiche Beispiele für Funktionsträger, die ihr Amt in irgendeiner Form einer Wahl verdankten. Anhand solcher Beispiele fragen die hier versammelten Beiträge nach dem Stellenwert und der Funktion vormoderner Wahlverfahren. Dem Ansatz einer Kulturgeschichte des Politischen verpflichtet, gehen die Herausgeber dabei von einer unauflösbaren Verbindung von Verfahrenstechnik und Symbolik aus; beide Aspekte werden im vorliegenden Band erstmals in einer integrativen Sichtweise aufeinander bezogen. Diese Herangehensweise eröffnet neue Deutungsperspektiven auf einen traditionellen Gegenstand der Politik- und Verfassungsgeschichte und ermöglicht zugleich eine differenziertere Sichtweise der Kontinuitäten und Brüche zwischen Ancien Régime und Moderne, jenseits der Frage nach dem demokratischen oder vordemokratischen Charakter vormoderner Wahlverfahren.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2010
Band N.F. 51 in dieser Reihe
Machiavellismus seriös erforscht: Die deutsche Geschichtswissenschaft entdeckt gerade wieder die Politikgeschichte neu - als Kulturgeschichte des Politischen, als neue Politikgeschichte, als historische Politikforschung, als Geschichte der symbolischen Kommunikation. So kontrovers die Ansätze hierbei sind, so gibt es eine Gemeinsamkeit: bis auf wenige Ausnahmen will man offenbar von politischer Ideen- oder Diskursgeschichte wenig wissen, man überlässt dies den Politikwissenschaften. In diese Lücke stößt der vorliegende Band, der exemplarisch interdisziplinäre und internationale Forschungen zum Machiavellismus vom 16. bis ins 21. Jahrhundert vereint. Machiavellismus wird dabei jenseits des in den Quellen seit dem 16. Jahrhundert gängigen Schlagworts von der rücksichtslosen Politik der Machterhaltung als Chiffre für Kontingenz und Empirismus verwandt, die immer wieder in Krisenzeiten der Neuzeit Konjunktur hatte. Von der frühen Rezeption Machiavellis im deutschsprachigen Raum im 16. Jh. über die universitäre Politikwissenschaft im 17. Jh. (Conring) bis hin zur Neubewertung in der Historia literaria, in der Aufklärung und Revolutionszeit, dann von der Realpolitik des 19. Jhs. zum Fehlen eines nationalsozialistischen Machiavellis, zu Friedrich Meinecke, Hans Freyer und René König werden Schlaglichter auf den Umgang mit Machiavelli geworfen. Mit Reflexionen zur Stellung Machiavellis bei Foucault und in der Empire-Theorie von Hardt/Negri wird dann die Brücke zur aktuellen internationalen Diskussion geschlagen. Machiavelli wird so als Politikwissenschaftler, als früher Soziologe, als Republikaner, als Symbol des deutschen Sonderwegs, schließlich gar als Stichwortgeber der Antiglobalisierungs-Bewegung entdeckt.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2010
Band N.F. 50 in dieser Reihe
Das Buch thematisiert im internationalen Vergleich die prägenden Wirkungen von historischen Währungserfahrungen. Konkret wird analysiert, ob und inwieweit sich Währungserfahrungen, beispielsweise Inflation, niedergeschlagen haben in unterschiedlichen Währungskulturen und ob und inwieweit sich diese dann in differierenden Zentralbanksystemen institutionalisierten, in spezifischen Geldpolitiken ausdrückten und in nationalkollektiven "Währungsbildern" manifestierten. Im Zentrum stehen also die Verbindungen zwischen institutionell-politischer Sphäre und den nationalen politischen Kulturen und Referenzgrößen, die dahinter stehen und in bestimmten diskursiven Strategien, politischen Symbolen und aktiven Öffentlichkeitspolitiken transportiert werden - mit Langzeitwirkungen bis hin zu den Debatten um die Einführung und Akzeptanz des Euro. Mit Beiträgen von Olivier Feiertag, Bernd Hayo, Maria Köhler-Baur, Dieter Lindenlaub, Bernhard Löffler, Gabriele Metzler, Tobias Straumann
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2009
Band N.F. 49 in dieser Reihe
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat sich in der Geschichtswissenschaft "Frühe Neuzeit" als Epochenbegriff für die Zeit von ca. 1500 bis ca. 1800 weitgehend durchgesetzt. Zum Erfolg des Epochenbegriffs gehört, dass er auch in zahlreichen historischen Teildisziplinen Verbreitung fand, in denen sich für diesen Zeitraum sehr unterschiedliche Bezeichnungen eingebürgert hatten. Im vorliegenden Band wird "Frühe Neuzeit" interdisziplinär diskutiert und in wissens-, literatur- und kunst-, konfessions-, raum-, politik- und wirtschaftsgeschichtlichen Kontexten thematisiert. In einer Zeit, in der die Globalisierung die Welt und folglich auch die Weltgeschichte stärker ins Blickfeld rückt, muss zudem die Frage gestellt werden, ob "Frühe Neuzeit" als eine zunächst auf Mitteleuropa bezogene Epoche auch in den Geschichten anderer Weltgegenden - etwa dem indischen, atlantischen und japanischen Raum - als Epochenbezeichnung brauchbar ist.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2009
Band N.F. 48 in dieser Reihe
Der Sammelband untersucht - in Deutschland erstmalig - die Entwicklung von Korruptionspraktiken und -debatten von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart. Die Fallstudien zeigen, wie sich die Definition und die Akzeptanz von Korruption und verwandten Handlungsmustern wandelten. In frühneuzeitlichen Kontexten waren diese offensichtlich und alltäglich. Staatliche Modernisierung und Verrechtlichung trugen ab dem 19. Jahrhundert auf einer normativen Ebene zur Trennung von Privatsphäre und Öffentlichkeit bei, verdrängten jedoch korrupte Praktiken nicht. Diese hatten weiterhin eine wichtige Funktion, sei es als Teil eines politischen Systems, sei es als Anlass für Auseinandersetzungen über Moral und politische Werte. Die Modernisierung in der Neueren Geschichte zeigt sich weniger in der Zurückdrängung von Verflechtung und Do-ut-des-Beziehungen als vielmehr in ihrer öffentlich zur Schau gestellten Delegitimierung.
Buch Open Access 2008
Band N.F. 47 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2007
Band N.F. 46 in dieser Reihe
Der Begriff "Meistererzählung" ist in den letzten Jahren in der öffentlichen Debatte häufig als Kampfbegriff gebraucht worden, wenn es darum ging, gegnerische Positionen als ideologisch zu brandmarken. Weniger bekannt ist dagegen der Versuch innerhalb der historischen Wissenschaften, diejenigen Meister- oder Metaerzählungen zu identifizieren, die der Praxis des Forschens in spezifischen Disziplinen unausgesprochen zugrundelagen. In diesem Band erörtern sieben Fachleute, an welchen Erzählmustern sich die Historiographie, die Literatur- und Musikgeschichtsschreibung seit dem 19. Jahrhundert orientiert haben, wenn es darum ging, dem Mittelalter einen Platz in einem allgemeineren Geschichtsbild zuzuweisen.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2007
Band N.F. 45 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2007
Band N.F. 44 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2007
Band N.F. 43 in dieser Reihe
Buch Nur in gedruckter Form 2006
Band N.F. 42 in dieser Reihe
Buch Nur in gedruckter Form 2005
Band N.F. 41 in dieser Reihe
Schon in der Frühen Neuzeit wurden Verbreitungsgrad und Speicherdichte von Information multipliziert; Druckmedien und rasant anwachsende administrative Verschriftlichung stellten die Weichen der europäischen Kultur neu; der Vorrang galt nun der schriftlichen Kommunikation. Andererseits folgte frühneuzeitliche Kommunikation weiter älteren Wegen, mit mündlichen, körperlichen und symbolischen Formen. Im mikrohistorischen Zugriff gewähren dörfliche wie städtische Kommunikationsräume, das Wechselspiel von Regulierungsmaßnahmen und Partizipation, kulturelle Inszenierung und politisches Zeremoniell Einblicke in eine faszinierende Epoche. Der Band beruht auf der 4. Tagung der Arbeitsgemeinschaft Frühe Neuzeit im Historikerverband und erschließt die Epoche als schillerndes Kommunikations- und Medienzeitalter.
Buch Nur in gedruckter Form 2006
Band N.F. 40 in dieser Reihe
Europäische Historiker verstehen heute das spätere Mittelalter als eine Formation von gewisser Einheitlichkeit im lateinischen Europa, jedenfalls insofern, als es sinnvoll erscheint, an seine ganze geographische Ausdehnung gleichartige Fragen zu stellen. Die Antworten zeigen jedoch im Gegenüber oder Miteinander autochthoner und durch Kulturtransfer von anderswoher übernommener Tatbestände und Prozesse, dass selbst das lateinische Europa verschieden, partiell sogar sehr verschieden gewesen ist. Der gemeinsame Ausgangspunkt wird dadurch nicht wertlos. Ist es möglich, von „gradueller Gleichheit“ oder gar von verschiedenen Phasen relativ einheitlicher, nur gegeneinander zeitlich verschobener Abläufe zu sprechen? Die Autoren begeben sich auf die Spur einer europäischen Geschichte und stellen diese einer nicht begreifbaren, aber auch nicht angreifbaren Addition von Nationalgeschichten entgegen.
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2004
Band N.F. 39 in dieser Reihe

Anstelle einer Untersuchung von "Modernisierungstendenzen", wie sie in den letzten Jahrzehnten im Zentrum geschichtswissenschaftlichen Arbeitens gestanden haben, geht es den Autoren dieses Bandes um die Selbstbeschreibung politischer Ordnungen durch die Zeitgenossen. Den Zugang dazu eröffnet der Fokus auf die politische Kommunikation. Wiegt man die verschiedenen Herrschaftskonzeptionen gegeneinander ab, dann tritt Überraschendes zu Tage: Die Frühe Neuzeit kannte einen kräftigen Republikanismus ebenso wie starke Strömungen zur Begrenzung von Herrschaft, die in Mischverfassungssystemen organisiert waren. Die Beiträge erfassen Ost- und Westeuropa gleichermaßen.

Buch Nur in gedruckter Form 2004
Band N.F. 38 in dieser Reihe
Buch Nur in gedruckter Form 2003
Band N.F. 37 in dieser Reihe
In diesem Band werden die Strukturen und Kriterien, die die Frühe Neuzeit als eigenständige, abgrenzbare Epoche charakterisieren, mit dem methodischen Instrumentarium der vergleichenden Landesgeschichte dargestellt und analysiert. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Ende der Frühen Neuzeit und ihrer Differenzierung gegenüber der Moderne. Sechs Regionen werden vorgestellt: Bayern, Hannover, Mecklenburg, Pommern, das Rheinland und Sachsen. Die Vergleichbarkeit wird durch das einheitliche Konzept hergestellt, auf Grund dessen alle Beiträge den selben Aufbau und die selben inhaltlichen Bereiche behandeln. Die vergleichende Betrachtung umfasst Wirtschaft, Gesellschaft, Verfassung und Politik. Entscheidend ist darüber hinaus stets die Frage nach den Kriterien für das Ende der Frühen Neuzeit.
Buch Nur in gedruckter Form 2003
Band N.F. 36 in dieser Reihe
Das Generationskonzept bietet einen bislang in den Geschichtswissenschaften kaum genutzten Erklärungsansatz für historischen Wandel. Indem es die Aspekte Gruppenbildung, Erfahrung und erfahrungsgesteuertes Handeln zusammenschließt, kann die Rückbindung des Wandels an dessen Träger, das Individuum, vermittelt werden. Generationelle Prägungen konstituieren Gruppen und koordinieren deren Handeln. Neben die sozialgeschichtlich-prosopographische Ermittlung von Generationen tritt die Analyse der sinnstiftenden Funktion von Generationenzugehörigkeit, die häufig einen Gegensatz zu den Vorgängern herstellt und damit Innovationen anstößt.
Buch Nur in gedruckter Form 2003
Band N.F. 35 in dieser Reihe
Der Epochenbegriff "Frühe Neuzeit" hat in den letzten Jahren eine erstaunliche Karriere gemacht. Geprägt, um einer fernrückenden Phase der europäischen Politik- und Geistesgeschichte hinterherzuwinken, verwandelte er sich mit dem Ausbau der Universitäten in den 1960er Jahren in den Namen einer eigenen Disziplin. Institutionalisiert durch eigene Lehrstühle, eigene Fachzeitschriften etc. breitete er sich über immer mehr kulturwissenschaftliche Fächer aus. Außerdem wird der Frühneuzeit-Begriff zunehmend für Sachverhalte gebraucht, die nicht ausschließlich oder gar nicht zu Europa gehören: etwa für die jüdische oder gar chinesische Geschichte; für die arabische Literatur. Der Sammelband fragt nach den Gegenwartsinteressen, die für die Verbreitung des Frühneuzeit-Konzepts verantwortlich waren. Er fragt aber auch nach den Erkenntnisproblemen, die seine Verwendung aufwirft.
Buch Nur in gedruckter Form 2003
Band N.F. 34 in dieser Reihe
Expansionsbewegungen von Staaten, Völkern oder Bevölkerungsgruppen über unbekannte Meere markieren bedeutende Wendepunkte in der Geschichte der europäischen Zivilisationen. Hier setzt der Sammelband interdisziplinär und epochenübergreifend an. Ziel ist es, die politischen, kulturellen und ideengeschichtlichen Konsequenzen von Expansionsbewegungen aufzuzeigen sowie geistesgeschichtliche Kontinuitäten, Parallelen und Unterschiede in vergleichender Perspektive herauszuarbeiten. Wie haben Menschen auf die Entdeckung neuer Welten reagiert und wie haben sie diese mit ihrer eigenen Welt und Geschichte verknüpft? Besondere Berücksichtigung findet außerdem die Rezeptionsgeschichte.
Buch Noch nicht erschienen 2001
Band N.F. 32 in dieser Reihe

Judaistik, Byzantinistik, Arabistik, Osteuropäische Geschichte und die "mainstream"-Mittelalterhistoriographie haben ihren je eigenen Zugang zur europäischen Epoche des Mittelalters entwickelt. Die Beiträge dieses Bandes klopfen ab, inwiefern eine Verknüpfung dieser verschiedenen Disziplinen möglich und sinnvoll wäre, und zeigen Wege zur Zusammenarbeit auf.

Buch Nur in gedruckter Form 2001
Band N.F. 31 in dieser Reihe
Das Buch verbindet Mikro- und Makrosphäre, die in der geschichtswissenschaftlichen Rekonstruktion der Vergangenheit meist nur getrennt wahrgenommen werden, mit Hilfe der Kategorie der "Erfahrung". Wer sich auf die individuellen und kollektiven Ebenen vergangener Erfahrungen einlässt, erkennt bald, dass sich klein/groß, innen/außen, theoretisch/praktische, subjektiv/objektiv und viele andere Dualismen nur theoretisch säuberlich trennen lassen, bei der praktischen Arbeit an den Quellen aber generell in vielfacher Vernetzung begegnen, mitunter auch auflösen. Die Spannweite der Themen reicht von Körpererfahrungen und religiösen Erfahrungswelten über Katastrophenerfahrungen bis hin zu spezifischen Institutionenerfahrungen, wie sie sich während der Frühen Neuzeit in der ländlichen Arbeitswelt, in den getrennten Konfessionen, bei der Anwendung des Rechts und bei der Durchsetzung "staatlicher" Macht mit wachsender Intensität fassen lassen. Die geschichtswissenschaftliche Erprobung des Erfahrungsparadigmas, die mit Rückgriff auf das methodologische Instrumentarium der Philosophie, der Theologie, der Ethnologie und insbesondere der Wissenssoziologie erfolgt, problematisiert den interdisziplinären Diskurs und eröffnet neue Wege geschichtswissenschaftlicher Arbeit.
Buch Nur in gedruckter Form 2000
Band N.F. 29 in dieser Reihe
Buch Nur in gedruckter Form 1999
Band N.F. 28 in dieser Reihe

Wie viele Akten- und Dokumenteneditionen braucht der Historiker? Wie und von wem sollten sie aufbereitet werden? Warum stellt man sie nicht nur einfach ins Internet? Lohnt sich der finanzielle Aufwand? - Diese und ähnliche Fragen begleiten alle Editionsvorhaben vom Mittelalter bis zur Neuzeit. In ihren Beiträgen stellen Rudolf Schieffer, Erich Meuthen, Konrad Repgen, Lothar Gall, Horst Möller, Friedrich P. Kahlenberg und Arnold Esch die spezifischen Probleme dar, die sich den Bearbeitern und den Benutzern von Editionen stellen. Dabei wird deutlich, daß die Erschließung von Quellen in Form von kritischen Editionen eine der zentralen Aufgaben der Historiker ist, die der Forschung ständig neue Felder eröffnet.

Buch Nur in gedruckter Form 1998
Band N.F. 27 in dieser Reihe
Die Aufsätze gehen aus einer Tagung hervor, die im 1996 in Göttingen stattfand. Sie geben einer großen Vielfalt von Perspektiven Raum. West- und ostdeutsche Wissenschaftler der unterschiedlichen Generationen und methodischen Ansätze kommen dabei zu Wort. Innen- und Außensicht, innerdeutsche Nähe und transatlantische Distanz bildeten den Rahmen, in dem sich die Diskussion bewegt. Neue Quellen und innovative Ansätze führen zu einem tieferen Verständnis der Widersprüchlichkeit ostdeutscher Geschichtswissenschaft. Indem vereinfachende Polarisierungen zwischen amerikanischen und deutschen, östlichen und westlichen Standpunkten aufgebrochen und in Frage gestellt werden, gelingt ein neuer, komplexerer Zugang zum wissenschaftlichen Alltag vor und nach der Wende
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1998
Band N.F. 26 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1998
Band N.F. 25 in dieser Reihe

Gemeinden gehören zu den institutionellen Grundfiguren des Alten Europa und haben in allen europäsichen Ländern auf den Staat Einfluß zu nehmen versucht. Exemplarische Studien am deutschen, englischen und französischen Material untersuchen die Bedeutung der Gemeinde als politische Institution und deren Einfluß auf die Prägung des Staates. Das geschieht einerseits über eine Analyse von Beschwerden und Suppliken und deren Auswirkungen auf die staatliche Verwaltung und Gesetzgebung und andererseits über Untersuchungen, welche Rolle die Gemeinden in zeitgenössischen theoretischen Erörterungen einnehmen. Da Gemeinden gleichermaßen Erscheinungen der städtischen und der ländlichen Lebenswelt sind, kommt die gestaltende Kraft der Bürger und Bauern für das Spätmittelalter und die Frühe Neuzeit stärker in den Blick und ergänzt so das herkömmliche Bild von Herrschaft und Obrigkeit.

Einführung:
Peter Blickle: Mit den Gemeinden Staat machen Teil I: Gemeinde und Staat - eine Europäische Erfahrung
Beat Hodler: Doléances, Requêtes und Ordonnances. Kommunale Einflußnahme auf den Staat in Frankreich im 16. Jahrhundert
Rosi Fuhrmann: Amtsbeschwerden, Landtagsgravamina und Supplikationen in Württemberg zwischen 1550 und 1629
Andreas Würgler: Desideria und Landesordnungen. Kommunaler und landständischer Einfluß auf die fürstliche Gesetzgebung in Hessen-Kassel 1650-1800
Beat Kümin: Parish und local-government. Die englische Kirchengemeinde als politische Institution 1350-1650 Teil II: Die Formbarkeit des Staates - Experimente mit Suppliken
Renate Blickle: Laufen gen Hof. Die Beschwerden der Untertanen und die Entstehung des Hofrats in Bayern. Ein Beitrag zu den Varianten rechtlicher Verfahren im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit Rosi Fuhrmann,
Beat Kümin und Andreas Würgler: Supplizierende Gemeinden. Aspekte einer vergleichenden Quellenbetrachtung
André Holenstein: Bittgesuche, Gesetze und Verwaltung. Zur Praxis "guter Policey" in Gemeinde und Staat des Ancien Régime am Beispiel der Markgrafschaft Baden(-Durlach) Teil III: Gemeinde - eine Herausforderung der Theorie
Beat Kümin: Gemeinde und Revolution. Die kommunale Prägung der englischen Levellers Sibylle Hunziker: Die ländliche Gemeinde in der juristischen Literatur 1300-1800

Buch Nur in gedruckter Form 1997
Band N.F. 23 in dieser Reihe
Die Königs- und Kaiserhöfe der Antike sind bislang nur selten und in wenigen Teilaspekten zum Gegenstand historischer Analysen geworden. Dafür gibt es forschungsgeschichtliche Gründe. Interessant ist der historiographische Hintergrund: Antike Höfe entzogen sich der Unterscheidung zwischen städtisch-politischer und häuslich-privater Sphäre, sie waren weder "Haus" noch "Staat". Damit unterliefen die Höfe die Kategorien, mit denen zur Zeit der klassischen "Stadtstaaten" zeitgenössische moralisierende Selbstbeschreibungen die antike politisch-soziale Realität zu erfassen versuchten. Die antiken Höfe fielen schließlich auch durch das Raster der modernen, durch die Frage nach dem "Staatsrecht" geprägten Forschung seit dem 19. Jahrhundert.

Ausgehend von einem als Vergleichsgröße dienenden idealtypischen Modell des Hofes in der europäischen Geschichte des Mittelalters und der frühen Neuzeit werden die hellenistische Königshöfe, die aristokratischen Haushaltungen zur Zeit der späten römischen Republik sowie die römischen Kaiserhöfe der Prinzipatszeit und der Spätantike systematischen Analysen unterzogen. Diese zielen einerseits auf die individuellen Besonderheiten der jeweiligen Phänomene im antiken Vergleich, andererseits auf die im epochenübergreifenden Vergleich deutlich werdenen generellen Differenzen und unterschiedlichen evolutionären Kontexte antiker gegenüber mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Höfen.
Buch Noch nicht erschienen 1996
Band N.F. 22 in dieser Reihe

Die "Wende" in Deutschland stellt eine wertbezogene Wissenschaft wie die Historie vor die Aufgabe einer kritischen Revision derjenigen Forschungsleistungen, die in der Zeit der Teilung erbracht wurden. Dies gilt keineswegs bloß für die Aufarbeitung der marxisitisch-leninistischen, sondern auch für die der westdeutschen Geschichtswissenschaft; denn es ist zu prüfen, in welchem Maße die Existenz der jeweils anderen Seite die freie Entfaltung der Historiographie in den letzten Jahrzehnten behindert hat .

Mit seinem Buch eröffnet Michael Borgolte die Diskussion über diese Frage am Beispiel der sozialgeschichtlichen Erforschung des Mittelalters. Sozialgeschichte eignet sich für den nach beiden Seiten skeptischen Blick besonders gut, weil sie in den deutschen Staaten der Nachkriegszeit mit vergleichbarer Intensität und Reichweite betrieben wurde. Das Buch bietet durch seine Anlage zugleich eine Einführung in alle wichtigen Themenfelder der Sozialgeschichte und verbindet die Analyse des jeweiligen Forschungsstandes mit Perspektiven für künftige Aufgaben.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1995
Band N.F. 21 in dieser Reihe

Der Band gibt einen Überblick über die geschichtswissenschaftliche Forschung zur europäischen Integration und zeigt eine Reihe von neuen Wegen und Perspektiven auf, die in der neueren Forschung von Historikern aufgegriffen werden.

Beiträge von: Hartmut Kaelble, Peter Krüger, René Girault, Michael Mitterauer, Rainer Hudemann, Gilbert Trausch, Armin Heinen, Marlis Steinert, Klaus Schwabe, Wilfried Loth, Hanns Jürgen Küsters, Hans Boldt

Buch Nur in gedruckter Form 1995
Band N.F. 20 in dieser Reihe
Die Folgen der deutschen Einheit für die Zukunft der deutschen Mediävistik wurden 1993 auf einem Kolloquium der Humboldt-Universität leidenschaftlich diskutiert. Dieser Tagungsband bietet eine Standortbestimmung unter Einschluß der politischen Rahmenbedingungen von Wissenschaft, wie sie noch für keinen anderen Zweig der deutschen Geschichtswissenschaft vorgelegt werden konnte.
Buch Nur in gedruckter Form 1995
Band N.F. 19 in dieser Reihe
Buch Nur in gedruckter Form 1995
Band N.F. 18 in dieser Reihe
Buch Nur in gedruckter Form 1994
Band N.F. 17 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1934
Band 32 in dieser Reihe

Dieser Titel aus dem De Gruyter-Verlagsarchiv ist digitalisiert worden, um ihn der wissenschaftlichen Forschung zugänglich zu machen. Da der Titel erstmals im Nationalsozialismus publiziert wurde, ist er in besonderem Maße in seinem historischen Kontext zu betrachten. Mehr erfahren Sie hier.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1933
Band 31 in dieser Reihe

Dieser Titel aus dem De Gruyter-Verlagsarchiv ist digitalisiert worden, um ihn der wissenschaftlichen Forschung zugänglich zu machen. Da der Titel erstmals im Nationalsozialismus publiziert wurde, ist er in besonderem Maße in seinem historischen Kontext zu betrachten. Mehr erfahren Sie hier.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1933
Band 30 in dieser Reihe

Dieser Titel aus dem De Gruyter-Verlagsarchiv ist digitalisiert worden, um ihn der wissenschaftlichen Forschung zugänglich zu machen. Da der Titel erstmals im Nationalsozialismus publiziert wurde, ist er in besonderem Maße in seinem historischen Kontext zu betrachten. Mehr erfahren Sie hier.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1933
Band 29 in dieser Reihe

Dieser Titel aus dem De Gruyter-Verlagsarchiv ist digitalisiert worden, um ihn der wissenschaftlichen Forschung zugänglich zu machen. Da der Titel erstmals im Nationalsozialismus publiziert wurde, ist er in besonderem Maße in seinem historischen Kontext zu betrachten. Mehr erfahren Sie hier.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1933
Band 28 in dieser Reihe

Dieser Titel aus dem De Gruyter-Verlagsarchiv ist digitalisiert worden, um ihn der wissenschaftlichen Forschung zugänglich zu machen. Da der Titel erstmals im Nationalsozialismus publiziert wurde, ist er in besonderem Maße in seinem historischen Kontext zu betrachten. Mehr erfahren Sie hier.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1932
Band 27 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1932
Band 26 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1932
Band 25 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1932
Band 24 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1931
Band 22 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1931
Band 21 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1931
Band 20 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1930
Band 19 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1930
Band 18 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1929
Band 17 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1929
Band 16 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1928
Band 15 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1928
Band 14 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1928
Band 13 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1927
Band 12 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1927
Band 11 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1927
Band 10 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1927
Band 9 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1926
Band 8 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1926
Band 7 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1926
Band 6 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1925
Band 5 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1925
Band 4 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1924
Band 3 in dieser Reihe
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 1924
Band 1 in dieser Reihe
Buch Noch nicht erschienen 2025
Band 84 in dieser Reihe

Der Band untersucht, warum die Karibik in der Sattelzeit zwischen 1775 und 1825 besonders geeignet ist, um Unsicherheiten und Methoden der Versicherheitlichung im Kontext des Transimperialismus zu untersuchen und das heuristische Potenzial dieser theoretischen Ansätze für die Kolonialgeschichtsforschung nutzbar zu machen. Die sechs Fallstudien (die britischen, niederländischen, französischen, spanischen und portugiesischen Kolonialreiche und die Wahrnehmung kolonialer Probleme aus der Sichtweise sesshafter europäischer Gelehrter) zeigen, wie die Rezeption von Unsicherheit sowohl national als auch international miteinander verflochten war und wie die Kolonialmächte sowohl im Wettbewerb miteinander als auch in Zusammenarbeit handelten. Unsicherheiten, Krisen und Gefahren konnten in Form von Schiffbrüchen, Piraterie, Meutereien, Hungersnöten, Stürmen, Naturkatastrophen, Epidemien, Schmuggel, Rebellionen und Fluchtversuchen auftreten. Aus der Perspektive der Kolonien wurde der britische Abolitionismus als große Herausforderung wahrgenommen. Durch die Fokussierung auf die wichtigsten Akteursgruppen in der Welt der karibischen Plantageninseln (Versklavte, Militärangehörige, Gouverneure und Plantagenverwalter, Stimmen aus der Metropole) macht der Band die unterschiedlichen Wahrnehmungen von Unsicherheit und die unterschiedlichen Sicherheitsdispositionen sichtbar. Insgesamt besaß keines der europäischen Kolonialreiche im Zeitalter der atlantischen Revolutionen ein standardisiertes Rezept oder einen Masterplan.

Heruntergeladen am 29.11.2025 von https://www.degruyterbrill.com/serial/hzb-b/html
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