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multi-volume work: Deutsche Søren Kierkegaard Edition (DSKE)
Mehrbändiges Werk

Deutsche Søren Kierkegaard Edition (DSKE)

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Die neue deutsche Kierkegaard-Übersetzung beruht auf der dänischen Edition Søren Kierkegaards Skrifter, der vollständigen, historisch-kritischen Ausgabe von Kierkegaards Schriften, die seit 1994 im Søren Kierkegaard Forschungszentrum in Kopenhagen erstellt wird.

Journale und Aufzeichnungen
Die DSKE beginnt mit der Übersetzung der auf elf Bände angelegten Journale und Aufzeichnungen. Hier hat die dänische Ausgabe insofern neue Maßstäbe in der Editionsphilologie gesetzt, als sie frühere Eingriffe in die Manuskripte durch Verwendung von Licht- und Elektronenmikroskopie von Kierkegaards eigenem Text unterscheidet. Dadurch lassen sich auch von Kierkegaard selbst unleserlich gemachte Eintragungen entziffern.

Editionsberichte geben Auskunft über Überlieferungsverhältnisse, Chronologie und Inhalt der Bände. Daneben bietet die DSKE eine Fülle von Realkommentaren, die zusammen mit zahlreichen Abbildungen ein neues und tieferes Verständnis von Kierkegaards Gesamtwerk ermöglichen.

Eine Besonderheit ist die diplomatische Wiedergabe des Textes: Kierkegaards Gewohnheit, zunächst die Innenseite des Papiers zu beschriften und spätere Bemerkungen am Rand hinzuzufügen, wird - wie in der dänischen Edition - im Druckbild wiedergegeben. So ist erkennbar, dass es sich bei den Texten um gewachsene Einheiten handelt.

Information zu Autoren / Herausgebern

Niels Jørgen Cappelørn, Direktor des Søren Kierkegaard Forschungszentrums an der Universität Kopenhagen.
Hermann Deuser, Professor für Systematische Theologie und Religionsphilosophie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main, Fellow am Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt und Leiter der Kierkegaard-Forschungsstelle am Max-Weber-Kolleg.
Joachim Grage, Professor für Nordgermanische Philologie (Neuere Literatur- und Kulturwissenschaft) an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.
Heiko Schulz, Professor für Systematische Theologie und Religionsphilosophie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2021

Die von Kierkegaard zwischen Januar und September 1850 geführten NB-Journale enthalten autobiographische Notizen, philosophisch-theologische Reflexionen (etwa zur Hermeneutik) und Kommentare zu eigenen und fremden Werken (wobei das Spektrum der Lektüren von Hugo von St. Viktor bis zu Victor Hugo reicht). Die Texte ermöglichen so den Mitvollzug eines Denk- und Schreibprozesses, der nicht zuletzt Kierkegaards ständiger Selbstprüfung dient.

Buch Noch nicht erschienen 2026

Die von Kierkegaard zwischen September 1850 und Juni 1852 geführten NB-Journale enthalten autobiographische Notizen, philosophisch-theologische Reflexionen und Kommentare zu eigenen und fremden Werken (von Tertullian über Pascal bis zur zeitgenössischen Frauenrechtlerin Mathilde Fibiger). Wiederholt stellt sich die Frage nach dem Verhältnis von humaner Bildung und radikalem Christentum, nach der Spannung zwischen religiöser Rhetorik und der existenziellen Forderung des Christentums – und nach der Funktion des Schriftstellers Kierkegaard. Gerade für einen religiösen Schriftsteller kommt es darauf an, zwischen bloßer Täuschung und frommem Betrug zu unterscheiden: „Und so geht es jedem M[en]schen, der sich in Wahrheit mit Gott einlässt; es kommt ein Augenblick, wo man sagen muss: Du hast mich betrogen, o Gott – und er kann nicht im selben Augenblick sagen: aber zu meinem eigenen Besten; Du hast mich betrogen, o Gott – aber in die Wahrheit hinein." (NB24:52)

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2005

Der erste Band der DSKE enthält Kierkegaards Journale und Aufzeichnungen der Jahre 1835-1839 und beruht auf der historisch-kritischen dänischen Neuausgabe. Die Texte der von Kierkegaard mit AA, BB, CC und DD gekennzeichneten Journale zeigen die Vielfalt der Interessen und Studien, die Kierkegaard in jenen Jahren, also zu Beginn seiner formativen Periode, verfolgt. Die von autobiographischen Notizen, literarisch-ästhetischen Studien und Entwürfen bis hin zu philosophischen und theologischen Erörterungen reichenden Aufzeichnungen erlauben einen einzigartigen Einblick in die Werkstatt Kierkegaards und damit in die Textgenese selbst. Die Erschließung dieser Aufzeichnungen, die teils privater Natur sind, teils im Hinblick auf eine spätere Veröffentlichung entstanden oder bewahrt wurden, ist häufig unerlässlich für die angemessene Interpretation auch der veröffentlichten Werke. Eine Kierkegaards Intellektualität, Religiosität und poetischer Sprachkraft Genüge tuende Übersetzung der Journale und Aufzeichnungen ist nicht nur Zeichen der ungebrochenen Aktualität Kierkegaards für Theologie, Philosophie, Psychologie und Ästhetik, sondern auch die Grundlage für ein neues und tieferes Verständnis seines Gesamtwerkes, das auf einer zuverlässigen Textgrundlage basiert.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2008

Der zweite Band der DSKE enthält Kierkegaards Journale und Aufzeichnungen aus den Jahren 1836-1846. Examensvorbereitungen, aber auch Materialien zum Frühwerk bilden die Kernstücke dieses Bandes. Von herausragender Bedeutung ist Journal JJ (1842-1846), das als Diskussionsforum und literarische Werkstatt parallel zum pseudonymen Werk angesehen werden kann; hinzu kommen Kierkegaards Reflexionen zur gescheiterten Verlobung mit Regine Olsen.

DSKE 2 basiert auf der historisch-kritischen dänischen Neuausgabe und bietet die Übersetzung der Journale und Aufzeichnungen sowie die Kommentare in einem Band.

Pluspunkte:

  • die erste kritische deutsche Edition der Journale Kierkegaards
  • erste Komplettedition der Journale in Deutschland
  • mit detaillierten Kommentaren
Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2011

Der vorliegende Band enthält 15 sog. Notizbücher (abgekürzt: Not), die Kierkegaard zwischen (ca.) 1835 und 1849 verfasst hat und die in entsprechend betitelten Kladden überliefert sind. Die darin enthaltenen Texte sind nicht nur in persönlich-biografischer Hinsicht aufschlussreich, sondern liefern auch wertvolle Hinweise zum Verständnis der Genese und Eigenart des Kierkegaard’schen Denkens und Schreibens insgesamt. Inhaltlich können fünf Gruppen unterschieden werden: Notizen im Kontext der Examensvorbereitung (z. B. Not1); Exzerpte und Kommentare zu zeitgenössischen Theologen und Philosophen (z. B. Not9–11); vermischte theologische, philosophische und ästhetische Bemerkungen (z. B. Not12–14); Reisenotizen (z. B. Not6); Rekapitulation des Verhältnisses zur ehemaligen Verlobten (Not15).

Bedingt durch die Spannbreite der behandelten Themen ist der Band nicht nur für Fachwissenschaftler und Kierkegaard-Forscher im engeren Sinne von Interesse, sondern auch für Leser, die Einblick gewinnen wollen in die Hintergründe von Kierkegaards skandalumwitterter Trennung von seiner Verlobten Regine Olsen. Aber auch diejenigen kommen auf ihre Kosten, die gleichsam einen Blick über Kierkegaards Schulter, in dessen „Schreibwerkstatt“ werfen wollen, um aus nächster Nähe zu verfolgen, wie sich Absicht und Umrisse seines schriftstellerischen Werkes in der Auseinandersetzung nicht nur mit zahlreichen klassischen, sondern auch mit einigen zeitgenössischen Autoren philosophisch-theologischer Provenienz abzeichnen und formieren. Abgesehen von den Exzerpten und Notizen zu J.E.E. Erdmann (Not6) und Ph. Marheineke (Not9–10) ist in diesem Zusammenhang vor allem die Mit- und Nachschrift von F.W.J. Schellings Berliner Vorlesung zur Philosophie der Offenbarung von 1841 (Not11) höchst aufschlussreich.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2013

Der Band enthält die ersten fünf der von Søren Kierkegaard mit der Kennzeichnung „NB“ versehenen und von [1] bis 36 durchnummerierten Journale. Diese 1846 begonnene Serie ist eine fortlaufende, bei großer thematischer Vielfalt doch konzentrierte und fundamentale Reflexion über die eigene Aufgabe als ‚religiöser Schriftsteller‘, die sich in ihrer Gestalt von den skizzenhaften frühen Journalen und Notizbüchern unterscheidet und mit der sich die Journale endgültig als irreduzibler Teil des Gesamtwerks etablieren. Inhaltliche Dominanten der in DSKE 4 enthaltenen Journale NB–NB5 (von 1846–1848) bilden unter anderem: die vom Corsar-Streit und der März-Revolution veranlasste Kritik der Gegenwart, des Bestehenden, der Christenheit; das Verhältnis von Christentum und Naturwissenschaften; Entwürfe und Kommentare zur Anlage und Veröffentlichung der Taten der Liebe, Christlichen Reden und Anti-Climacus-Schriften; die Selbstbefragung hinsichtlich der Berechtigung zur fortgesetzten Schriftsteller-Tätigkeit.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2015

Kierkegaards NB-Journale aus der Zeit von Juli 1848 bis Mai 1849 bieten autobiographische Berichte (etwa über die Gespräche mit König Christian VIII.), philosophisch-theologische Reflexionen, eine sich zunehmend radikalisierende Zeitkritik sowie werkbezogene Kommentare – und gewähren Einblick in Kierkegaards Selbstvergewisserung zwischen Schriftstellerexistenz und Martyrium.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2018

Mit den zwischen Mai 1849 und Anfang 1850 entstandenen Texten führt Kierkegaard den für seine NB-Journale charakteristischen Denk- und Schreibprozess fort, der autobiographische und werkbezogene Notizen ebenso einschließt wie philosophisch-theologische Reflexionen, z. B. zu Luther. Nicht zuletzt artikuliert sich darin der Versuch einer Selbstvergewisserung als religiöser Schriftsteller in religiös indifferenter oder zumindest verwirrter Zeit.

Heruntergeladen am 10.5.2026 von https://www.degruyterbrill.com/serial/dske-b/html?lang=de
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