Berliner Griechische Urkunden
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Die Berliner Papyrussammlung beherbergt einen großen Schatz an griechischen und lateinischen Originaldokumenten aus dem antiken Ägypten, die sich auf Papyrus und anderen Schriftträgern wie Keramikscherben, Pergament, Holz und Papier über die Jahrhunderte erhalten haben. In der Reihe Berliner Griechische Urkunden werden diese Texte, die vielfachen Einblick in Alltag und Verwaltung des Landes gewähren, durch Transkription, Übersetzung, Kommentar und Abbildung der Fachwelt zugänglich gemacht. Das 1895 gegründete Editionsunternehmen erscheint ab Band 20 als eigenständige Reihe im Verlag De Gruyter.
- Fortführung der 1895 von der Berliner Papyrussammlung begründeten renommierten Publikationsreihe
- Schwester-Reihe zu „Berliner Klassiker Texte“
- international renommierte Papyrologen erschließen erstmalig vergessene Schätze der Sammlung
Information zu Autoren / Herausgebern
Fabian Reiter, Papyrussammlung Berlin.
Fachgebiete
Le πιττάκιον a été considéré comme une société agricole, aux associés solidaires, dirigée par le pittakiarque ; ou bien comme un mode de mise en culture de la terre publique, imposé par l’administration : le pittakiarque prenait en fermage de larges superficies et en sous-louait la plus grande partie à d’autres cultivateurs, tout en restant responsable envers le fisc. Dans la vingtaine de textes sur les pittakia qu’on dispose actuellement, on ne discerne pas, sauf erreur, d’indices d’une mise en culture forcée ou de sous-location de la terre, ni de signes de solidarité entre les membres du groupe. Le rôle du pittakiarque reste indéfini. Ce qu’on peut signaler de nouveau c’est que deux pittakiarques étaient en même temps des πληρωταί, des liturges exerçant un certain contrôle sur les pittakia, que plusieurs cultivateurs étaient des membres de deux pittakia à la fois et qu’il y avait des rapports durables entre certains membres d’un pittakion ; à signaler aussi le transfert de quelques parcelles de terre fait d’un pittakion à un autre. De plus, on y relève un certain nombre de personnes non attestées par ailleurs ; et de nouveaux toponymes, grecs ou d’origine égyptienne, précisant la localisation des terres cultivées.
Les papyrus publiés ici proviennent des archives administratives de Théadelphie, un village important au nord-ouest du nome Arsinoïte (Fayoum), et datent de la seconde moitié du IIe siècle ap. J.-C. La plupart concernent des πιττάκια, des groupes de cultivateurs de terre publique. En particulier le 2901 fait suite immédiate des P.Col. V 1 verso 4 + P.Graux IV 31.
Der vorliegende Band enthält Ersteditionen 29 dokumentarischer Texte der Berliner Papyrussammlung aus dem byzantinischen und früharabischen Ägypten. Nach Erscheinen eines Editionsbandes mit literarischen Papyri (BKT 10, De Gruyter 2012) und eines Bandes mit dokumentarischen Papyri aus ptolemäischer und römischer Zeit (BGU 20, De Gruyter 2014) beschließt die Publikation die Festschrift-Trilogie zu der im Jahre 2009 erfolgten Wiedereröffnung des Neuen Museums Berlin. Die hier vorgelegten Editionen von Verträgen, Quittungen, Listen, Abrechnungen, Anweisungen, Briefen und sonstigen Korrespondenzen gewähren wertvolle Einblicke in Administration, Ökonomie, Religionspraxis und das facettenreiche Alltagsleben im spätantiken Ägypten.
Aus Anlass der Wiedereröffnung der Dauerausstellung des Ägyptischen Museums und der Papyrussammlung Berlin im Neuen Museum erscheint ein Editionsband von dokumentarischen Texten aus ptolemäischer und römischer Zeit, mit dem die Editionsreihe „Berliner Griechische Urkunden“ im Verlag de Gruyter fortgeführt wird. Der Band enthält Ersteditionen dokumentarischer Texte in griechischer Sprache, die sich auf Papyri, Ostraka und Holztäfelchen erhalten haben. Darunter befinden sich sowohl Schriftstücke aus dem Alltagsleben wie Briefe, Petitionen und Quittungen als auch Urkunden aus dem Bereich der staatlichen Verwaltung wie Edikte und Amtskorrespondenzen. Die 37 Texteditionen stammen von 32 Papyrologen aus aller Welt und sind in deutscher, englischer, französischer und italienischer Sprache verfasst.
Der 19. Band der "Berliner Griechischen Urkunden" (BGU) enthält, wie schon die Bände 12 und 17, ausschließlich Papyrusurkunden aus Hermupolis. Der neue Band umfasst 80 Texte, von denen 76 hier erstmals publiziert werden; vier sind revidierte Editionen. Der zeitliche Rahmen reicht von der Mitte des 1. Jahrhunderts v. Chr. bis zum Beginn des 7. Jahrhunderts n. Chr., wobei die Mehrzahl der Texte der Zeit vom 4. bis zum 6. Jh. angehören. Den Anfang macht die einzige lateinisch geschriebene Urkunde, eine Eingabe an den Kaiser mit der Forderung nach Rückgabe einer Mitgift (4. Jh.). Es folgen weitere Urkunden amtlicher Natur (Eingaben) und andere an Behörden gerichtete oder von diesen ausgestellte Urkunden. Den zweiten Teil des Bandes bilden Privaturkunden (Pacht, Verkauf, Darlehen usw.). Die Texte bieten eine Fülle neuer Einzelinformationen, aber in ihrer Gesamtheit auch ein lebendiges Bild des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens in einer bedeutenden Provinzmetropole des griechisch-römischen Ägypten.